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LGT Navigator: Fortgesetzte Risikoadjustierung an den Börsen

LGT Navigator: An den Börsenplätzen hält die negative Stimmung an und die Neubewertung der Risiken hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie sorgt für anhaltenden Druck auf die Aktiennotierungen weltweit…..

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In Asien mussten die meisten Indizes heute infolge eines erneuten Ausverkaufs an der Wall Street weitere Verluste hinnehmen, während sich die Coronavirus-Infektionen weiter ausbreiteten.

Risikoadjustierung an den Börsen

Das neuartige Coronavirus «Covid-19» breitet sich in immer mehr Ländern ausserhalb Chinas aus. In Asien steht dabei vor allem Südkorea im Fokus, wo es mittlerweile mehr als 1000 Fälle gibt. In Europa ist bisher Italien am stärksten betroffen. Neu gibt es auch Infektionen in Südamerika. An den Kapitalmärkten stehen insbesondere die schwer abschätzbaren wirtschaftlichen Schäden im Vordergrund. Eine Reihe von Frühindikatoren für Chinas Wirtschaft hat bereits bestätigt, dass die Epidemie die Produktion und den Konsum stark beeinträchtigt hat. Ins Spiel kommen nun auch Spekulationen auf eine frühzeitige weitere Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). Die Fed-Spitze trifft sich am 18. März zum nächsten regulären Zinsentscheid.

Amerikaner bleiben (noch) zuversichtlich

In den USA bleibt die Stimmung der Konsumenten weiterhin solide. Wie die neusten Umfrageergebnisse des New Yorker Konjunkturforschungsinstituts The Conference Board zeigten, verbesserte sich das monatlich erstellte Verbrauchervertrauensbarometer im Februar sogar auf 130.7 Punkte; dies jedoch von einem nach unten revidierten Vormonatswert von 130.4 Zählern (erste Berechnung 131.6). Die befragten Privathaushalte schätzten ihre aktuelle Lage zwar ungünstiger ein als zuletzt, blicken aber optimistischer in die Zukunft. Da es in den USA bisher noch keine Ausbreitung des Coronavirus gab, scheint dieser Unsicherheitsfaktor noch keine gewichtige Rolle bei der Beurteilung der Konsumenten gespielt zu haben.

Coronavirus könnte Italiens Wirtschaft in die Rezession drücken

Italien könnte nach Ansicht verschiedener Ökonomen durch den Ausbruch des Coronavirus erneut in eine Rezession rutschen. Die drittgrösste Volkswirtschaft in der Eurozone könnte im ersten Quartal 2020 zwischen einem halben und einem Prozent schrumpfen, nachdem das BIP bereits im Schlussquartal 2019 um -0.3% zum Vorquartal zurückgegangen war. Die rigorosen Quarantänemassnahmen der italienischen Regierung in Norditalien dürften nicht nur Spuren im Konsum und im Tourismus hinterlassen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Lieferketten der Unternehmen haben.

Coronavirus sorgt auch für Gegenwind in Deutschlands Wirtschaft

Auch in Deutschland schwindet angesichts der Coronavirus-Krise die Hoffnung auf eine rasche Konjunkturerholung. Da das deutsche Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2019 im Vergleich zum Vorquartal bereits stagnierte, startete Europas grösste Volkswirtschaft ohne Rückenwind ins laufende Jahr und könnte nun durch die Unsicherheiten oder eventuelle Gegenmassnahmen im Kampf gegen das Virus noch mehr geschwächt werden. Wie das Statistische Bundesamt gestern berichtete, verlor insbesondere der Privatkonsum im vierten Quartal 2019 bereits deutlich an Dynamik. Im Gesamtjahr wuchs die deutsche Wirtschaft um lediglich +0.6% – das schwächste Wachstum seit 2013. Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnen unter anderen die Automobil-, Elektro- und Pharmabranche wegen der Virus-Krise in nächster Zukunft mit Engpässen bei Lieferungen aus Asien.

Indien bestellt US-Rüstungsgüter für drei Milliarden Dollar

Anlässlich des Staatsbesuchs von US-Präsident Donald Trump in Indien unterzeichnete der indische Ministerpräsident Narendra Modi eine Absichtserklärung für den Erwerb militärischer Güter wie Hubschrauber oder Raketen im Volumen von USD 3 Mrd. Die beiden Staaten bemühen sich zudem um ein Handelsabkommen, das wesentlich umfangreicher als ursprünglich geplant ausfallen soll.

Wirtschaftskalender 26. Februar
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:45FRKonsumentenstimmung104.0
Unternehmenskalender 26. Februar
LandUnternehmenPeriode
CHAdeccoJ19
CHGeorg FischerJ19
FRDanoneJ19
GBRio TintoJ19
USMarriott InternationalQ4

Quelle: BondWorld.ch