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LGT Navigator: Aufbruch in den Börsenmonat Juni

LGT Navigator: Ohne Impulse der feiertagsbedingt geschlossenen angelsächsischen Börsenplätze verlief der Monatsabschluss in Europa gestern wie erwartet in ruhigen Bahnen.

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Neue Hinweise zur Konjunkturentwicklung werden die heute zur Veröffentlichung stehenden Einkaufsmanagerumfragen liefern.

Nachdem der EuroStoxx 50 am letzten Freitag auf den höchsten Stand seit Anfang 2008 geklettert war, verlief der Handel gestern angesichts der Feiertage in den USA (Memorial Day) und Grossbritannien (Spring Bank Holiday) ohne klare Tendenz. Zudem warten Investoren auf die heute im Laufe des Tages anstehenden Ergebnisse der monatlichen Einkaufsmanagerumfragen. Ende Woche steht dann auch die US-Arbeitsmarktstatistik im Fokus, die jeweils auch für die geldpolitische Ausrichtung der amerikanischen Zentralbank von grösster Bedeutung ist. Der europäische Leitindex schloss zu Wochenbeginn bei niedrigen Handelsvolumen -0.76% tiefer bei 4’039.46 Punkte und wies damit eine Monatsbilanz von +1.6% aus. In Asien zeigte sich heute Morgen ebenfalls keine klare Tendenz. In Tokio gibt der Nikkei 225 um -0.25% nach und der Shanghai Composite Index verliert -0.1%. Der Hang Seng-Index in Hongkong legt hingegen um +0.4% zu.

OECD zeigt sich optimistischer in ihrem Konjunkturausblick

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris erhöhte ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr von +5.6% (im März) auf +5.8%. Im nächsten Jahr rechnet die OECD mit einer Abschwächung des Wachstumstrends und stellt eine weltweite Expansion um +4.4% (bisher +4.0%) in Aussicht.

Steigende Inflationsraten in Euro-Kernländern

Vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise ist die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in Deutschland von 2.0% im Vormonat auf +2.5% gestiegen und erreichte damit den höchsten Wert seit September 2011. Seitdem die temporäre Mehrwertsteuersenkung Ende 2020 ausgelaufen ist, haben sich die Lebenshaltungskosten den fünften Monat in Folge erhöht. Die Energiepreise stiegen im Jahresvergleich um +10%.

In Italien kletterte die Inflationsrate im Mai auf das höchste Niveau seit November 2018. Auf Jahressicht ergab sich eine Teuerung von +1.3% verglichen mit +1.0% im April. Ökonomen hatten jedoch einen noch kräftigeren Preisauftrieb um +1.4% vorausgesagt.

Auch in Spanien ist die Konsumentenpreisteuerung weiter gestiegen. Im Mai betrug die Inflationsrate in der viertgrössten Volkswirtschaft der Eurozone auf Jahressicht +2.4%, verglichen mit +2.0% im April.

Wirtschaftskalender 1. Juni

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Einzelhandelsumsätze (April, J/J) +11.0%
09:00 CH BIP Q1 (Q/Q) +0.3%
09:15 SP IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 57.7
09:30 CH Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 69.6
09:45 IT IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 60.7
09:50 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 59.2
09:55 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 64.0
09:55 DE Arbeitslosenrate (Mai) 6.0%
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 62.8
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 66.1
11:00 EZ Verbraucherpreise (Mai, J/J) +1.6%
11:00 EZ Arbeitslosenrate (April) 8.1%
11:00 IT BIP Q1 (Q/Q) -0.4%
15:45 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 61.5
16:00 USA ISM Einkaufsmanagerindex Industrie (Mai) 60.7

 

Unternehmenskalender 1. Juni

Land Unternehmen Periode
USA Dell Q1
USA Zoom Video Q1

 

Quelle: BondWorld.ch