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LGT Navigator: Börsen schalten nach Rekordserie in den Konsolidierungsmodus

LGT Navigator: Nach der jüngsten Rekordjagd scheinen die Börsen zur Wochenmitte grösstenteils in einen Konsolidierungsmodus zu schalten und die nun eingepreisten Erwartungen abzuwarten.

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Im Zentrum steht dabei das geplante Corona-Konjunkturpaket in den USA im Umfang von USD 1.9 Billionen sowie die Hoffnung auf weitere Covid-19-Impfstoffe, die eine Eindämmung der Pandemie versprechen. In Washington machte der Senat inzwischen den Weg frei für das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Ex-Präsident Trump.

An der New Yorker Börse tendierten die Indizes nach der längsten Gewinnserie seit August 2020 gestern richtungslos. Der Dow Jones Industrial schloss praktisch unverändert gegenüber dem Vortag bei 31’375.83 Punkten (-0.03%). Der S&P 500 notierte -0.11% tiefer bei 3’911.23 Zählern und der technologielastige Nasdaq 100 beendete den Dienstag mit einem Tagesminus von -0.06% bei 13’687.09 Punkten. In Asien setzte sich heute Morgen unterdessen die Rekordserie teilweise noch fort, getrieben durch positive Unternehmensresultate amerikanischer Werte wie Twitter oder Lyft, die ihre Quartalsberichte nach Börsenschluss an der Wall Street bekannt gegeben hatten. So übertraf der MSCI-Index für asiatische Aktien (ohne Japan) das Hoch vom Januar und erreichte einen neuen Rekordstand. Besonders kräftig legten die Indizes auf dem chinesischen Festland zu. So stieg der CSI300 um rund +1.3% auf ein 13-Jahreshoch und der Shanghai Composite erreichte am letzten Handelstag vor den einwöchigen Feiertagen zum Neujahrsfest ein Fünfjahreshoch.

Noch kein echter Preisdruck in Chinas Wirtschaft erkennbar

In China zeigten die neusten Daten zu den Konsumenten- und Erzeugerpreisen kein einheitliches Bild. Während die Produzentenpreise erstmals seit einem Jahr zulegten, gingen die Verbraucherpreise überraschend zurück. Vor dem Hintergrund der Corona-Auflagen sanken die Konsumentenpreise im Januar gegenüber dem Vorjahr um -0.3%, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Im Dezember waren die Verbraucherpreise noch leicht gestiegen. Gleichzeitig erhöhten sich die Erzeugerpreise zu Jahresbeginn erstmals seit einem Jahr wieder um +0.3% zum Vorjahr, nachdem sie im Dezember noch um -0.4% gesunken waren. Insbesondere die anziehenden Ölpreise haben die Produktion verteuert.

US-Senat gibt grünes Licht für zweites Impeachment-Verfahren gegen Trump

Der Senat in Washington machte gestern den Weg frei für ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump. In einem Votum wurde das Verfahren mehrheitlich als verfassungskonform gewertet. Dabei haben sechs republikanische Senatoren mit den 50 demokratischen Senatoren dafür gestimmt. Damit können nun die Anklagevertreter und Verteidiger Trumps ab heute ihre Argumente vortragen. Im Zentrum steht dabei die Attacke der Trump-Anhänger auf das Kapitol am 6. Januar. Die Demokraten werfen Trump «Anstiftung zum Aufruhr» vor. Schlussendlich ist eine Verurteilung Trumps aber, zumindest zum aktuellen Stand, unwahrscheinlich, da sich 17 Republikaner den 50 demokratischen Senatoren bei der Verurteilung des ehemaligen Präsidenten anschliessen müssten.

OECD-Frühindikator deutet weitere Konjunkturerholung an

Der Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) signalisiert in den meisten grossen Volkswirtschaften mit einer Zunahme um +0.13% auf 99.6 Punkte eine weiterlaufende Erholung vom Coronaschock. Der Frühindikator soll laut OECD konjunkturelle Wendepunkte relativ zum Trend sechs bis neun Monate im Voraus anzeigen. Am stärksten verbesserte sich der Frühindikator für China (+0.3%) gefolgt von den USA (+0.21%). Der Indikator für den Euroraum blieb mit +0.09% bei 98.9 Punkten praktisch unverändert gegenüber dem Vormonat.

Coronakrise sorgte 2020 für kräftigen Einbruch der deutschen Exporte

Die Ausfuhren Deutschlands sind im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der durch die Corona-Pandemie unterbrochenen Lieferketten um -9.3% gegenüber 2019 auf EUR 1’204.7 Mrd. zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Es handelt sich um den stärksten Einbruch seit der Finanzkrise 2009. Die Importe verringerten sich im 2020 auf Jahressicht um -7.1% auf EUR 1’025.6 Mrd. Im laufenden Jahr dürfte nun vor allem die gestiegene Nachfrage aus China die deutsche Exportindustrie stützen. So hatten sich die vom Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut ermittelten Exporterwartungen zu Jahresbeginn deutlich verbessert.

Wirtschaftskalender 10. Februar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEVerbraucherpreise (Januar, J/J)+1.4%
08:45FRIndustrieproduktion (Dezember, M/M)-0.9%
14:30USAVerbraucherpreise (Januar, M/M)+0.4%
14:30USAVerbraucherpreise (Januar, J/J)+1.4%
14:30USAKern-Verbraucherpreise (Januar, M/M)+1.6%

 

Unternehmenskalender 10. Februar

LandUnternehmenPeriode
NLHeinekenQ4
DKVestasQ4
USACoca-ColaQ4
USAGeneral MotorsQ4

 

Quelle: BondWorld.ch