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LGT Navigator: Anleger setzen erfolgreiche Begrenzung der Virus-Krise

LGT Navigator: Die Zuversicht, dass die konjunkturstützenden Massnahmen der chinesischen Regierung die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie abfedern werden sowie eine rückläufige Rate von Neuansteckungen sorgten an den Börsen zur Wochenmitte für eine gewisse Entspannung.

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Die US-Notenbank bekräftigte in dem gestern Abend publizierten Protokoll ihre gegenwärtige Geldpolitik und signalisierte, dass sie vorläufig weiter abwarten werde.

Nach Einschätzung der chinesischen Zentralbank habe die Virus-Epidemie in China nur beschränkt auf die Konjunktur durchgeschlagen und der Umfang und die Dauer des negativen Effekts seien begrenzt, heisst es im gestern veröffentlichten geldpolitischen Bericht. Nachdem die People’s Bank of China bereits anfangs Woche ihren Zinssatz für mittelfristige Darlehen (MLP) erneut um zehn Basispunkte auf 3.15% gelockert hat, dürfte die Notenbank mit einer Senkung des Referenz-Zinssatzes (LPR) nachlegen.

Fed bekräftigt Zinspause, betont aber Coronavirus-Risiken

Die US-Notenbank (Fed) will an der aktuellen geldpolitischen Ausrichtung für eine «gewisse Zeit» festhalten.  Im gestern Abend veröffentlichten Protokoll des letzten Zinsentscheids vom 29. Januarbetonte die Fed die Risiken der Coronavirus-Epidemie für die Weltwirtschaft. Das Wachstum der US-Wirtschaft dürfte sich, gestützt durch die Geldpolitik und eine Entspannung im Handelskonflikt, in einem moderaten Tempo fortsetzen. Nachdem die Fed ihren Leitzins dreimal gelockert hat ist fraglich, ob im laufenden, durch die Präsidentschaftswahl in den USA geprägten Jahr mit einer weiteren Zinssenkung zu rechnen ist.

Die Erzeugerpreise in den USA stiegen im Januar unerwartet kräftig an. Auf Jahressicht wurde eine Teuerungsrate von +2.1% gemessen, verglichen mit einem Vormonatswert von +1.3% und einer Konsenserwartung von +1.6%. Auch in der Kernrate, also ohne Berücksichtigung der vielfach volatilen Energiepreise, erhöhten sich die Produzentenpreise auf Jahressicht um +1.7% (Vormonat +1.1%, Konsens +1.3%). Die Entwicklung der Erzeugerpreise beeinflusst in der Folge die Entwicklung der Konsumentenpreise, an denen die US-Notenbank (Fed) ihre Geldpolitik ausrichtet.

Führungswechsel bei der UBS

Der Niederländer Ralph Hamers (53) wird im November den Chefposten bei der UBS vom scheidenden Sergio Ermotti übernehmen. Hamers hat den Grossteil seiner Karriere bei der ING bestritten und steht der niederländischen Bank seit 2013 als CEO vor. Ermotti leitete die UBS seit 2011, und sein Abgang war für dieses oder nächstes Jahr erwartet worden. UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber zeigte sich überzeugt, dass Hamers der richtige CEO sei, um die UBS in einer Zeit des Wandels in der Bankenbranche zu führen.

Krisenwährung Gold im Aufwind

Der Goldkurs kletterte auf rund USD 1’605 je Unze und nähert sich damit dem Höchstwert aus dem Jahr 2012. Die wirtschaftlich angespannte Situation, ausgelöst durch die Befürchtung von wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie, führt zu einer vermehrten Nachfrage nach Rohstoffen und Gold als krisensichere Anlage. Insbesondere für europäische Investoren wird Gold, aufgrund des Wertverlustes des Euros gegenüber dem Greenback, seit Jahresbeginn immer teurer. So erreichte der Goldpreis in Euro bereits einen neuen Höchstwert. Jedoch gewinnen auch andere Edelmetalle an Bedeutung. So stieg im vergangenen Jahr der Wert von Palladium vor dem Hintergrund weltweit immer rigoroserer Emissionsstandards um mehr als 60% und der Preis für Rhodium sogar um mehr als 300%.

Negativzinsen sorgen für hohe Nachfrage von US-Staatsanleihen

Neuste Daten des US-Finanzministeriums zeigen, dass die Auslands-Nachfrage nach US-Staatsanleihen aufgrund der niedrigen Zinsen in vielen Staaten derzeit so hoch ist, wie seit sieben Jahren nicht mehr. Laut Reuters betrug das entsprechende Volumen 2019 insgesamt knapp USD 6.7 Billionen, respektive USD 425 Mrd. mehr als im Jahr zuvor. Die grössten Käufer von US-Staatsanleihen waren die Eurozone und Japan – beide mit negativen Leitzinsen. Japan hält den grössten Bestand an US-Staatsanleihen mit USD 1.2 Billionen, gefolgt von China mit USD 1.1 Billionen. Allerdings waren die Bestände in der Volksrepublik den sechsten Monat in Folge rückläufig.

Chinageschäft von Adidas bricht wegen Coronavirus ein

Adidas verbuchte im Januar im Chinageschäft einen Umsatzeinbruch von rund 85% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Seit dem chinesischen Neujahr am 25. Januar blieben viele der eigenen Geschäfte in der Volksrepublik geschlossen. Ausserhalb von China hat der weltweit zweitgrösste Sportartikelhersteller aber noch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit feststellen können. Das Ausmass der Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2020 sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zuverlässig zu quantifizieren, betonte Adidas. Investoren zeigten sich jedoch unbeeindruckt und die Adidas-Aktie legte gestern in einem positiven Markt um +2.5% zu.

Wirtschaftskalender 20. Februar
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00CHExporte (M/M)-3.4%
08:00CHImporte (M/M)+0.2%
08:00DEGfK-Konsumklimaindex+9.9
08:00DEErzeugerpreise (J/J)-0.2%
08:45FRVerbraucherpreise (J/J)+1.6%
10:30GBDetailhandelsumsätze (J/J)+0.9%
14:30USAPhilly Fed-Manufacturing Index+17.0
16:00USAFrühindikator-0.3%
16:00EZKonsumentenstimmung-8.1
Unternehmenskalender 20. Februar
LandUnternehmenPeriode
CHSwiss ReJ19
CHSyngentaJ19
DEFreseniusJ19
FRAXAJ19
FRSchneider ElectricJ19
SPTelefonicaJ19
GBLloyds Banking GroupJ19

Quelle: BondWorld.ch