LGT

LGT Navigator: Auf Rekordjagd folgt Konsolidierung

LGT Navigator: Nach den jüngsten Höchstwerten scheinen viele Anleger erstmal ihre Schäfchen ins Trockene bringen zu wollen.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


Neben dem geldpolitischen Richtungsentscheid der EZB am Donnerstag steht in dieser Woche die nun an Schwung gewinnende Unternehmensberichtssaison im Zentrum des Geschehens. Die Stimmung an den Kapitalmärkten wird auch durch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie, resp. der einerseits verschärften und andererseits gelockerten wirtschaftlichen Beschränkungen geprägt.

An der New Yorker Börse gaben die Aktienindizes nach ihren jüngst erreichten Allzeithochs nach und eröffneten die Woche mit moderaten Verlusten. Der Dow Jones Industrial schloss am Montag -0.36% tiefer bei 34’077.63 Punkten und der marktbreite S&P 500 gab um -0.53% auf 4’163.26 Zähler nach. Am stärksten waren die Gewinnmitnahmen bei den Technologiewerten spürbar. So fiel der Nasdaq 100 und der Nasdaq Composite um jeweils knapp ein Prozent zurück – der stärkste Rückgang seit fast vier Wochen. Dies jedoch, nachdem die Technologiebörse innerhalb der letzten vier Wochen um rund +9% zugelegt hatte. Die asiatischen Aktienindizes folgten mehr oder weniger den Vorgaben der Wall Street und die Futures deuten auf eine leicht niedrigere Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten hin.

Bereits zum Wochenstart stand die gerade angelaufene Unternehmensberichtssaison im Mittelpunkt. Der weltgrösste Getränkehersteller Coca-Cola konnte trotz der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie sowohl die Gewinn- als auch die Umsatzerwartungen übertreffen. Im Laufe dieser Woche stehen auch weitere Unternehmensergebnisse im Fokus. Heute legen beispielsweise Danone und Kering ihre Umsatzzahlen vor, und Netflix präsentiert seinen Gewinnausweis für das erste Quartal. In den nächsten Tagen folgen dann eine Reihe weiterer Quartalsergebnisse, u.a. von Roche (Umsatz, Mittwoch), Nestlé, Credit Suisse,SAP (Donnerstag), LafargeHolcim, Daimler oder American Express (Freitag).

Kann Apple mit neuen Produkten punkten?

Apple wird heute (ab 19.00 Uhr MESZ) an einem Online-Event neue Produkte vorstellen. Medienberichten zufolge soll dabei vor allem ein neues iPad Pro im Mittelpunkt stehen. Das iPad Pro ist auf Nutzer mit höheren Ansprüchen an Rechenleistung und Funktionen ausgerichtet und deshalb auch teurer. Während der Corona-Pandemie sind Tablets sehr gefragt, und Apple konnte im vierten Quartal 2020 den Absatz der iPads um rund +40% steigern. Vorstellen könnte Apple auch sogenannte AirTags. Das sind kleine Plättchen, die man an Gegenständen wie Schlüsseln anbringen kann, um diese schnell wiederzufinden.

Deutsche Wirtschaft im ersten Quartal ausgebremst

Der erneute Lockdown und die zum Jahreswechsel ausgelaufene Mehrwertsteuersenkung haben nach Einschätzung der Bundesbank die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2021 gebremst. Neben den wegen der Pandemie stark eingeschränkten Konsummöglichkeiten dürften auch vorgezogene Käufe der Verbraucher im zweite Halbjahr 2020 wegen der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer zum Rückschlag beim privaten Verbrauch beigetragen haben, heisst es im aktuellen Monatsbericht der deutschen Notenbank. Auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands prognostizieren einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal. Im Schnitt rechnen sie mit einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes gegenüber dem Vorquartal um -1.8%.

Japans Exporte mit kräftigstem Anstieg seit dreieinhalb Jahren

Dank einer starken Nachfrage nach Autos, Chips, Halbleiter-Ausrüstung und Kunststoffen haben sich die japanischen Ausfuhren im März vom kräftigen Rückgang im Februar erholt. Die Exporte Nippons nahmen auf Jahressicht um +16.1% zu und registrierten den stärksten Zuwachs seit November 2017. Im Vormonat waren die Ausfuhren vor dem Hintergrund des chinesischen Neujahrsfests um -4.5% gesunken. Am stärksten stiegen im März denn auch die Exporte nach China, dem wichtigsten Handelspartners Japans: +37%. Eine kräftige Zunahme verzeichneten aber auch die japanischen Ausfuhren in die EU mit einem Zuwachs von knapp +13% wie auch in die USA mit rund +5%. Statistisch gesehen ist der starke Anstieg aber auch auf die niedrige Vergleichsbasis im Vorjahr zurückzuführen, als die erste Pandemiewelle die Weltwirtschaft einbrechen liess.

Wirtschaftskalender 20. April

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Arbeitslosenrate (Februar) 5.0%
08:00 DE Erzeugerpreise (März, J/J) 1.9%

 

Unternehmenskalender 20. April

Land Unternehmen Periode
CH Sika Q1
CH Temenos Q1
FR Danone Q1 
FR Kering Q1
GB Rio Tinto Q1
USA Johnson & Johnson Q1
USA Netflix Q1
USA Travelers Q1 
USA Harley Davidson Q1
USA Procter & Gamble Q1
USA Philip Morris Q1
USA Abbott Laboratories Q1

 

Quelle: BondWorld.ch