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LGT Navigator: Drahtseilakt – zwischen «Lockerungs»-Optimismus und Zukunftsangst

LGT Navigator: Die Zuversicht der Investoren hinsichtlich der breiten Lockerung der Lockkerungs-Massnahmen in Europa und teilweise auch in den USA konnte sich zu Wochenbeginn nicht halten …

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Angesichts der durch die Aufhebung des «Lockdowns» erhöhten Risiken einer erneuten Virus-Ausbreitung, resp. einer zweiten Welle, und der nach wie vor tristen Realität einer bevorstehenden Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit hielten sich die Anleger wieder verstärkt zurück.

Drahtseilakt – zwischen «Lockerungs»-Optimismus und Zukunftsangst

Dementsprechend präsentierten sich die Aktienindizes an der New Yorker Börse zu Wochenbeginn ohne klare Richtung. Einen positiven Impuls lieferte die Ankündigung des besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaats New York, Ende dieser Woche den «Lockdown» schrittweise wieder zu lockern. Der Dow Jones Industrial schloss mit -0.45% leicht tiefer bei 24 221.99 Punkten. In Asien setzte sich die uneinheitliche Linie fort und die Börsenstimmung war geprägt von der Sorge einer möglichen zweiten Infektionswelle. Hintergrund der Besorgnis sind erneut aufgetretene Infektionsfälle in der chinesischen Stadt Wuhan und Südkorea sowie weiterhin stark steigende Zahlen neu infizierter Personen in Russland. Die Börse in Tokio notiert am Dienstag praktisch unverändert bei 20 425 Punkten (+0.2%).

Vorsichtige Lockerungsschritte im Corona-Hotspot New York

Gouverneur Andrew Cuomo kündigte gestern vorsichtige Schritte an, den «Lockdown» in dem von der Corona-Pandemie stark betroffenen US-Bundesstaat New York zu lockern. Ab Freitag sollen die Beschränkungen unter bestimmten Bedingungen teilweise wieder aufgehoben werden. Aktuell würden aber lediglich drei ländliche Regionen im Norden des Bundesstaates diese Bedingungen erfüllen, erklärte Cuomo. Die Metropole New York mit rund 8.5 Mio. Einwohnern – also rund der Hälfte des Bundesstaates – erfüllt die Bedingungen laut Cuomo derzeit noch nicht. Im New Yorker Bundesstaat beträgt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen fast 330 000 und mehr als 26 000 Menschen sind an der Krankheit gestorben. Die effektiven Zahlen könnten nach Einschätzung der New Yorker Gesundheitsbehörde noch höher liegen. Die Nicht-Erfassung mutmaßlicher Corona-Todesopfer könnte den Experten zufolge unter anderem an Erkrankten liegen, die fälschlicherweise negativ getestet wurden, ausserhalb ärztlicher Kontrolle starben oder deren Tod bislang nicht mit Covid-19 in Verbindung gebracht wurde. Inzwischen soll sich aber die Zahl der Neuinfektionen auf rund 160 Personen pro Tag verlangsamt haben.

Japan erwägt weitere Wirtschaftshilfen

Die japanische Regierung will mit einem weiteren Rettungspaket die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abfedern. Das neue Hilfsprogram soll vor allem Unternehmen und Arbeitnehmer entlasten. Bereits im April hatte Japans Regierung ein Konjunkturpaket über USD 1.1 Billionen beschlossen. In Japan wurde unterdessen der Ausnahmezustand bis Ende Mai verlängert und der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt droht eine tiefe Rezession.

Drastischer Einbruch in Italiens Industrie

Wie schwer Italiens Wirtschaft von der Corona-Krise getroffen wird, zeigten neuste Daten zur Industrieproduktion. So ist die Produktion im März vor dem Hintergrund der harten Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen, insbesondere im wirtschaftlichen starken Norden des Landes. Im Vergleich zum Vormonat ging die Produktion um -28.4% zurück, womit der Einbruch noch stärker ausfiel als von Ökonomen mit -20% befürchtet. Auf Jahressicht produzierte die drittgrösste Wirtschaft im Euroraum -29.3% weniger (Konsens -18.3%).

Wirtschaftskalender 12. Mai
MEZLandIndikatorLetzte Periode
03:30CNVerbraucherpreise (J/J)+4.3%
03:30CNErzeugerpreise (J/J)-1.5%
08:30FRGeschäftsklimaindex50.74
14:30USAVerbraucherpreise (M/M)-0.4%
14:30USAVerbraucherpreise (J/J)+1.5%
14:30USAKern-Verbraucherpreise (J/J)+2.1%
Unternehmenskalender 12. Mai
LandUnternehmenPeriode
CHSwiss LifeQ1
CHDufryQ1
CHLogitechQ1
DEAllianzQ1
DEE.ONQ1
DEDeutsche PostQ1
FRGDF SuezQ1
GBVodafoneQ1
USADuke EnergyQ1

Quelle: BondWorld.ch