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LGT Navigator: Corona-Pandemie hat die USA fest im Griff

LGT Navigator: Die US-Notenbank (Fed) bekräftigte ihren expansiven geldpolitischen Kurs inmitten der sich noch zuspitzenden Corona-Krise in den USA …

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Die Fed sieht zudem erste Anzeichen, dass die wirtschaftliche Dynamik nach einer kurzen Erholungsphase bereits wieder nachlässt. Vor diesem Hintergrund behielt die Fed ihren Leitzins bei nahe null und hält sich die Option offen, ihre Notkredite weiter auszuweiten.

Fed-Chef Jerome Powell warnte nochmals eindringlich vor schweren Folgen der Corona-Krise für die US-Wirtschaft und bekräftigte, mit allen zur Verfügung stehenden Massnahmen eine Konjunkturerholung zu unterstützen. Damit hält sich die Fed die Türe für weitere Aktionen offen. Der Leitzins der Fed blieb wie erwartet unverändert bei 0.00 bis 0.25 Prozent, und der Beschluss fiel im geldpolitischen Rat (FOMC) einstimmig. Die Fed werde zudem ihre Anleihenkäufe im gegenwärtigen Umfang von USD 80 Mrd. und USD 40 Mrd. an Hypothekenpapieren pro Monat fortsetzen oder falls notwendig auch erhöhen. Im Ausblick meinte Fed-Präsident Powell, dass die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft stark vom Verlauf der Pandemie abhängig sein werde. Mittelfristig bestünden durch die Krise erhebliche Risiken und der Arbeitsmarkt und die Inflation dürften in naher Zukunft stark belastet werden.

Corona-Pandemie hat die USA fest im Griff

Mittlerweile zählen die USA rund 4.4 Mio. Covid-19-Infektionen und 150 000 Todesfälle, so viele wie nirgendwo anders auf der Welt Die steigenden Infektionszahlen und die teilweise wieder etablierten Gegenmassnahmen belasten auch zunehmend die Stimmung der Konsumenten, was die erhoffte Konjunkturerholung gefährdet. Um die Wirtschaft aus der Krise zu führen, ringen in Washington die Republikaner und Demokraten im Kongress um ein neuerliches Hilfspaket über mindestens eine Billion US-Dollar.

An der Wall Street reagierten Anleger auf den geldpolitischen Entscheid der US-Notenbank positiv und der Dow Jones Industrial legte um +0.61% auf 26 539.57 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann gar +1.25% und schloss bei 3 258.44 Zählern, während der Nasdaq 100 bei 10 662.98 Punkten mit einem Plus von +1.24% aus dem Tagesgeschäft ging. Die Börse in Tokio zeigte sich heute zunächst uneinheitlich. Der Nikkei-Index notiert kurz vor Schluss bei 22 367.90 Punkten, ein moderates Minus von -0.13%. Im Fokus stehen heute die vorläufigen Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung in den USA. Ökonomen prognostizieren für das zweite Quartal einen Einbruch von annualisiert rund -34% zum Vorquartal.

Apple bleibt Guidance schuldig

Der iPhone-Hersteller meldete gestern stagnierende Einnahmen und sieht sich aufgrund der hohen Unsicherheiten inmitten der Corona-Krise nicht in der Lage einen konkreten Ausblick zu liefern. In dem Ende Juni beendeten dritten Quartal habe sich das Gewinnwachstum verlangsamt und Angebot und Nachfrage seien stark durch die Pandemie-Massnahmen beeinträchtigt worden. Trotzdem konnte Apple den Umsatz leicht von USD 58.0 Mrd. auf USD 58.3 Mrd. steigern (Marktkonsens USD 54.5 Mrd.) und mit einem Gewinn je Aktie von USD 2.55 die Erwartungen von USD 2.27 klar übertreffen. CEO Tim Cook äusserte sich grundsätzlich optimistisch im Hinblick auf eine weltweite Erholung von der Covid-19-Pandemie. Die Apple-Aktie gab jedoch nach Börsenschluss um mehr als -2% nach.

Deutsche Wirtschaft dank Lockerungen mit Rückenwind

Nach Einschätzung des Berliner Wirtschaftsforschungsinstituts DIW scheint sich die deutsche Wirtschaft von dem massiven Einbruch in der Corona-Krise zu erholen und könnte bereits im dritte Quartal dank der Lockerungen der Beschränkungen wieder ein Wachstum von rund +3% ausweisen. Die Zeichen stünden eindeutig auf Erholung, doch trotz nun wieder kräftiger Zuwächse werde es wohl zwei Jahre dauern, bis der historische Einbruch vom Frühjahr wettgemacht sei, kommentierte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen.

Japans Rating-Ausblick gesenkt

Die Rating-Agentur Fitch hat vor dem Hintergrund der Corona-Krise den Ausblick für Japan von «stabil» auf «negativ» gesenkt. Das Kredit-Rating wurde jedoch mit «A» unverändert belassen. Laut Fitch sei eine Erholung der Wirtschaft frühestens Ende 2021 zu erwarten.

Wirtschaftskalender 30. Juli
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEBIP Q2 (Q/Q)-2.2%

Unternehmenskalender 30. Juli
LandUnternehmenPeriode
CHCredit SuisseH1
CHHolcimH1
CHNestléH1
CHClariantH1
CHBucher IndustriesH1
DEFreseniusQ2
DEVolkswagenQ2
FRDanoneH1
FRAir LiquideH1
FRTotalH1
FRL’OréalH1
FRVeoliaH1
NLRoyal Dutch ShellH1
BEAnheuser-Busch InbevH1
ITEniH1
SPTelefonicaH1
GBLloyds BankingH1
GBRSA InsuranceH1
USAAppleQ3
USAGilead SciencesQ2
USAProcter & GambleQ4

 

Quelle: BondWorld.ch