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LGT Navigator: Inflationssorgen bremsen Rekordjagd an der Wall Street erneut aus

LGT Navigator: Lieferengpässe, steigende Rohstoffpreise und der Cyber-Angriff auf eine wichtige Ölpipeline in den USA schüren die Sorgen vor Inflation und bald steigenden Zinsen.

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Zu spüren bekommen dies einmal mehr insbesondere Technologieaktien, die die Rekordrally an der New Yorker Börse erneut ausbremsen.

Teils heftige Verluste bei Technologiewerten sorgten an der Nasdaq für einen Einbruch. Der Nasdaq Composite gab um -2.55% auf 13’401.86 Punkte nach und der Nasdaq 100 verlor zu Wochenbeginn -2.63% und landete bei 13’359.08 Zählern. Der Dow Jones Industrial kletterte im frühen Handel zunächst noch über die vielbeachtete Marke von 35’000 Punkten und erreichte den vierten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Der Druck von Seiten der Tech-Werte liess die Gewinne im Dow aber dahinschmelzen und so beendete das Börsenbarometer den Montag mit einem leichten Verlust von -0.1% bei 34’742.82 Punkten. Der S&P 500 gab gleichzeitig um rund -1% auf 4’188.43 Zähler nach.

In Asien setzte sich der vom Einbruch der US-Technologiewerte dominierte Trend fort und die meisten Aktienindizes verzeichneten Verluste. In Tokio verliert der 225 Aktien umfassende Nikkei-Index gar -3.3% und in Hongkong notiert der Hang Seng-Index -2.3% tiefer. Der Blick auf die Futures-Märkte zeigt, dass sich der negative Trend aus Übersee heute auch an Europas Börsen fortsetzen wird.

Konjunkturausblick in Europa hellt sich auf – Sentix-Barometer klettert auf Dreijahreshoch

Anlageprofis bewerten den Konjunkturausblick für die Eurozone so optimistisch wie seit drei Jahren nicht mehr. Das lässt sich am Sentix-Index ablesen, der im Mai um 7.9 Punkte auf 21 Punkte gestiegen ist und damit den dritten Zuwachs in Folge verzeichnete. Höher hatte der Indikator, bei dem private und institutionelle Investoren nach ihren Konjunkturerwartungen sowie der aktuellen Wirtschaftslage befragt werden, zuletzt im März 2018 notiert. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 15 Zähler gerechnet. Der Sub-Index für die Erwartungen stieg gar auf ein Allzeithoch von 36.8 Punkten. Die Rezession durch die Coronakrise sei überwunden, kommentierte das Umfrageunternehmen das Ergebnis. Der Sentix gilt als Indikator für weitere wichtige Konjunkturindizes, wie beispielsweise den Ifo-Geschäftsklimaindex, der später im Monat publiziert wird.

EZB-Chefökonom sieht Euro-Wirtschaft am Wendepunkt

In der Eurozone dürfte die Wirtschaft in etwa im Juni einen Wendepunkt erreichen von wo aus sich der Erholungspfad akzentuieren sollte, zeigt sich der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip R. Lane, überzeugt. Bis das Vor-Krisenniveau wieder erreicht sei, werde es aber eine Weile dauern. Damit sei frühestens in einem Jahr zu rechnen. Dabei bleibe eine nachhaltige Unterstützung durch die Geld- und Fiskalpolitik erforderlich. Das «Pandemic Emergency Purchase Programme» (PEPP) der EZB im Umfang von EUR 1.85 Billionen läuft bis mindestens Ende März 2022. Die EZB werde die Massnahmen anlässlich der nächsten Sitzung am 10. Juni neu bewerten, so Lane.

Cyber-Angriff auf US-Pipeline treibt Benzinpreise nach oben

Die Cyberattacke auf den US-Pipelinebetreiber Colonial Pipeline hat am Montag nicht nur zu steigenden Spritpreisen in den USA geführt, sondern auch die Verletzlichkeit des amerikanischen Energiesektors für Hackerangriffe offengelegt. Die Attacke mit der Schadstoff-Software hat am Wochenende die Stilllegung der grössten Pipeline in den Vereinigten Staaten erzwungen. Colonial beliefert insbesondere die Ostküste der USA mit Benzin und Diesel und deckt dabei etwa 45% der Nachfrage ab. Gemäss Experten dürfte eine kurze Schliessung keine grösseren Probleme verursachen, ab rund fünf Tagen drohen jedoch Lieferengpässe. Die US-Benzinpreise haben sich am Montag um rund 2% verteuert. Mit dem Angriff rücken aber insbesondere auch die ungenügenden Schutzkonzepte in der Energieversorgung in den Vordergrund. So bemängeln Sicherheitsexperten bereits seit Jahren, dass kaum ein US-Pipeline-Betreiber gegen Cyberangriffe gewappnet sei.

Im Fokus steht auch der heute zur Veröffentlichung anstehende monatliche OPEC-Ölmarktbericht, der neue Prognosen zur globalen Nachfrage und Produktionsschätzungen beinhaltet.

Wirtschaftskalender 11. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 IT Industrieproduktion (März, J/J) -0.6%
11:00 DE ZEW-Konjunkturausblick der Investoren (Mai) 70.7
11:00 EZ ZEW-Konjunkturausblick der Investoren (Mai) 66.3
13:00 OPEC Monatsbericht  

 

Unternehmenskalender 11. Mai

Land Unternehmen Periode
CH Swiss Life Q1
DE K+S Q1
DE E.ON Q1
DE Fraport Q1
DE ThyssenKrupp  Q2
FR Alstom Q1

 

Quelle: BondWorld.ch