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LGT Navigator: Anleger reagieren zurückhaltend auf Quartalszahlen

LGT Navigator: Obwohl die ersten US-Grossbanken gute Zahlen für das dritte Quartal präsentiert haben, blieb die Stimmung an der Wall Street gedämpft.

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Auch das neue iPhone von Apple hat vorerst keine Begeisterung unter Investoren ausgelöst. Der Internationale Währungsfonds schätzt die Konjunkturaussichten etwas optimistischer ein als im Frühling.

Nach schwachen Vorgaben aus den USA handeln am Mittwoch auch die asiatischen Börsen mehrheitlich im roten Bereich. Der Shanghai Composite verliert mehr als 0.7% und der Hang Seng in Hongkong büsst 0.3% ein. In Tokio hält sich der Nikkei knapp in der Gewinnzone.

Trotz mehrheitlich guter Quartalszahlen von verschiedenen Grosskonzernen blieb die Börsenstimmung an der Wall Street am Dienstag verhalten. Der S&P 500 und der Dow Jones Industrial büssten bis Handelsschluss jeweils rund 0.6% ein. Der Technologieindex Nasdaq 100 schloss unverändert. Im Fokus standen die Zahlen der Grossbanken JPMorgen Chase und Citigroup, die die Markterwartungen klar übertroffen haben. Die Aktien gingen am Dienstag dennoch mit Verlusten aus dem Handel. Auch der Pharmakonzern Johnson & Johnson vermochte mit seinem Quartalsabschluss zu überzeugen. Die Titel kamen dennoch unter Druck, weil das Unternehmen eine Studie zu seinem Corona-Impfstoff unterbrechen musste, nachdem ein Teilnehmer erkrankt war. Wenig Begeisterung löste die Präsentation des neuen iPhones von Apple (-2.6%) aus. Ein Jahr, nachdem die Rivalen Samsung und Huawei ein 5G-fähiges Smartphone auf den Markt gebracht hat, zieht Apple nun nach.

IWF revidiert Wachstumserwartungen nach oben

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Prognose für die weltweite Konjunktur deutlich angehoben. So erwarten die Ökonomen, dass die globale Wirtschaftslesitung im laufenden Jahr um 4.4% schrumpfen wird. Im Juni hatte der IWF noch einen Rückgang von 5.2% prognostiziert. 2021 soll die Weltwirtschaft wieder zurück auf den Wachstumspfad finden (+5.2%). Insbesondere in den Industriestaaten sei die Lage weniger schlimm als im Frühling befürchtet, erklärt der IWF. Aber auch China habe sich dank der harten Lockdown-Massnahmen überraschend schnell erholt, daher erwartet der Währungsfonds für 2020 ein Wirtschaftswachstum von 1.9%

ZEW-Index bricht ein

Wegen der steigenden Corona-Infektionen beurteilen Börsenprofis die Aussichten für die deutsche Wirtschaftsentwicklung wieder pessimistischer. So ist der ZEW-Index, der die Konjunkturerwartungen von Analysten abbildet, im Oktober überraschend um 21.3 Punkte auf 56.1 Zähler gefallen. Neben der Ausbreitung der Pandemie belastet auch die Unsicherheit um die Brexit-Verhandlungen und die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen die Stimmung. Das deutsche Bruttoinlandprodukt ist im zweiten Quartal um 9.7% eingebrochen. Ökonomen haben für das zweite Halbjahr eine Erholung prognostiziert, doch sollte eine zweite Corona-Welle zu weiteren Einschränkungen für die Wirtschaft führen, dürfte das den Aufschwung dämpfen.

Britische Arbeitslosenrate steigt

In Grossbritannien ist die Arbeitslosigkeit stärker als erwartet gestiegen. Im Zeitraum von Juni bis August kletterte die Arbeitslosenquote auf 4.5% (von 4.1% von Mai bis Juli) und notierte damit auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten um 153 000 gefallen, Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 30 000 gerechnet. Die Bank of England erwartet, dass die Arbeitslosigkeit bis Jahresende auf 7.5% steigen wird, da die Regierung ihr 50-Mrd.-Hilfsprogramm, das sie zur Sicherung von Arbeitsplätzen lanciert hat, im November zurückfahren wird.

Wirtschaftskalender 14. Oktober
MEZ Land Indikator Letzte Periode
06:30 JP Industrieproduktion (August) 1.7%
11:00 EZ Industrieproduktion (August) 4.1%
14:30 USA Produzentenpreise (September) 0.3%
20:00 USA Konjunkturbericht Beige Book  

 

Unternehmenskalender 14. Oktober
Land Unternehmen Periode
USA Bank of America Q3
USA Goldman Sachs  
USA Wells Fargo Q3

 

Quelle: BondWorld.ch