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LGT Navigator: An den globalen Börsen dominiert Zuversicht

LGT Navigator: An den Aktienmärkten herrscht zum Wochenauftakt Optimismus. Gute Konjunkturdaten sorgen für Unterstützung an den Börsen …

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So ist der US-Servicesektor wieder auf Wachstumskurs und in Europa kehrt die Kauflaune langsam zurück. Dennoch bleibt das Aufholpotenzial der globalen Volkswirtschaften nach dem Stillstand im Frühling gross.

Die globalen Aktienmärkte sind mit Schwung in die neue Woche gestartet, befeuert durch gute Vorgaben aus Asien. Marktbeobachter verwiesen auf ermutigende Konjunkturdaten aus China, die auf eine rasche Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie hoffen lassen. Der Schweizer Leitindex SMI legte am Montag +1.3% zu und der EuroStoxx 50 stieg +1.7%. An den amerikanischen Börsen setzte sich der positive Trend fort. Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 kletterte +1.6%. Die jüngsten Kursgewinne haben die Marktkapitalisierung der vier Technologieriesen erneut über die Billion-Dollar-Grenze gehoben: Alphabet, Apple, Microsoft und Amazon sind alle jeweils wieder mehr als 1 Billion Dollar wert. Diesen Meilenstein haben die vier Tech-Konzerne zusammen erstmals im Januar erreicht. In den Blickpunkt der Anleger rückt nun die Berichtssaison für das zweite Quartal. Sie wird kommende Woche an Fahrt gewinnen, wenn mit den amerikanischen Grossbanken die ersten Börsen-Schwergewichte ihre Resultate präsentieren.

Europäische Verbraucher in Kauflaune

Im Tagesverlauf sorgten positive Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA für Unterstützung. So kehrt die Kauflaune der europäischen Konsumenten allmählich zurück. Die Einzelhändler in der Eurozone haben im Mai fast 18% mehr verdient als im Vormonat, hat die Statistikbehörde Eurostat mitgeteilt. Aber vor allem Händler im Bereich Textilien, Bekleidung und Schuhe haben nach den heftigen Einbussen wegen geschlossener Geschäfte im März und April noch Aufholbedarf: Verglichen zur Vorjahresperiode verzeichnen sie im Mai 2020 immer noch ein Umsatzminus von 50%.

Mehr Aufträge für deutsche Industrie

Auch die Auftragsbücher von deutschen Industrieunternehmen füllen sich nach der Flaute im Frühling wieder. Die Bestellungen zogen im Mai binnen Monatsfrist um rund 10% an. Das weckt Hoffnungen, dass die Branche die Talsohle durchschritten hat. Dennoch ist der Aufholprozess noch lange nicht abgeschlossen, wie ein Vergleich zum Vorjahr zeigt: So liegt das Auftragsvolumen knapp 30% unter dem Niveau vom Mai 2019.

US-Dienstleistungssektor auf Wachstumskurs

Weniger optimistisch blicken deutsche Dienstleister in die Zukunft. Insbesondere Reisebüros und Reiseveranstalter bangen um ihr Überleben: 85% fürchten um ihre Existenz, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts ergeben hat. Insgesamt erwartet rund ein Viertel der befragten Unternehmer im Dienstleistungssektor, dass die Corona-Krise für sie in der Insolvenz enden könnte. In den USA ist die Dienstleistungsbranche wieder auf Wachstumskurs. Der ISM-Service-Index ist im Juni überraschend stark gestiegen. Mit 57.1 Punkten liegt das Stimmungsbarometer wieder deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 und notiert fast wieder auf dem Vorkrisenniveau. Im Vormonat lag der Index noch bei 45.5 Zählern.

Wirtschaftskalender 7. Juli
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEIndustrieproduktion (J/J)-17.9%

Unternehmenskalender 14. Juli
LandUnternehmenPeriode
USAJPMorgan ChaseQ2
USACitigroupQ2

 

Quelle: BondWorld.ch