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LGT Navigator: Börsen fliegen mit Rückenwind ins Monatsende

LGT Navigator: Die Aktienmärkte fanden zum Ende der letzten Woche zunächst keine einheitliche Tendenz.

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In New York konnten die Indizes am Freitag jedoch mit dem Rückenwind der Strategieanpassung der US-Notenbank weitere Gewinne verbuchen und auch in Asien startet die neue Woche respektive der letzte Tag des Monats mit einer positiven Tendenz. Teilweise erreichten die asiatischen Indizes den höchsten Stand seit 29 Monaten. Sorgen bereiten den Anlegern weiterhin die vielerorts steigenden Corona-Infektionszahlen und die damit zusammenhängenden, drohenden Einschränkungen. Offen bleibt auch nach wie vor eine Lösung im Streit um das neue Corona-Hilfspaket in den USA. Die politischen Fronten in Washington sind inmitten des Wahlkampfs verhärtet.

An der New Yorker Aktienbörse verbuchte der Dow Jones Industrial am Freitag einen Tagesgewinn von +0.57% und schloss bei 28 653.87 Punkten. Damit erzielte das Börsenbarometer ein Wochenplus von +2.6%. Der marktbreite S&P 500 stieg um +0.66% über 3 500 Punkte und erreichte einen neuen Rekordwert von 3 508.01 Zählern. Neben dem Strategiewechsel der US-Notenbank sorgten an den Aktienmärkten positive Konjunktursignale für Optimismus. Währenddessen leidet der US-Dollar weiter unter der unter dem neuen Regime noch lange anhaltenden Nullzinspolitik der Fed. In Asien knüpften die meisten Aktienindizes an die positiven Vorgaben aus den USA an und eröffneten die neue Handelswoche mit teilweise soliden Gewinnen. In Tokio steigt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um +1.6% auf 23 248.27 Zähler. Einem Bericht von Reuters zufolge soll die Investmentgruppe Berkshire Hathaway von Börsenlegende Warren Buffett in fünf führende japanischen Handelsunternehmen investiert haben.

Kaum Bewegung im Streit um US-Coronapaket

Aussagen der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zufolge sind die Demokraten in den Verhandlungen um ein neues Corona-Hilfspaket nach wie vor zu einem Kompromiss bereit, um ihre ursprünglichen Forderungen herunterzuschrauben. Die Republikaner ihrerseits müssten aber auch bereit sein, Kompromisse einzugehen, so Pelosi. Differenzen gibt es insbesondere über die Ausgestaltung des Arbeitslosengeldes zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt.

Amerikaner etwas zuversichtlicher als noch vor einem Monat

Den finalen Umfrageergebnissen der Universität von Michigan zufolge hat sich die Stimmung der amerikanischen Konsumenten im August trotz der nach wie vor hohen Covid-19-Infektionszahlen in vielen Teilen der USA stärker als erwartet verbessert. Das Verbrauchervertrauensbarometer legte dabei von 72.5 Punkten im Juli auf 74.1 Zähler im August zu. Analysten waren im Schnitt von 72.9 Punkten ausgegangen. Die befragten Privathaushalte schätzten sowohl ihre aktuelle Lage wie auch die Zukunftserwartungen optimistischer als im Monat zuvor ein. Für die US-Wirtschaft spielt der Privatkonsum eine entscheidende Rolle, trägt er doch zu rund 70% zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Trump droht US-Firmen mit Strafzöllen

US-Präsident Donald Trump drohte in seiner Rede zur Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikanischen Partei amerikanischen Unternehmen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern wollen. Nach einer erfolgreichen Wiederwahl werde er dafür sorgen, dass Unternehmen mit Strafzöllen belegt werden, sollten sie Jobs ins Ausland verlagern. Die Agenda von Joe Biden sei «Made in China», seine Agenda sei «Made in the USA», so Trump.

Erholung im Euroraum scheint voranzuschreiten

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im August gemäss den neusten Umfrageergebnissen der EU-Kommission weiter vom Corona-Schock im März und April erholt. Der Economic Sentiment Indicator stieg dabei um 5.3 auf 87.7 Punkte. Das Ergebnis war damit stärker als von Analysten mit 85.0 Zählern erwartet. Die Erholung basiert auf einer anhaltenden Verbesserung in der Industrie, im Einzelhandel und insbesondere im Dienstleistungsbereich. Unterstützt wird die Hoffnung auf eine weitere Konjunkturerholung auch durch eine optimistischere Einschätzung der Unternehmen. Der Geschäftsklimabarometer hat sich von minus 1.80 Punkten im Juli auf minus 1.33 im August verbesset.

Schweizer Wirtschaft laut KOF in Aufschwungsphase

Das Wirtschaftsbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF legte im August den dritten Monat in Folge kräftig zu und bekräftigt damit die Erwartung einer weiteren Erholung vom Einbruch nach dem «Lockdown». Das Konjunkturbarometer stieg im August um 24.2 auf 110.2 Punkte, womit der Indikator deutlich über dem langfristigen Durchschnitt liegt. Laut KOF befindet sich die Schweizer Wirtschaft in der Aufschwungsphase einer vorerst V-​förmigen Rezession.

Wirtschaftskalender 31. August
MEZLandIndikatorLetzte Periode
09:00SPVerbraucherpreise (August, J/J)-0.7%
10:00ITBIP Q2 (Q/Q)-12.4%
11:00ITVerbraucherpreise (August, J/J)+0.8%
14:00DEVerbraucherpreise (August, J/J)0.0%

 

Unternehmenskalender 3. September  
LandUnternehmenPeriode
CHKaba HoldingGesamtjahr

 

Quelle: BondWorld.ch