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LGT Navigator: Entschärfte Inflationssorgen und gefragte Techwerte sorgen für Auftrieb an den Börsen

LGT Navigator: Trotz fehlender neuer Impulse von Seiten der Konjunktur- oder Unternehmenszahlen und der feiertagsbedingten Abwesenheit vieler europäischer Handelsplätze starteten die Aktienindizes an der Wall Street am Montag, angeführt durch Technologietitel, positiv in die neue Woche.

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Kommentare verschiedener US-Notenbankvertreter, wonach mit einem nur vorübergehenden Preisdruck durch die Erholung der US-Wirtschaft zu rechnen sei, stützten die Stimmung an den Börsen.

An der New Yorker Börse legten die Indizes vor allem auch dank gesuchten Technologiewerten (z.B. Microsoft +2.28%) am Montag zu, und auch in Asien folgten die Aktienmärkte den positiven Vorgaben. Der Dow Jones Industrial stieg zu Wochenbeginn um +0.54% auf 34’393.98 Punkte und der marktbreite S&P 500 notierte knapp ein Prozent höher bei 4’197.05 Zählern. Am stärksten legte die Nasdaq zu: Der Nasdaq 100 kletterte um +1.72% auf 13’641.75 Punkte. In Europa erzielte der EuroStoxx 50 am Pfingstmontag bei sehr dünnem Handelsvolumen einen Tagesgewinn von +0.24% und schloss bei 4’035.58 Punkten. Mit Spannung werden heute die Ergebnisse der monatlichen Unternehmensumfrage des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo erwartet.

Aussagen von Fed-Spitzenvertretern wie James Bullard, Lael Brainard oder Raphael Bostic gingen in die Richtung, dass zwar kurzfristig aufgrund von Versorgungsengpässen in den kommenden Monaten mit einem erhöhten Inflationsdruck zu rechnen sei, dies aber nur vorübergehend sein dürfte. Die Rendite des zehnjährigen Benchmark-Treasury notiert bei 1.60% nahe einem Zweiwochentief.

Die entschärften Inflationssorgen trieben auch in Asien die Börsenindizes nach oben. In Tokio registriert der Nikkei 225-Index ein Tagesplus von +0.6% und in China legt der Blue-Chip-Index CSI 300 um +2.6% zu. Der Shanghai Composite notiert +2% höher und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang März. In Hongkong steigt der Hang Seng-Index um +1.4%.

EZB-Chefin Lagarde bestätigt Notenbankpolitik

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte bis auf Weiteres an ihrer ultraexpansiven Geldpolitik festhalten. Es sei viel zu früh und unnötig, über langfristige Entwicklungen zu diskutieren, erklärte EZB-Chefin Christine Lagarde auf die Frage, ob die Zentralbank über eine Reduzierung der Anleihenkäufe nachdenke. An der Pressekonferenz nach dem Treffen der Eurogruppe in Lissabon bekräftigte Lagarde zudem, dass sie den Anstieg der Inflation in der Eurozone für vorübergehend halte. Wie in den USA haben die Konsumentenpreise auch in der Eurozone angezogen, allerdings weniger stark. So ist die jährliche Inflationsrate im April um +1.6% gestiegen, nach +1.3% im März und +0.9% im Februar. Damit liegt sie aber immer noch unter dem angepeilten Notenbankziel von knapp 2%. Mehr Aufschluss über den weiteren geldpolitischen Kurs versprechen sich Anleger am 10. Juni, wenn sich die EZB zur nächsten Zinssitzung trifft.

Konjunkturaussichten für die Eurozone hellen sich auf

Die Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen und die Fortschritte bei den Impfungen verleihen der europäischen Wirtschaft neuen Schwung. So hat sich die Wirtschaftsdynamik im Währungsraum im Mai so stark beschleunigt wie seit Februar 2018 nicht mehr. Das lässt sich am Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsinstituts Markit ablesen, der gegenüber dem Vormonat um 3.1 Punkte auf 56.9 geklettert ist. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 55.1 Punkte gerechnet, wobei ein Wert über 50 Wachstum signalisiert. Der Index berücksichtigt dabei die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe sowie im Dienstleistungssektor. Ein Blick auf die Sub-Komponenten zeigt, dass sich insbesondere die Stimmung in der Servicebranche verbessert hat, die besonders stark unter den Folgen der Corona-Pandemie gelitten hat. Etwas eingetrübt hat sich dagegen die Situation in der Industrie. Ursache dafür seien Engpässe in den Zulieferketten, die zu einer Verlängerung der Lieferzeiten führen würden, erklärte Chris Williamson, Chefökonom von Markit. Der Produktionsrückstand im Verhältnis zur Nachfrage sei derzeit so hoch wie noch nie in der 23-jährigen Umfragegeschichte; das führe zu steigenden Einkaufspreisen für Waren und Dienstleistungen, was das Ungleichgewicht noch verschärfe, führte Williamson aus.

EU-Wirtschafts- und Finanzminister rechnen mit kräftiger Wirtschaftserholung

Dank der Fortschritte in den Impfkampagnen und der damit einhergehenden Aufhebung vieler Pandemie-Beschränkungen gehen die Wirtschafts- und Finanzminister der EU von einer positiven Wirkung auf die Wirtschaftsentwicklung aus. Auf dem Ecofin-Ministertreffen in Lissabon wurde betont, dass anhaltende Investitionen auf Basis der nationalen Aufbaupläne notwendig seien, um eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft sicherzustellen.

Wirtschaftskalender 25. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 DE Ifo-Geschäftsklimaindex (Mai) 96.8
15:00 USA S&P/Case-Shiller-Häuserpreisindex (März, J/J) +11.9%
16:00 USA Verbrauchervertrauen (Mai) +121.7
16:00 USA Verkauf neuer Häuser (April, M/M) +20.7%

 

Unternehmenskalender 26. Mai

 

Land Unternehmen Periode
GB Marks & Spencer Q1
USA Nvidia Q1

 

Quelle: BondWorld.ch