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LGT Navigator: Höhenangst?

LGT Navigator: Angesichts der jüngst in luftige Höhen gestiegenen Aktienmärkte scheinen sich Anleger verstärkt Sorgen um die Bewertungen von Aktien zu machen, was gestern die Gewinnmitnahmen an den internationalen Börsen verstärkte.

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Auch angesichts des anstehenden Reigens an Unternehmensnachrichten und des bevorstehenden Zinsentscheids der EZB gehen Marktteilnehmer in Deckung. Der Abgabedruck dürfte sich allerdings in Grenzen halten, denn die grundlegende monetäre- und fiskalpolitische Haltung sowie der Ausblick auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft dürften Unterstützung bieten.

Nach der jüngsten Rekordjagd schloss die New Yorker Börse angesichts verstärkter Gewinnmitnahmen erneut schwächer. Der Dow Jones Industrial verlor bis zum Handelsschluss -0.75% und ging bei 33’821.30 Punkten aus dem Rennen. Der S&P 500 gab ebenfalls um -0.68% auf 4’134.94 Zähler nach und die Technologiebörse Nasdaq verbuchte Tagesverluste in ähnlicher Höhe. Insgesamt scheint die Börsenstimmung weiterhin optimistisch geprägt, jedoch könnte es dem einen oder anderen Investor angesichts der erreichten Höhen «schwindlig» werden. Auch in Asien standen die meisten Aktienindizes heute Morgen unter Druck. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund -2% tiefer und in Hongkong verliert der Hang Seng -1.7%. In Europa stehen unterdessen eine Reihe von Unternehmensergebnissen im Mittelpunkt.

Preisauftrieb in Deutschland nimmt weiter zu

Auf Produzentenebene hat sich das Preisniveau in Deutschland im März weiter erhöht. Die Erzeugerpreise stiegen auf Jahressicht um +3.7% so stark wie seit November 2011 nicht mehr. Ökonomen waren im Schnitt von einer Produzentenpreisteuerungsrate von +3.2% ausgegangen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Preise um +0.9%. Ursache waren vor allem höhere Energiepreise aufgrund gestiegener Strompreise sowie der seit Jahresbeginn geltenden CO2-Steuer, kommentierte das Statistikamt.

Deutschland zieht eine positive Bilanz mit grünen Anleihen

Deutschland hat 2020 mit der Emission sogenannter grüner Anleihen EUR 11.5 Mrd. eingenommen, wie aus dem gestern publizierten Allokationsbericht hervorging. Dabei handelt es sich um zwei Anleihen, die im September und November erstmals an den Markt gebracht wurden. Die erste mit einer Laufzeit von zehn Jahren über EUR 6.5 Mrd. und eine fünfjährige Anleihe, die EUR 5 Mrd. einbrachte. Im Mai soll nun die erste grüne Bundesanleihe mit 30-jähriger Laufzeit begeben werden. Deutschland will in Zukunft auch Rechenschaft über die Wirkung grüner Anleihenausgaben auf Umwelt und Klima ablegen. Ein entsprechender Bericht soll Mitte 2022 veröffentlicht werden. Die Emission von grünen Bundeswertpapieren hatte die Bundesregierung im Zuge ihres Klimaschutzprogramms 2030 beschlossen.

G7 sollen sich wieder physisch zu Gesprächen treffen

Die britische Regierung plant Anfang Mai das erste physische Treffen seit zwei Jahren. Die Aussenminister der USA, Grossbritanniens, Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und Japans sowie Vertreter der EU werden demnach vom 3. bis 5. Mai in London zusammenkommen, um die gegenwärtige Lage der Weltwirtschaft mit Fokus Pandemiebekämpfung und Klimawandel zu diskutieren. Eingeladen sind auch die Aussenminister Indiens, Australiens, Südkoreas und Südafrikas.

Wirtschaftskalender 21. April

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Verbraucherpreise (März, J/J) +0.4%
08:00 GB Kern-Verbraucherpreise (März, J/J) +0.9%

 

Unternehmenskalender 21. April

Land Unternehmen Periode
CH Roche Q1 Umsatz
DE Deutsche Börse Q1
FR Carrefour Q1 
FR Accor Q1
NL Heineken Q1 Umsatz
NL ASML Q1
NL Akzo Nobel Q1
SP Iberdrola Q1
SWE Svenska Handelsbanken Q1
SWE Ericsson  Q1
GB BHP Group Q1
USA Verizon Communication Q1 

 

Quelle: BondWorld.ch