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LGT Navigator: Das Potenzial des Coronavirus bleibt der grosse Unsicherheitsfaktor

LGT Navigator: Die Angst vor einer weltweiten und schlussendlich unkontrollierten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sorgt an den Kapitalmärkten nach wie vor für Nervosität und bröckelnde Kurse….

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So eröffneten die Börsen in Asien zum Wochenstart mehrheitlich mit Verlusten, jedoch blieben Japans Märkte wegen eines Feiertags geschlossen. Während in den USA die Unternehmensberichtssaison zu Ende geht, stehen in Europa in dieser Woche weitere gewichtige Firmenergebnisse im Zentrum des Anlegerinteresses: Am Mittwoch Adecco und Danone, am Donnerstag Bayer und Holcim sowie am Freitag Swiss Life, BASF oder Münchener Rück.

Coronavirus ungewisse Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Eine steigende Anzahl Infektionen und Todesfälle in Italien, Südkorea und dem Nahen Osten sowie ein neuerlich sprunghafter Anstieg der Todesfälle in China beunruhigt die Anleger zunehmend. In vielen Gegenden in Norditalien steht das öffentliche Leben praktisch still. In der Lombardei wurden zehn Gemeinden zu Sperrzonen erklärt, die nahe am Finanzzentrums Mailands, der zweitgrössten Stadt Italiens, liegen.

Wegen der Coronavirus-Epidemie geht Chinas Regierung inzwischen  von einem deutlichen Rückgang des Import- und Exportwachstums in den ersten beiden Monaten des Jahres aus. Das chinesische Handelsministerium prüft derzeit, welche Massnahmen geeignet sind, um Unternehmen zu unterstützen, die wegen der Virus-Krise ihre Produktion stoppen oder ihre Geschäfte schliessen mussten. Dennoch muss angesichts der negativen Effekte im ersten Quartal mit einem deutlich schwächeren Wachstum der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft gerechnet werden.

Sanders etabliert sich als Topkandidat der US-Demokraten

Bei den Vorwahlen der Demokraten im Bundesstaat Nevada liess Bernie Sanders, der Spitzenkandidat des linken Flügels, die parteiinterne Konkurrenz weit hinter sich und hat sich damit die Führungsposition gesichert. Sanders hat mit 46% mehr als doppelt so viel Stimmen wie der nächstfolgende Kandidat, der frühere Vizepräsident Joe Biden (19.6%), erhalten. Dahinter folgten Pete Buttigieg (15.3%), Elizabeth Warren (10.1%), Amy Klobuchar (4.8%) und Tom Steyer (4.2%).

Bewegung im US-chinesischen Handelskonflikt

Neben all den Negativschlagzeilen kommen aus China aber auch positive Neuigkeiten in Sachen Handelskonflikt. So wird Chinas Regierung ab dem 28. Februar insgesamt Strafzölle auf eine Reihe von US-Importen, u.a. Flugzeugteile und medizinische Ausrüstung, fallenlassen. Im Rahmen des «Phase-1»-Abkommens hatte sich Peking dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren zusätzliche Güter und Dienstleistungen aus den USA im Umfang von USD 200 Mrd. zu beziehen. Ob die Belastung der chinesischen Wirtschaft durch die Coronavirus-Epidemie diese Abmachung gefährdet, muss sich zeigen.

Überraschendes Schwächesignal der US-Wirtschaft

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für Privatwirtschaft in den USA fiel im Februar unerwartet stark von 53.3 Punkten im Vormonat auf 49.6 Zähler und damit  auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2013 zurück. Insbesondere im bisher soliden Dienstleistungsgewerbe fiel der PMI überraschend von 53.4 auf 49.4 Punkte und laut IHS Markit erstmals seit den «Government-Shutdowns» von 2013 unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Unternehmensstimmung im Euroraum hellt sich trotz der Coronavirus-Krise leicht auf

Der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex für Privatwirtschaft in der Eurozone hat sich im Februar um 0.3 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 51.6 Zähler verbessert, wie das Londoner Institut IHS Markit mitteilte. Damit erreichte der PMI das beste Ergebnis seit sechs Monaten. Analysten hatten angesichts der zu befürchtenden negativen Auswirkungen durch die Virus-Krise mit einer Eintrübung auf 51.0 Punkte gerechnet. Dabei hat sich vor allem der Industrie-PMI kräftig von 47.9 im Vormonat auf 49.1 Punkte erholt. Die Wirtschaft der Eurozone habe im Februar wieder leicht an Dynamik gewonnen, obwohl zahlreiche Unternehmen wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus mit Lieferschwierigkeiten oder Reiseeinschränkungen konfrontiert sind.

Leicht höhere Inflation in den Euroländern

Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in der Eurozone hat sich im Januar auf Jahressicht von +1.3% auf +1.4% erhöht. Trotz des Anstiegs zu Jahresbeginn bleibt die Inflationsrate weiter deutlich unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent. Die Kernteuerung blieb ohne Berücksichtigung der Energiepreise mit +1.1% unverändert gegenüber dem Vormonat.

Wirtschaftskalender 24. Februar
MEZLandIndikatorLetzte Periode
10:00DEIfo-Geschäftsklimaindex95.9
10:00DEIfo-Erwartungsindex92.9
10:00DEIfo-Beurteilung der gegenwärtigen Situation99.1
14:30USChicago Fed Nationaler-Aktivitätsindex-0.35
Unternehmenskalender 25. Februar
LandUnternehmenPeriode
USHome DepotQ4

Quelle: BondWorld.ch