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LGT Navigator: Heissgelaufene Technologie-Aktien lassen weiter Dampf ab

LGT Navigator: An der New Yorker Börse sorgten erneut Gewinnmitnahmen – insbesondere bei den heiss begehrten Technologietiteln – für einen negativen Wochenstart nach dem langen Labor-Day-Wochenende.

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In Europa drücken unterdessen wieder die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen auf das Gemüt der Anleger. Unterdessen sorgte der britische Pharmakonzern AstraZeneca für eine negative Meldung. Demnach wird eine klinische Studie für einen Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt, nachdem bei einem der Probanden gesundheitliche Probleme aufgetreten sind.

An der Wall Street setzten sich die Gewinnmitnahmen bei den Technologiewerten nach dem verlängerten Wochenende fort. Der Nasdaq 100-Index schloss -4.77% tiefer bei 11 068.26 Punkten. Noch in der letzten Woche notierte das Tech-Barometer über 12 400 Zählern und erreichte fast täglich neue Rekorde. Unter Druck stand gestern auch die Tesla-Aktie mit einem Tagesverlust von -21%. Auslöser war, dass General Motors mit USD 2 Mrd. beim Konzeptunternehmen Nikola Corp. Einsteigen will, um zusammen den «Badger» Elektro-Pick-Up voranzutreiben. Die Korrektur bei den Social Media-, Internet-, Software- und Halbleiteraktien drückte auch den Dow Jones Industrial um -2.25% auf ein Monatstief von 27 500.89 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verbuchte einen Tagesverlust von rund -3% und schloss bei 3 331.84 Zählern. An Asiens Börsen sind die meisten Indizes den negativen Vorlagen aus Übersee gefolgt. Der MSCI AC Asia Pacific fiel um knapp -1%. Für den Handelsstart in Europa signalisiert der Terminmarkt eine Eröffnung unweit der Niveaus vom Vorabend.

Brexit-Poker: London erhöht Druck auf Brüssel

Noch vor dem Start der neuen Gesprächsrunde zwischen Grossbritannien und der Europäischen Union versucht die Regierung in London den Druck auf Brüssel zu erhöhen. Der britische Chefunterhändler David Frost forderte «mehr Realismus» in den Verhandlungen um die Ausgestaltung der Beziehungen nach dem Austritt des Königreichs aus der EU.  Die Wirtschaftszeitung Financial Times berichtete unterdessen, dass die britische Regierung auch das bereits gültige Austrittsabkommen teilweise in Frage stelle. Gelingt keine Einigung in der Ausgestaltung der künftigen Beziehungen, könnte es Experten zufolge Anfang 2021 doch noch zu einem «harten» Brexit kommen.

Rekordeinbruch der Euro-Wirtschaft im zweiten Quartal

Das Bruttoinlandprodukt der Eurozone ist im zweiten Quartal inmitten der Corona-Krise revidierten Daten zufolge um -11.8% gegenüber dem Vorquartal eingebrochen. Damit ging die Wirtschaftsleistung so stark zurück wie noch nie seit Beginn der Datenreihe 1995. Eine erste Schätzung war zunächst von einem noch etwas stärkeren Rückgang um -12.1% ausgegangen. Die Unternehmensinvestitionen brachen im Berichtszeitraum um -17% zum Vorquartal weg und der Privatkonsum sank um -12.4%. Den stärksten Wirtschaftseinbruch verzeichneten Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und Frankreich, während Finnland, Litauen, Estland und Irland den geringsten Einbruch hinnehmen mussten.

Deutsche Exporte erholen sich, jedoch flacht das Tempo ab

Die deutschen Exporte haben im Juli noch um +4.7% gegenüber dem Vormonat zugelegt. Damit setzt sich die Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise weiter fort, jedoch mit deutlich geringeren Wachstumsraten als noch in den Monaten zuvor. Im Vormonat waren die Ausfuhren auf Monatssicht um knapp +15% gestiegen. Die Importe erhöhten sich im Juli weniger stark als vermutet um +1.1% (Konsens +3.5%). Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Exporte jedoch um -11% tiefer und die Importe verzeichnen auf Jahressicht einen Rückgang um -11.3%.

Wirtschaftskalender 9. September
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:30FRGeschäftsklimaindex (August)99.4

 

Unternehmenskalender 13. September  
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Quelle: BondWorld.ch