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LGT Navigator: Corona-Gegenwart trübt hoffnungsvollen Blick in die Zukunft

LGT Navigator: Neue Daten zum Covid-19-Impfstoff von Pfizer/BioNTech bekräftigen die Hoffnungen der Anleger auf ein absehbares Ende des Krisenmodus, jedoch sorgt die angespannte Pandemielage in der Gegenwart nach wie vor für hohe Unsicherheit.

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Währenddessen hält Präsident Trump weiter an der Macht fest und versucht mit juristischen Schachzügen das Wahlergebnis zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Der US-Pharmagigant Pfizer und das deutsche Partnerunternehmen BioNTech legten gestern nochmals neue Daten nach Abschluss der letzten Analysen bei der Erprobung ihres Impfstoffes vor. Demnach soll der Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von bis zu 95% haben und über alle Altersgruppen hinweg ähnlich gut schützen. Für die Notfallzulassung in den USA sei die notwendige Sicherheit des Impfstoffes gewährleistet. Schlussendlich konnten die vielversprechenden Nachrichten aber die Sorge um die weitere Pandemieentwicklung nicht wettmachen. So werden beispielsweise in New York angesichts stark steigender Covid-19-Fallzahlen wieder die Schulen geschlossen. Gleichzeitig hält auch der anhaltende Machtpoker in Washington die Anleger in Schach. Ob die vom noch amtierenden Präsidenten Donald Trump angestrengte Nachzählung in Wisconsin oder die Klage in Pennsylvania das Wahlergebnis noch massgebend beeinflussen können, scheint auch angesichts des Zeitdrucks höchst unwahrscheinlich.

An den US-Börsen sorgten die positiven Nachrichten zum Corona-Impfstoff zunächst für gute Stimmung, jedoch gaben die Indizes zum Handelsschluss deutlich nach. Der Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 schlossen beide um -1.16% tiefer bei 29 438.42 Punkten, resp. 3 567.79 Zählern. In Asien war heute Morgen kein einheitlicher Trend feststellbar. Während die Kurse in Japan und Hongkong fielen, lagen die Indizes in China und Australien moderat im Plus. Für die europäischen Aktienmärkte deuten die Futures auf einen leicht negativen Börsenstart hin.

Tiefe Zinsen stützen Bautätigkeit in den USA auch in der Krise

In den USA wurden im Oktober mehr neue Eigenheime gebaut als erwartet. Die Neubautätigkeit ist im Oktober um +4.9% gestiegen, während Analysten mit einem Plus von +2.5% gerechnet hatten. Zudem war die Zunahme der Baustarts im September revidierten Angaben zufolge mit +6.3% deutlich stärker als zunächst mit +1.9% berechnet. Die für die zukünftige Bautätigkeit aussagekräftigen Baugenehmigungen blieben hingegen im Oktober unverändert. Dies nach einem kräftigen Anstieg im September um +4.7%. Gestützt wird die Nachfrage nach Wohnimmobilien inmitten der Coronakrise vor allem durch die rekordtiefen Leitzinsen, die auch für geringere Hypothekarzinsen sorgen.

Solide Auftragslage in der deutschen Industrie

Die deutsche Industrie konnte im September +1% mehr Bestellungen als im Vormonat notieren und scheint mit Aufträgen für die nächste Zeit gut abgesichert zu sein. So reichen die Aufträge per September für bis zu 6.4 Monate, was heisst, dass die Unternehmen selbst bei einem Auftragsstopp noch gut ein halbes Jahr Arbeit haben. Besonders gut gefüllt sind die Auftragsbücher bei den Herstellern von Investitionsgütern, die einen Auftragsbestand von 9.2 Monaten in den Büchern haben. Bei den Herstellern von Konsumgütern reichen die Aufträge hingegen nur für 2.5 Monate.

Inflationsdruck in Grossbritannien leicht gestiegen

Im Vereinigten Königreich haben sich die Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vorjahr um +0.7% erhöht, wie das Statistikamt ONS meldete. Verantwortlich für den Preisauftrieb waren höhere Kosten für Nahrungsmittel, Bekleidung und Transport. Im September hatte die Jahresinflationsrate noch +0.5% betragen und im August lediglich +0.2%. Die Kernrate, also ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise, stieg ebenfalls leicht an von +1.3% auf +1.5%.

Britische Regierung stellt milliardenschweres Investitionsprogramm in Aussicht

Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson will mit umfangreichen Investitionen die Wirtschaft verstärkt auf Nachhaltigkeit ausrichten sowie Innovationen und dem Umweltschutz stärkere Beachtung schenken. Bis 2050 soll Grossbritannien damit klimaneutral werden. Dafür will die Regierung bis 2030 rund GBP 12 Mrd. (EUR 13.5 Mrd.) bereitstellen. Im Fokus stehen sollen die Förderung innovativer Technologien oder Investitionen in die Elektromobilität. Damit sollen auch bis zu 250 000 neue Jobs geschaffen werden.

Wirtschaftskalender 19. November
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00CHExporte (Oktober, M/M)-2.1%
08:00CHImporte (Oktober, M/M)+2.1%
14:30USAPhilly Fed Industrieindikator (November)32.3
16:00USAFrühindikator (Oktober, M/M)+0.7%
16:00USAAbstatz bestehender Häuser (Oktober, M/M)+9.4%

 

Unternehmenskalender 24. November
LandUnternehmenPeriode
GBCompass J
IRMedtronicQ2

 

Quelle: BondWorld.ch