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LGT Navigator: Hoffnungen auf einen bald einsatzfähigen Impfstoff treiben Börsen an

LGT Navigator: Die sich jüngst signifikant verbesserten Perspektiven hinsichtlich der Entwicklung eines einsatzfähigen Impfstoffes gegen Covid-19 sorgten für einen positiven Wochenauftakt an den Börsen und eine gestärkte Zuversicht der Investoren.

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Für Schlagzeilen sorgen auch die Personalentscheide des designierten US-Präsidenten Biden. So wird die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen als erste Frau Finanzministerin. Der noch amtierende Präsident Trump scheint nun zumindest den Weg für eine Machtübergabe frei zu machen, ohne bisher jedoch seine Niederlage anzuerkennen.

Weitere positive Nachrichten in Sachen Corona-Impfstoff haben der Wall Street zum Wochenbeginn Auftrieb gegeben. Der von Pfizer und BioNTech entwickelte Corona-Impfstoff könnte in den USA mit der beantragten Notfallzulassung bereits ab dem 11. Dezember verfügbar sein und nach Genehmigung der US-Arzneimittelbehörde FDA innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert werden. Auch die Meldung des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca in Bezug auf eine positive Wirkung des zusammen mit der Universität Oxford entwickelten Covid-19-Impfstoffes verstärkte die Hoffnungen auf einen baldigen breiten Schutz gegen das Coronavirus. Dem Impfstoff von AstraZeneca wird eine Wirksamkeit von rund 90% bescheinigt und es seien keine ernsten Nebenwirkungen aufgetreten. Nach dem Duo BioNTech und Pfizer sowie dem US-Konzern Moderna ist dies bereits das dritte Impfstoffprojekt, welches einen Studienerfolg vermelden kann.

Der Dow Jones Industrial schloss +1.12% höher bei 29 591.27 Punkten, womit der Index den Rückschlag vom Freitag mehr als wettmachte. Der breite S&P 500 beendete den ersten Handelstag dieser durch den Thanksgiving-Feiertag verkürzten Woche mit einem Tagesgewinn von +0.56% bei 3 577.59 Zählern. Auch in Asien setzte sich der positive Trend mehrheitlich fort. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um rund +2.5% höher, nachdem gestern feiertagsbedingt kein Handel stattfand. Für Europas Börsen signalisieren die Futures ebenfalls höhere Aktienkurse.

Ehemalige Fed-Vorsitzende Janet Yellen soll neue US-Finanzministerin werden

Obwohl noch-Präsident Donald Trump weiterhin seine Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen nicht einräumen will, scheint seine Administration nun doch den Weg frei zu machen für eine Machtübergabe an den neu gewählten Präsidenten Joe Biden. Trump erklärte auf Twitter, er habe die Behörden und seine Mitarbeiter angewiesen, mit Biden zu kooperieren: «Es müsse im besten Interesse des Landes getan werden, was getan werden muss», so Trump. Biden hat unterdessen einige Schlüsselpositionen seiner zukünftigen Regierung besetzt. Entscheidend für die Finanzmärkte ist hierbei sicherlich die Ernennung der Ex-Notenbankchefin Janet Yellen an die Spitze des US-Finanzministeriums. Bidens langjähriger Berater Antony Blinken wird neuer US-Aussenminister und der frühere Aussenminister John Kerry soll Klima-Sonderbeauftragter im Nationalen Sicherheitsrat des Weissen Hauses werden.

US-Unternehmen bleiben trotz anhaltender Coronakrise guter Dinge

Trotz der hohen Covid-19-Infektions- und Todeszahlen zeigten sich die vom Londoner Institut IHS Markit befragten Firmen im November recht optimistisch. So verbesserte sich der Einkaufsmanagerindex für den US-Industrie- und Dienstleistungssektor gegenüber dem Vormonat um 1.6 auf 57.9 Punkte – den höchsten Wert seit mehr als fünfeinhalb Jahren. Laut Markit-Chefökonom Chris Williamson widerspiegeln die Umfragewerte den ersten Eindruck der Unternehmen nach den US-Wahlen.

Euro-Wirtschaft droht wegen zweiter Pandemiewelle Rückfall in Rezession 

Die zweite Infektionswelle in der Coronakrise trübt die Aussichten für die Wirtschaft im Euroraum und könnte für einen Rückfall in eine Rezession sorgen. Gemäss den neusten Umfrageergebnissen von IHS Markit gab der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI Composite) im November gegenüber dem Vormonat um 4.9 auf 45.1 Punkte nach. Der Stimmungsindikator, der den Dienstleistungs- und Industriesektor miteinbezieht, verzeichnete damit bereits den vierten monatlichen Rückgang in Folge und bedeutet den schlechtesten Wert sei sechs Monaten. Am stärksten betroffen sind die Dienstleister und hier besonders Unternehmen aus konsumnahen Bereichen. Aus regionaler Sicht trübten sich die Konjunkturaussichten vor allem in Frankreich ein. In der zweitgrössten Euro-Volkswirtschaft brach der Einkaufsmanagerindex auf 39.9 Punkte ein. Nach Einschätzung von Markit-Chefvolkswirt Williamson ist die Eurozone wegen der neuerlichen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im November wieder in eine ernste Krise gerutscht.

Weiteren Aufschluss auf die Konjunkturentwicklung in Europas grösster Volkswirtschaft liefert heute Morgen die monatliche Geschäftsklimaumfrage des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo.

Wirtschaftskalender 24. November
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:45FRGeschäftsklima (November)90.3
08:45FRKonsumentenvertrauen (November) 94.0
10:00DEIfo-Geschäftsklima (November)92.7
16:00USAVerbrauchervertrauen (November)100.9
 
Unternehmenskalender 24. November
LandUnternehmenPeriode
GBCompass J
IRMedtronicQ2

 

Quelle: BondWorld.ch