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LGT Navigator: Aussichtsreicher Covid-19-Impfstoff verspricht Licht am Ende des Tunnels

LGT Navigator: Die Nachricht wonach die Pharmakonzerne Pfizer und BioNTech mit ihrem Covid-19-Impfstoff eine gut 90%ige Erfolgschance nachweisen konnten, sorgte an den internationalen Börsen für ein Kursfeuerwerk und verspricht ein Licht am Ende eines sehr langen Tunnels.

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Aktien die unter der Corona-Pandemie besonders gelitten haben, wie Reise- und Tourismusfirmen oder Airlines, verzeichneten kräftige Kursgewinne, während Anleger bei Werten, die von der Krise profitierten, wie Zoom & Co, Gewinne mitnahmen. Zum Handelsstart in Europa zeichnet sich aber bereits wieder eine deutlich vorsichtigere Haltung der Anleger ab. Zudem wird die Börsenstimmung auch durch die nach wie vor ungewisse Reaktion Trumps und die juristische Auseinandersetzung um die US-Wahlen getrübt.

Der amerikanische Pharmakonzern Pfizer und das Mainzer Unternehmen Biontech veröffentlichten gestern vielversprechende Ergebnisse für einen Impfstoff gegen Covid-19. Der Impfstoff hat in breiten Tests einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor dem neuartigen Coronavirus gezeigt. Die beiden Pharmaunternehmen wollen nun voraussichtlich bereits in der nächsten Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Noch befindet sich das Prozedere aber in einem sehr frühen Stadium und es ist weiterhin viel Geduld gefragt. Neben der Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff sorgte auch nach wie vor die Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten für eine positive Grundstimmung an den Börsen.

Der Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 legten zu Wochenbeginn kräftig um +2.95% auf 29 157.97 Punkte, respektive +1.18% auf 3 550.50 Zähler zu. Ein anderes Bild zeigte sich an der Technologiebörse Nasdaq, wo einige Corona-Profiteure heftige Tagesverluste hinnehmen mussten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor am Montag -2.16% und schloss bei 11 830.39 Punkten. Während die Rally an den meisten asiatischen Aktienmärkten bereits deutlich abflachte, signalisieren auch die Futures-Märkte für Europas Börsen bereits wieder tiefere Kurse. Ein Stimmungsdämpfer ist die drohende juristische Auseinandersetzung in Washington. So betonte der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, Präsident Trump sei zu 100% im Recht, mögliche Unregelmässigkeiten bei der Stimmabgabe untersuchen zu lassen und Nachzählungen zu verlangen.

EU hofft mit Biden auf Beilegung des Handelsstreits mit den USA

Mit dem Demokraten Joe Biden im Weissen Haus hofft Brüssel, die während der Ära Trump nicht immer einfachen Beziehungen zu den USA wieder zu verbessern und den Handelsstreit mit Washington beilegen zu können. EU-Vizepräsident und Handelskommissar Valdis Dombrovskis meinte, dass die EU bereit sei, die heute in Kraft getretenen Strafzölle jederzeit zurückzuziehen, wenn auch die USA ihre Zölle aussetzten. Ein einseitiger Verzicht seitens der EU käme aber nicht in Frage. Im Zentrum des Handelsstreits zwischen der EU und den USA stehen vor allem die Staatshilfen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing, aber auch die 2018 eingeführten US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte.

Die Konjunkturperspektiven für den Euroraum haben sich laut Sentix erneut eingetrübt

Die vom deutschen Finanzmarktanalyseunternehmen Sentix monatlich befragten mehr als 1 000 Analysten zeigten sich in der jüngsten Umfrage vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie erneut pessimistischer. So fiel das Stimmungsbarometer für die Eurozone im November gegenüber Oktober um 1.7 auf minus 10.0 Punkte. Damit hat sich die Einschätzung des Konjunkturausblicks den zweiten Monat in Folge verschlechtert. Dabei schätzten die befragten Finanzexperten sowohl die aktuelle Wirtschaftslage als auch die Konjunkturerwartungen negativer ein als noch im Monat zuvor. Gestützt werde die Stimmung hingegen durch die von der EZB für Dezember in Aussicht gestellten zusätzlichen geldpolitischen Massnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen der zweiten Pandemiewelle einzudämmen, kommentierte Sentix.

Annäherung im Brexit-Poker?

Aussagen aus der britischen Regierung lassen auf einen Kompromiss bei den Verhandlungen um die künftigen Beziehungen zwischen London und Brüssel hoffen. Es gebe zwar weiterhin noch Differenzen, insbesondere beim umstrittenen Thema Fischerei-Rechte, jedoch gebe es mittlerweile auf beiden Seiten die Bereitschaft, Fortschritte zu erzielen, meinte der britische Umweltminister George Eustice.

Wirtschaftskalender 10. November
MEZLandIndikatorLetzte Periode
02:30CNVerbraucherpreise (Oktober, J/J)+1.7%
02:30CNErzeugerpreise (Oktober, J/J)-2.1%
08:00GBArbeitslosenrate (Oktober)4.5%
08:45FRIndustrieproduktion (September, J/J)-6.2%
11:00DEZEW-Erwartungsindex (November)56.1
11:00EZZEW-Erwartungsindex (November)52.3
11:00ITIndustrieproduktion (September, J/J)-0.3%

 

Unternehmenskalender 10. November
LandUnternehmenPeriode
DEAdidasQ3
DEHenkelQ3
DEDeutsche PostQ3
ITTelecom ItaliaQ3

Quelle: BondWorld.ch