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LGT Navigator: Chinas Handelsvolumen steigt weiter an

LGT Navigator: Im September haben sich die chinesischen Exporte zum vierten Mal in Folge erholt, und bei den Importen zeichnet sich unerwartet ein noch rasanteres Wachstum ab, was auf eine anhaltende Erholung der Weltwirtschaft und einen stabilen Aufschwung der chinesischen Nachfrage hindeutet.

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Die Zahlen lassen vermuten, dass das Reich der Mitte in der Lage war, bei der Öffnung der anderen Länder nach dem Coronavirus-Lockdown seine Kapazität relativ schnell wieder auszulasten.

Der sprunghafte Anstieg der Importzahlen der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt von +13.2% deutet darauf hin, dass die chinesische Inlandsnachfrage weiterhin eine gewisse Basis hat. Gleichzeitig war China günstig positioniert, um die Exportwirtschaft als erstes Land schnell wieder raufzufahren, da andere Exportnationen derweil noch unter den Corona-Massnahmen litten. Es ist möglich, dass China damit seinen Marktanteil als Zulieferer der Welt weiter ausbauen konnte.

Mittlerweile überschreitet der chinesische Aktienmarkt das erste Mal seit 2015 wieder die Bewertungsschwelle von USD 10 Bio. (zum Vergleich: USA USD 38.3 Bio., Japan USD 6.2 Bio.) und ist somit wieder nahe dem Allzeithoch. Der Aktienmarkt erholte sich auch wegen des Optimismus, dass die Regierung die Region um Shenzhen in ein globales Technologiezentrum verwandeln will.

G20 diskutiert Plan für schnelle Wirtschaftserholung

Die Finanzminister der G20-Staaten und Präsidenten der Zentralbanken werden am Mittwoch unter saudischer Präsidentschaft ein virtuelles Treffen abhalten. Ziel ist es, Massnahmen für eine rasche und nachhaltige Wirtschaftserholung zu erörtern, so die saudische staatliche Nachrichtenagentur. Bei dem Treffen werden auch Aktualisierungen und die Verlängerung des G20-Aktionsplans zur Unterstützung der Weltwirtschaft während der Coronavirus-Pandemie sowie die Fortschritte bei der G20-Initiative zur Aussetzung der Schuldendienstzahlungen diskutiert.

Eine harte Zeit für Saisonalarbeiter in den USA

Als die staatlichen Massnahmen gegen das Coronavirus im vergangenen Frühjahr den US-Arbeitsmarkt empfindlich abbremsten, hoffte man auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität. Nun ist klar, dass dies nicht eingetreten ist. Die für den Einzelhandel umsatzstarke Weihnachtssaison rückt näher und offenbar ist die Zurückhaltung bei der Einstellung von neuen Saisonarbeitern gross und der Arbeitsmarkt entwickelt sich anders als üblicherweise in der Vorweihnachtszeit. Die Zahl der Saisonarbeitsplätze liegt etwa 11% unter dem Vorjahresniveau. Gründe dafür dürften vielfältig sein:  Bedenken hinsichtlich dem künftigen Umsatzverlauf, reduzierten Kapazitäten, Filialschliessungen und immer noch bestehenden Unterbrechungen von Lieferketten belasten derzeit viele Bereiche des Arbeitsmarktes im Einzelhandel. Die verarbeitende Industrie ist davon schwächer betroffen und der elektronische Handel ist in diesem Jahr aufgrund des geänderten Konsumentenverhaltens ohnehin explodiert: Während der Anteil der Saisonarbeitsplätze der Verkaufsstellen von 18% auf 10% geschrumpft ist, haben sich die temporären Stellen im Bereich «Verlad und Lagerung» auf 14% verdreifacht.

Wirtschaftskalender 13. Oktober
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBArbeitslosenrate (September)4.1%
11:00DEZEW-Erwartungsindikator (Oktober)77.4
11:00DEZEW-Aktuelle Situation-Indikator (Oktober)-66.2
11:00EZZEW-Erwartungsindikator (Oktober)73.9
14:30USAVerbraucherpreise (September, M/M)+0.4%
14:30USAVerbraucherpreise (September, J/J)+1.3%
14:30USAKern-Verbraucherpreise (September, J/J)+1.7%

 

Unternehmenskalender 13. Oktober
LandUnternehmenPeriode
USAJPMorgan ChaseQ3
USACitigroup Q3
USAJohnson & JohnsonQ3

 

Quelle: BondWorld.ch