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LGT Navigator: Ankündigung der US-Notenbank sorgt für Optimismus an den Börsen

LGT Navigator: Nachdem die Anleger bis Mitte letzte Woche ihre Hoffnungen in eine V-förmige Erholung der Weltwirtschaft vom «Lockdown» gesetzt hatten und zeitweise richtiggehend vor Zuversicht gestrotzt hatten, …

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hat die Angst vor einer zweiten Pandemiewelle die Anlegerstimmung vorübergehend gedämpft. Weitere Unterstützungsmassnahmen der US-Notenbank sorgen am Dienstag für Optimismus an den Börsen.

Mit Spannung werden heute die neusten Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in den USA sowie die Beurteilung von US-Notenbankchef Powell erwartet. Die gestern publizierten Umfragewerte der Fed von New York gaben, wie zuvor bereits die letzten Arbeitsmarktdaten, Anlass zur Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden sein könnte. Der Empire State-Index verbesserte sich im Juni spürbar von minus 48.5 Zählern im Vormonat auf noch minus 0.2 Punkte. Analysten hatten lediglich mit einer moderaten Aufhellung auf minus 30 Zähler gerechnet. Damit hat sich das New Yorker Industriebarometer deutlich von dem im April während der «Lockdown»-Phase registrierten Rekordtief von minus 78.2 Punkten erholt.

An der New Yorker Börse war der Handel angesichts der zunehmenden Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle von Nervosität geprägt. Schlussendlich schloss der Dow Jones Industrial aber mit einem Plus von +0.62% bei 25 763.16 Punkten. Der marktbreite S&P 500 beendete den gestrigen Handelstag mit einem Tagesgewinn von +0.83% bei 3 066.59 Zählern. Gestützt wurden die Börsen durch Äusserungen der US-Notenbank. Die Fed erklärte, sie werde heute im Rahmen ihrer Notfallmassnahmen unter anderem mit dem Kauf von Unternehmensanleihen beginnen. In Asien setzte sich der positive Grundton fort und in Tokio stiegen der Nikkei-Index um fast +5% auf 22 585.75.

US-Regierung will Infrastrukturprogramm auf den Weg bringen

US-Präsident Donald Trump will mit einem Infrastrukturprogramm über eine Billion US-Dollar die Folgen der Corona-Krise bekämpfen. Unter anderem sollen klassische Infrastrukturprojekte wie Strassen oder Brücken berücksichtigt werden, aber auch Investitionen für Telekommunikation wie die 5G-Versorgung.

Corona-Krise hinterlässt Spuren in Euro-Handelsbilanz

Der internationale Warenverkehr im Euroraum wurde im April stark von der Pandemie und dem breiten wirtschaftlichen Lockdown beeinträchtigt. Neusten Daten der Statistikbehörde Eurostat zufolge brachen die Exporte der Euroländer in der Berichtsperiode um fast -30% gegenüber dem Vorjahresmonat ein. Die Importe verringerten sich auf Jahressicht um rund -25%. In der Konsequenz sank der saisonbereinigte Handelsüberschuss mit dem Rest der Welt im April von EUR 25.5 Mrd. im Vormonat auf noch EUR 1.2 Mrd. auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2011.

Brexit-Verhandlungen erhalten neuen Schub

Die Europäische Union sei bereit, die Gespräche zu intensivieren, betonte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bei einer Videokonferenz mit dem britischen Premier Boris Johnson. Seit März hatten die beiden Parteien in den Gesprächen über ein Handels- und Partnerschaftsabkommen in vier intensiven Runden praktisch keine Fortschritte mehr erreicht. Eine mögliche Verlängerung der Übergangsphase um ein oder zwei Jahre lehnt Johnson nach wie vor kategorisch ab. Brüssel bietet London ein umfassendes Handelsabkommen mit Zugang zum EU-Markt ohne Zölle und Mengenbegrenzung, fordert aber dafür gleiche Wettbewerbsbedingungen mit hohen Sozial-, Umwelt- und Verbraucherstandards. Großbritannien will jedoch keine Vorgaben der EU akzeptieren. Weitere wichtige Streitpunkte sind der Zugang von EU-Fischern zu den reichen britischen Fischgründen und die Rolle des Europäischen Gerichtshofs bei Streitigkeiten der Vertragspartner.

Wirtschaftskalender 16. Juni
MEZLandIndikatorLetzte Periode
10:30GBArbeitslosenrate (ILO)3.9%
11:00DEZEW-Erwartungsindex+51.0
11:00EZZEW-Erwartungsindex+46.0
14:30USAEinzelhandelsumsätze Mai (M/M)-16.4%
15:15USAIndustrieproduktion Mai (M/M)-11.25%
16:00USANAHB-Wohungsmarktindex Juni+37.0
Unternehmenskalender 19. Juni
LandUnternehmenPeriode
USAOracleQ4

 

Quelle: BondWorld.ch