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LGT Navigator: Inflations- und Zinssorgen haben sich in den Köpfen der Anleger festgesetzt

LGT Navigator: Verstärkte Inflationssignale, wie der Anstieg der Rohstoffpreise oder der Inflationserwartung in den USA auf das höchste Niveau seit 2006 oder der kräftigste Preisanstieg auf Erzeugerebene in China seit 2017,

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nähren die Inflationsängste sowie die Erwartung einer früher eintretenden Änderung der Zinspolitik der grossen Zentralbanken als bisher antizipiert. Angeführt von einem weltweit fortgesetzten Ausverkauf der Technologieaktien mussten die Aktienbörsen auf breiter Basis teilweise heftige Verluste wegstecken. In den Fokus rücken nun die heute zur Veröffentlichung stehenden Verbraucherpreisdaten aus den USA.

Nachdem die Technologieaktien an der Wall Street bereits am Montag unter Druck gerieten, setzte sich der Ausverkauf am Dienstag zunächst auch in Asien und Europa fort. Hintergrund sind die wachsende Besorgnis der Investoren vor einem unkontrollierten Inflationsanstieg und einer dadurch ausgelösten schnellen Zinswende der Zentralbanken. Dies könnte zu steigenden Finanzierungskosten für Unternehmen führen und in der Folge Anleihen im Vergleich zu Aktien attraktiver machen. Der Dow Jones Industrial gab, nach dem am Vortag erreichten Rekordhoch, um -1.36% nach – der grösste Tagesverlust seit dem 26. Februar – und schloss bei 34’269.16 Punkten. Der S&P 500 fiel um -0.87% auf 4’152.10 Zähler zurück, während die Nasdaq anfängliche Verluste (von rund -2.5%) eindämmen konnte: der Nasdaq 100 beendete den Handel bei 13’351.27 Punkten (-0.06%). Gleichzeitig zog die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 1.63% an.

Mit Spannung erwartete US-Verbraucherpreisdaten

Angesichts der hohen Nervosität an den Kapitalmärkten in Bezug auf die Inflationserwartungen werden heute Nachmittag um 14:30 Uhr (MEZ) die neusten Daten zur Konsumentenpreisinflation in den USA im Zentrum des Interesses stehen. Volkswirte prognostizieren einen kräftigen Anstieg der Verbraucherpreise. Die Entwicklung ist aber auch durch aktuelle Lieferengpässe sowie statistische Basiseffekte aufgrund des pandemiebedingten Preisrückgangs vor Jahresfrist verzerrt. Analysten prognostizieren eine gesamthaft deutlich höhere Inflationsrate von +3.6% (Vormonat +2.6%) und eine Kernrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) von +2.3% (März +1.6%).

Konjunkturausblick für Deutschland laut ZEW so gut wie seit über 20 Jahren nicht mehr

Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim monatlich befragten Analysten und institutionellen Investoren zeigten sich in ihrer Einschätzung der Konjunkturperspektiven für Deutschland deutlich optimistischer. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen kletterte dabei von 70.7 Punkten im April auf 84.4 Zähler im Mai und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2000. Analysten hatten keine Verbesserung erwartet. Neben dem Ausblick hat sich aber auch die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftssituation verbessert. Dieser Indikator stieg von 40.1 auf 48.8 Punkte. Laut ZEW hat sich analog dazu auch die Beurteilung für die Euro-Wirtschaft verbessert.

US-Regierung gibt grünes Licht für Windpark vor US-Ostküste

Nach einem jahrelangen juristischen Streit hat nun die Regierung unter Präsident Joe Biden den Weg frei gemacht für den ersten grossen Windpark vor der Küste New Englands mit 84 Windturbinen. Die Regierung hat dem umstrittenen Projekt Vineyard Wind gestern die abschliessende Genehmigung erteilt. Die Anlage soll rund 3’600 Arbeitsplätze schaffen und Strom für 400’000 Haushalte und Unternehmen liefern.

Wirtschaftskalender 12. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Verbraucherpreise (April, J/J) +2.1%
08:00 GB BIP Q1 (Q/Q) +1.3%
08:00 GB Industrieproduktion (März, J/J) -3.5%
08:45 FR Verbraucherpreise (April, J/J) +1.7%
11:00 EZ Industrieproduktion (März, J/J) -1.6%
14:30 USA Verbraucherpreise (April, M/M) +0.6%
14:30 USA Verbraucherpreise (April, J/J) +2.6%
14:30 USA Kern-Verbraucherpreise (April, J/J) +1.6%

Unternehmenskalender 12. Mai

Land Unternehmen Periode
CH Zurich Q1
DE Allianz Q1
DE Bayer Q1
DE Merck KGaA Q1
DE Deutsche Telekom Q1
DE RWE Q1
DE Commerzbank Q2
FR EDF Q1 Umsatz
IT Pirelli Q1
SP Iberdrola Q1
NL ABN Amro Q1
NL Ahold Delhaize Q1
AUT Wienerberger Q1

 

Quelle: BondWorld.ch