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LGT Navigator: Hoffen auf einen schnellen wirtschaftlichen Neustart

LGT Navigator: Die Hoffnung, dass in vielen Ländern erste Lockerungen des «Lockdowns» zu einer schnellen Wiederbelebung der Wirtschaft führen und Spekulationen……….

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auf weitere Geldspritzen der Notenbanken sorgen derzeit für eine relativ freundliche Börsenstimmung. Weiterhin im Zentrum steht auch ein Reigen von Unternehmensberichten. Heute Morgen berichtete u.a. die UBS einen soliden Quartalsgewinn und Novartis bestätigte seine Jahresprognose.

Hoffen auf einen schnellen wirtschaftlichen Neustart

Die stufenweise Aufhebung der Restriktionen in einigen der am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern, wie etwa Italien, Spanien oder Frankreich lässt auf eine baldige und V-förmige Erholung der Wirtschaft hoffen. Dennoch bleibt die Unsicherheit weiterhin hoch und in den USA sind mittlerweile fast eine Million Personen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und mehr als 56 000 Menschen verloren ihr Leben.

An der New Yorker Börse überwog zum Wochenstart die Zuversicht auf eine allmähliche Rückkehr zur Normalität und der Dow Jones Industrial startete mit einem soliden Tagesgewinn von +1.51% bei 24 133.78 Punkten und der S&P 500 schloss knapp +1.5% höher, während der Nasdaq 100 gestern +0.58% zugelegt hat. In Asien sorgte jedoch ein erneuter Rückgang der Ölpreise für eine gedämpfte Börsenstimmung. Der Leitindex in Tokio zeigte sich zunächst uneinheitlich und der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert kurz vor Handelsschluss -0.25% tiefer bei 19.661 Punkten.

Trump weist Spekulationen über eine mögliche Verschiebung der Wahlen zurück

US-Präsident Donald Trump wies Spekulationen seines Konkurrenten Joe Biden über eine mögliche Verschiebung des Termins für die Präsidentschaftswahl am 3. November aufgrund der Corona-Krise zurück. Der demokratische Herausforderer Biden habe die Vermutung geäussert, dass der Wahltermin nach hinten verschoben werden könnte, weil Trump auf eine Wirtschaftserholung nach Beendigung des «Lockdowns» hoffe und sich damit grössere Chancen auf einen Sieg ausrechne. Trump sagte gestern, dass er mit einer spektakulären und schnellen Erholung der Wirtschaft in den USA noch in diesem Jahr rechne.

UBS erzielt trotz Corona-Krise kräftige Gewinnsteigerung, bleibt im Ausblick aber vorsichtig

Die Schweizer Grossbank steigerte im ersten Quartal trotz der Corona-Krise den Gewinn um rund +40% gegenüber der Vorjahresperiode auf USD 1.595 Mrd. Zudem flossen der Bank, anders als noch im Schlussquartal 2019, netto auch wieder neue Gelder zu. Im Ausblick zeigte sich UBS angesichts der weltweiten Krise und der hohen Unsicherheit vorsichtig und dämpfte angesichts niedrigerer Zinsen, gesunkener Vermögenspreise und abnehmender Kundenaktivität die Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf.

Novartis steigert Gewinn im Q1 und bleibt zuversichtlich

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis bekräftigte nach einem Umsatz- und Gewinnzuwachs im ersten Quartal seine Jahresprognose. In den ersten drei Monaten erzielte Novartis einen Umsatz von USD 12.28 Mrd. (+13% zum Vorjahr). Der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn legte um +34% auf USD 4.18 Mrd. zu und der Nettogewinn stieg um +24% auf USD 2.17 Mrd. Die Geschäftstätigkeit und die Nachfrage seien nach wie vor sehr stabil und die Unterbrechungen bei klinischen Studien seien überschaubar und die bei laufenden Zulassungsanträgen minimal.

Exporterwartungen der deutschen Industrie auf Rekordtief

Das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo stellt in einer aktuellen Umfrage unter deutschen Exportunternehmen fest, dass die Einschätzung in den Chefetagen äusserst düster ist. Der vom Ifo erstellte Index der Exporterwartungen fiel im April auf minus 50.0 Punkte von minus 19.0 im Monat zuvor und erreichte damit einen bisher noch nicht erreichten Tiefpunkt. Betroffen seien vor allem deutsche Schlüsselindustrien wie Fahrzeug- oder Maschinenbau sowie die Elektrotechnik. Einzig die Pharmabranche beurteilt ihre Exportaussichten gemäss Ifo als stabil.

Rom ersucht Brüssel um Hilfe

Italien hat als erstes EU-Land Hilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds beantragt. Bis das Geld aus dem für das laufende Jahr mit EUR 800 Mio. dotierten Fonds aber effektiv fliessen wird, dauert es noch. So können auch andere EU-Staaten noch bis zum 24. Juni Hilfen aus dem Fonds anfordern. Erst dann werden die Anträge an das Europaparlament und den Rat der Mitgliedsstaaten weitergegeben. Der EU-Solidaritätsfonds wurde bereits vor der Corona-Krise für den Fall von Naturkatastrophen geschaffen und kann nun auch im Fall der Pandemie angezapft werden.

Wirtschaftskalender 28. April
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:45FRKonsumentenstimmung103.0
Unternehmenskalender 28. April
LandUnternehmenPeriode
CHUBSQ1
CHNovartisQ1
CHABBQ1
SPBanco SantanderQ1
GBBPQ1
GBHSBCQ1
USPfizerQ1
USMerck & CoQ1
USAlphabetQ1
US3MQ1
USStarbucksQ2

 

Quelle: BondWorld.ch