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LGT Navigator: G20 plädieren für stärkere Zusammenarbeit in der Coronakrise

LGT Navigator: An den Kapitalmärkten dominiert weiterhin die Corona-Pandemie das Geschehen.

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Dank den Gegenmassnahmen scheint sich in einigen Ländern zumindest eine Verlangsamung der Infektionszahlen einzustellen, so dass auch auf eine Lockerung der teilweisen «Lockdowns» gehofft werden kann.

Die Hoffnungen beruhen nun hauptsächlich auf der schnellen Einführung von Impfungen gegen Covid-19. Auch am G20-Treffen am Wochenende stand die Coronakrise im Fokus. Diese Woche wird insbesondere durch den «Thanksgiving»-Feiertag in den USA sowie den Supereinkaufstag am «Black Friday« gekennzeichnet sein.

Die Regierungen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer und Präsidenten internationaler Organisationen wie des Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der Weltbank haben sich am Samstag und Sonntag per Videokonferenz unter dem Vorsitz Saudi-Arabiens über die derzeitige Weltlage ausgetauscht. Im Zentrum stand auch hier die globale Coronakrise und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Während sich praktisch alle G20-Länder auf eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen Corona einschworen, wohnte US-Präsident Donald Trump nur einem Teil der Diskussionen bei. Währenddessen stieg in den USA die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen über die Marke von 12 Millionen und es werden mehr als 255 000 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Während die Corona-Pandemie weiterhin in einigen Erdteilen für stark steigende Fall- und Todeszahlen sowie wirtschaftliche Restriktionen sorgt, läuft die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffes auf Hochtouren. Am Freitag kündigten der US-Pharmariese Pfizer und sein deutscher Parnter BioNTech an, dass sie bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt haben und entsprechende Anträge auf eine Zulassung für Europa und weitere Regionen in Vorbereitung seien.

An der Wall Street gaben die Indizes zum Schluss der vergangenen Woche nach. Der Dow Jones Industrial schloss -0.75% tiefer bei 29 263.48 Punkten und der S&P 500 fiel um -0.68% auf 3 557.54 Punkte. In Asien eröffneten die meisten Aktienindizes die neue Woche mit leichten Gewinnen. In Tokio blieb die Börse aber wegen eines Feiertags geschlossen. Diese Woche wird vor allem auch vom «Thanksgiving»-Feiertag in den USA sowie dem Startschuss in die Weihnachtssaison mit dem  für die Retail-Branche äusserst wichtigen «Black Friday» geprägt sein.

US-Notenbank gibt im Streit um Corona-Hilfen nach

Im Streit um die Verwendung von nicht benutzten Corona-Hilfsgeldern der US-Notenbank mit dem US-Finanzministerium hat die Fed nun nachgegeben. Die Federal Reserve sei bereit, Gelder für Hilfsprogramme an die Regierung zurückzugeben, teilte Präsident Jerome Powell in einem Brief an Finanzminister Steven Mnuchin mit. Während das Finanzministerium gefordert hatte, einige der Notenbankprogramme auslaufen zu lassen, sträubte sich die Notenbank zunächst dagegen und plädierte für ein Fortbestehen der Hilfen. Mnuchin will die freiwerdenden Mittel anderweitig in der Corona-Krise verwenden. Die Wirtschaft benötige zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine zusätzlichen Kredite mehr, sondern direkte Finanzhilfen oder Garantien, meinte der Finanzminister.

Bidens Personalentscheide mit viel Gewicht für die Finanzmärkte

Der designierte US-Präsident Joe Biden will am Donnerstag zum Thanksgiving-Feiertag seine Wahl für den äusserst wichtigen Posten des Finanzministers bekannt geben. Anwärter sollen u.a. die ehemalige Fed-Gouverneurin Janet Yellen, der Notenbankchef von Atlanta, Raphael Bostic, Fed-Direktorin Lael Brainard, oder das ehemalige Fed-Mitglied Sarah Bloom Raskin sein. Bidens Kandidat muss dann noch vom womöglich weiterhin republikanisch dominierten Senat bestätigt werden. Mit dem Kurs der Fed unter Präsident Jerome Powell scheint Biden, im Gegensatz zu Donald Trump, auf einer Linie zu sein.

Deflationstendenz in Japan scheint sich wieder zu verstärken

In der weltweit drittgrössten Volkswirtschaft sind die Verbraucherpreise der Kernrate, also ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise, im Oktober um -0.7% gegenüber der Vorjahresperiode gesunken. Der Rückgang war der stärkste seit mehr als zehn Jahren. Hauptgrund ist der ohnehin schwache Privatkonsum – ein Trend, der sich in der Coronakrise wieder verstärkt hat – und die Mehrwertsteuererhöhung im vergangenen Jahr.

Wirtschaftskalender 23. November
MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 USA Chicago Fed Nationaler Aktivitätsindex (Oktober) +0.27

 

Unternehmenskalender 24. November
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Quelle: BondWorld.ch