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LGT Navigator: Jede Korrektur lockt wieder Käufer an

LGT Navigator: An den Börsen scheint jeder Einbruch sofort wieder Käufer anzulocken, denn an Liquidität fehlt es an den Kapitalmärkten dank der expansiven Haltung der Zentralbanken und der Ausweitung der Fiskalpolitik zur Eindämmung der Coronakrise nicht.

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So folgte auf den jüngsten Einbruch an den Börsen ein solider Wochenauftakt. Die Verunsicherung durch die jüngsten Turbulenzen rund um den Kampf zwischen privaten Spekulanten und Hedgefonds scheint sich gelegt zu haben. Neuste Einkaufsmanagerwerte aus dem Industriesektor zeigten zwar eine Eintrübung zu Jahresbeginn, jedoch bleibt die Industrie auf Wachstumskurs. In Washington geht unterdessen das Ringen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket weiter. Mit Spannung werden heute die Quartalsergebnisse der Börsenschwergewichte Alphabet (Google), Amazon oder Pfizer erwartet.

Nach den Verlusten in der Vorwoche erholten sich die Indizes an der Wall Street zu Wochenbeginn wieder und der Dow Jones Industrial legte um +0.76% auf 30’211.91 Punkte zu. Beim S&P 500 ging es noch deutlicher bergauf. Der marktbreite Index schloss +1.61% höher bei 3’773.86 Zählern. Gefragt waren insbesondere Tech-Aktien und so verbuchte die Technologiebörse Nasdaq mit rund +2.5% die stärksten Tagesgewinne.

Inzwischen geht in Washington das Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket weiter. Bisher konnten US-Präsident Joe Biden und die Demokraten mit den Republikanern im Senat aber noch keine Einigung erzielen. Am Wochenende hatten zehn republikanische Senatoren einen Alternativvorschlag zu Bidens angestrebtem Konjunkturpaket unterbreitet. Dieses sieht Hilfen im Umfang von rund USD 600 Mrd. vor – deutlich weniger als die von Biden ins Feld geführten USD 1.9 Billionen.

In Asien folgten die meisten Indizes heute Morgen den positiven Vorgaben aus Übersee und auch für Europas Börsen deuten die Futures einen freundlichen Handelsbeginn an.

Erholung des Industriesektors verliert diesseits und jenseits des Atlantiks an Schwung

Industrieunternehmen in der Eurozone zeigten den aktuellsten Umfragewerten zufolge etwas vorsichtiger als noch Ende des letzten Jahres. Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Industrie fiel im Januar gegenüber dem Vormonat um 0.4 auf 54.8 Punkte zurück, wie das Londoner Marktforschungsinstitut IHS Markit bestätigte. Zwar sei die Industrie weiterhin auf Wachstumskurs, jedoch angesichts der Corona-Beschränkungen und Lieferengpässen mit der niedrigsten Rate seit Beginn des Aufschwungs, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. In Grossbritannien hat sich die Stimmung der befragten Industrieunternehmen im Januar von einem Dreijahreshoch im Dezember eingetrübt. So fiel das britische Industriebarometer zwar gegenüber dem Vormonat deutlich um 3.4 auf 54.1 Punkte zurück, war damit aber dennoch klar stärker als in einer ersten Schätzung mit 52.9 Zählern ermittelt. Trotz Brexit und der angespannten Pandemielage auf der Insel bleibt die Industrie mit einem PMI-Wert von klar über 50 Punkten auf einem Wachstumspfad.

Im amerikanischen Industriesektor hat sich das Wachstum zu Jahresbeginn gemäss den Auswertungen von IHS Markit etwas verstärkt. Der entsprechende PMI legte dabei von 57.1 auf 59.2 Punkte zu. Die US-Industrie habe einen ermutigenden Jahresstart gezeigt, meinte IHS-Markit-Chefvolkswirt Williamson. Zu einem anderen Resultat kam die monatliche Unternehmensumfrage von ISM, des Branchenverbandes der US-Einkaufsmanager. Demnach soll sich die Aktivität in der US-Industrie im Januar verlangsamt haben. Der ISM-Manufacturing-PMI fiel von 60.7 auf 58.7 Zähler. Analysten hatten hier einen Rückgang auf 60.0 Punkte antizipiert.

Corona-Hilfen und Kurzarbeit halten Arbeitslosigkeit in der Eurozone im Zaum

Die Arbeitslosenrate im Euroraum blieb im Dezember gegenüber dem Vormonat unverändert bei 8.3%. Dem Statistikamt Eurostat zufolge, halten sich die Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt in der Eurozone bisher in Grenzen. So sei die Arbeitslosenquote während der Euro-Schuldenkrise 2009 auf bis zu 12% gestiegen. Während der Pandemie wurde die bisherige Spitze im Juni letzten Jahres bei 8.7% erreicht. Die negativen Effekte der Corona-Massnahmen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt werden insbesondere durch staatliche Unterstützungsprogramme und die Kurzarbeit eingedämmt. Gemäss Eurostat sind im Euroraum Ende des letzten Jahres 13.67 Mio. Menschen ohne fest Anstellung gewesen. In der gesamten EU waren es rund 16 Mio.

Wirtschaftskalender 02. Februar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:45 FR Verbraucherpreise (Januar, J/J) 0.0%
10:00 IT BIP Q4 (Q/Q) +15.9%
11:00 EZ BIP Q4 (Q/Q) +12.7%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (Januar, J/J) +0.2%

 

Unternehmenskalender 2. Februar

Land Unternehmen Periode
GB BP Q4
USA Alphabet Q4
USA Amazon Q4
USA Pfizer Q4
USA Amgen Q4
USA Exxon Mobil Q4
USA UPS Q4

 

Quelle: BondWorld.ch