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LGT Navigator: Börsenstimmung bleibt gedämpft

LGT Navigator: An den Aktienmärkten dürfte sich die Talfahrt zum Wochenauftakt fortsetzen, nachdem die US-Notenbank an ihrer Sitzung am vergangenen Mittwoch ihren Inflations- und Zinsausblick angepasst hat.

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Die EZB verlängert unterdessen Ausnahmeregelungen für Geschäftsbanken, um sie während der Coronakrise zu unterstützen.

Die amerikanischen Aktienmärkte haben die vergangene Handelswoche klar im Minus beendet. Am Freitag büsste der S&P 500 -1.3% ein. Der Dow Jones verzeichnete den fünften Tag in Folge einen Verlust und schloss -1.6% niedriger auf dem tiefsten Stand seit Anfang April. Auch der Technologieindex Nasdaq 100 verlor -0.8%, nachdem er am Vortag mit knapp über 14 200 Punkten einen weiteren Rekord aufgestellt hatte.

Für gedämpfte Stimmung sorgten unter anderem Aussagen von James Bullard, dem Präsidenten der US-Distriktnotenbank St. Louis. Er sprach sich dafür aus, die Leitzinsen bereits 2022 anzuheben, was deutlich früher wäre, als es die US-Notenbank vergangene Woche in Aussicht gestellt hat. Zudem sorgte aber auch der grosse Verfallstag von Optionen auf Indizes und Einzelaktien am Freitag für Kursschwankungen.

Für die neue Handelswoche bleiben die Vorzeichen trüb. So sind die asiatischen Börsen tiefrot in den Montag gestartet. In Tokio büsst der Nikkei rund -3.5% ein und in Hongkong verliert der Hang Seng -1.5%. Der Shanghai Composite notiert -0.1% schwächer, nachdem die chinesische Zentralbank die Leitzinsen wie erwartet unverändert belassen hat.

Auch an der Wall Street dürfte sich die Talfahrt fortsetzen: Die Futures auf die wichtigsten Indizes signalisieren weitere Verluste am Montag.

EZB verlängert Ausnahmeregeln für Banken

Die europäischen Geschäftsbanken sollen auch weiterhin von Ausnahmeregeln profitieren können, um unbeschadet durch die Coronakrise zu kommen. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, die im vergangenen Jahr eingeführte grosszügigere Berechnung der Verschuldungsquote um weitere neun Monate weiterzuführen. Die Ausnahmeregel war ursprünglich bis Ende Juni vorgesehen. Mit der Verlängerung können die Banken auch in den kommenden Monaten bei der Berechnung der Verschuldungrate bestimmte Anpassungen vornehmen, um eine bessere Quote zu erreichen.

Britische Konsumenten wieder zurückhaltender

In Grossbritannien sind die Einzelhandelsumsätze im Mai überraschend gesunken. Gegenüber dem Vormonat wurden -1.4% weniger Umsätze gemessen, während Analysten mit einem Plus von +1.5% gerechnet hatten. Weniger umgesetzt hat vor allem die Nahrungsmittelbranche, wo die Verkäufe um -5.7% eingebrochen sind. Auf Jahressicht sieht das Bild aufgrund des Basiseffekts der Coronakrise natürlich anders aus. Gegenüber der Vorjahresperiode stiegen die britischen Retail Sales um knapp +25%.

Das Konsumverhalten der Briten werde massgebend dafür sein, wie schnell das Bruttoinlandprodukt (BIP) wieder auf das Vorkrisenniveau steige, erwartet der britische Industrieverband CBI (Confederation of British Industries). Er prognostiziert, dass sich die Wirtschaft bereits bis Ende 2021 wieder vom Rückschlag erholen könnte. Die Ökonomen rechnen demnach mit einem BIP-Wachstum von +8.2% im laufenden Jahr, gefolgt von +6.1% im kommenden Jahr. Dreh- und Angelpunkt sei dabei aber das Verbraucherverhalten.

Wirtschaftskalender 21. Juni

MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 USA Fed Chicago Nationaler Aktivitätsindex (Mai)  +0.24

 

Unternehmenskalender 23. Juni

Land Unternehmen Periode
GB GlaxoSmithKline Investor Day
NL ASML Investor Day
USA Johnson & Johnson ESG Investor Update

 

Quelle: BondWorld.ch