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LGT Navigator: Aussichten auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus beflügeln die globalen Börsen

LGT Navigator: An den Aktienmärkten dominiert zum Wochenbeginn Zuversicht. Investoren hoffen auf eine schnelle Belebung der Wirtschaft nach den Lockerungen der Corona-Massnahmen in zahlreichen Staaten, insbesondere auch in den USA …

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Einen weiteren Impuls lieferte US-Notenbankchef Powell, der seine jüngsten pessimistischen Aussichten etwas relativierte und die Möglichkeit einer Konjunkturerholung bereits im Sommer nicht ausschloss. Unterstützung bot den Anlegern zudem ein experimenteller Impfstoff, der vielversprechende Eigenschaften bei der Abwehr des Coronavirus zeigt.

US-Notenbankchef Jerome Powell rechnet mit einer stetigen Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr, vorausgesetzt, es gibt keine zweite Infektionswelle. Als entscheidend dafür erachtet der Fed-Vorsitzende einen Covid-19-Impfstoff. Der Erholungsprozess könne sich dann aber bis Ende nächsten Jahres hinziehen. Ein positives Zeichen setzte gestern zudem die Nachricht, wonach das amerikanische Biotechunternehmen Moderna positive Zwischenergebnisse einer Phase-I-Studie zu einem Coronavirus-Impfstoffkandidaten vorgelegt hat. Anleger reagierten erleichtert auf die Nachrichten und die globalen Aktienmärkte legten kräftig zu. In New York kletterte der S&P 500 um 3.2% und machte damit die Kursverluste der Vorwoche wett. Zuvor hatten bereits die europäischen Leitbörsen im Plus geschlossen. Die freundlichen Vorgaben beflügeln auch die asiatischen Märkte: Der Nikkei in Tokio und der Hang Seng Index in Hongkong avancieren jeweils rund 2%.

Trump droht mit Austritt aus WHO

US-Präsident Donald Trump hat unterdessen angedroht, der Weltgesundheitsorganisation WHO endgültig die finanzielle Unterstützung zu entziehen. Die USA prüfe einen Austritt aus der Organisation, twitterte er am Montagabend. Bereits vor einem Monat hat Trump die Zahlungen an die WHO eingestellt, er wirft der Organisation schwere Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Pandemie vor und unterstellt eine fehlende Unabhängigkeit von China.

EZB-Chefökonom erwartet Konjunkturerholung frühestens 2021

Nach Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane könnte es bis Ende 2021 dauern, bis die Wirtschaft der Eurozone wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht. Die EZB stehe bereit, notfalls ihre Massnahmen im Kampf gegen die Krise anzupassen. Sollte der Druck auf die Obligationenmärkte nicht den wirtschaftlichen Fundamentaldaten entsprechen, könne die EZB den Umfang oder die Dauer ihrer Anleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur anpassen, kommentierte Lane in einem Interview.

Bundesbank: Wirtschaftsausblick mit sehr hoher Unsicherheit behaftet

Die deutsche Bundesbank betonte in ihrem gestern vorgelegten Monatsbericht, dass im Zuge der Lockerungsmassnahmen auch mit einer Belebung der Wirtschaft gerechnet werden könne, jedoch bleibe die Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung derzeit hoch. Die deutsche Wirtschaft bleibe auch im zweiten Quartal fest im Griff der Corona-Krise. Der weitere Verlauf hänge sehr stark davon ab, wie gut sich die Pandemie eindämmen lasse – vor allem aber auch davon, wie sich das Konsum- und Investitionsverhalten verändere.

Kleiner Lichtblick für Schweizer Industrie

Die Corona-Pandemie hinterlässt Spuren in der Schweizer Wirtschaft. So hat sich die Geschäftslage im verarbeitenden Gewerbe im Mai weiter eingetrübt, wie die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) mitteilte. Das Barometer nähere sich den negativen Werten, die während der Finanzkrise 2009 beobachtet wurden. Allerdings gibt es einen kleinen Lichtblick, denn die Umfrageteilnehmer schätzen die Nachfrageentwicklung etwas besser ein als noch im April. Sie erwarten, dass sich die Auswirkungen der Krise leicht oder sogar deutlich abschwächen werden.

Wirtschaftskalender 19. Mai
MEZLandIndikatorLetzte Periode
06:30JPNKapazitätsauslastung-1.8
10:30GBRArbeitslosenquote4%
11:00DEZEW-Konjunkturerwartungen+25.2
14:30USABaubeginne1.216 Mio.
14:30USABaugenehmigungen1.350 Mio.
Unternehmenskalender 19. Mai
LandUnternehmenPeriode
CHSonovaQ4
JPNSony Financial HoldingQ4
USAHome DepotQ1
USAWalmartQ1

Quelle: BondWorld.ch