LGT

LGT Navigator: Konjunkturoptimismus sorgt für freundliches Börsenumfeld

LGT Navigator: An der Wall Street setzte sich die Aktienrally zum Ende der letzten Woche ungebremst fort.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


Für Auftrieb sorgten erneut erfreulich ausgefallene amerikanische Konjunkturdaten, starke Unternehmenszahlen sowie die Fortschritte der Covid-19-Impfkampagne. In Asien folgen die Börsen heute mehrheitlich den positiven Vorgaben aus Übersee und für Europas Aktienmärkte darf mit einem freundlichen Wochenstart gerechnet werden.

Am Freitag erreichten der Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 bereits in den ersten Handelsminuten weitere Rekordwerte. Der Dow legte bis Handelsschluss um +0.48% gegenüber dem Vortagesschluss auf 34’200.67 Punkte zu. Auf Wochensicht verzeichnet der Leitindex ein Plus von rund +1% und seit Jahresbeginn einen soliden Gewinn von fast +12%. Der S&P 500 schloss am Freitag +0.36% höher bei 4’185.47 Zählern. Ein neues Rekordhoch verzeichnete auch der technologielastige Nasdaq 100, schloss dann aber mit einem etwas moderateren Tagesplus von +0.11% bei 14’041.91 Punkten. Die Börsenstimmung bleibt angesichts guter Konjunkturdaten und Fortschritten bei den Corona-Impfungen in den USA freundlich.

In Asien folgten die meisten Aktienindizes den positiven Vorgaben der Wall Street und auch zu Wochenbeginn scheint die Stimmung der Anleger angesichts der Anzeichen einer globalen wirtschaftlichen Erholung und der Gewinnaussichten der Unternehmen weiterhin optimistisch. Für Europas Börsen signalisieren die Futures eine Eröffnung über dem Vorwochenschluss. Neben der laufenden Unternehmensberichtssaison wird in dieser Woche vor allem der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag im Mittelpunkt stehen.

Goldpreis mit grösstem Wochengewinn seit Ende 2020

Der Goldpreis ist weiterhin auf Erholungskurs und verzeichnete vergangene Woche den grössten Wochengewinn seit Dezember. So verteuerte sich das Edelmetall binnen Wochenfrist um rund 2%. Am Freitag kostete die Feinunze Gold bis zu USD 1’778 und war so teuer wie zuletzt Ende Februar. Damit erholt sich Gold vom Rückschlag im März: Der Preis war damals bis auf USD 1’676 gefallen und notierte so niedrig wie zuletzt im Sommer 2020. Auslöser dafür waren die stark steigenden Renditen der langfristigen US-Staatsanleihen, wobei die zehnjährigen Papiere zwischenzeitlich über 1.7% rentierten. Derzeit bewegen sich die Bondrenditen der Zehnjahresanleihen knapp unter 1.6%.

Kauflaune der Amerikaner steigt und Bautätigkeit in den USA zieht an

Die amerikanischen Konsumenten blicken wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Das lässt sich am Konsumklimaindex der Uni Michigan ablesen. Der Index ist im April auf 86.5 Punkte gestiegen (+1.6) und notierte damit auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr. Marktbeobachter hatten einen Anstieg auf 89 Zähler erwartet. Verantwortlich für den Optimismus sind die Fortschritte bei den Impfungen sowie die Verbesserung der Beschäftigungslage. Gestiegen sind auch die Inflationserwartungen der Privathaushalte, sie liegen auf dem höchsten Stand seit neun Jahren.

Die US-Bauwirtschaft hat sich im März vom Wintereinbruch im Vormonat erholt. Das zeigte sich an den Wohnbaubeginnen, die gegenüber Februar um +19.4% zugenommen haben, wie das Wirtschaftsdepartement am Freitag mitteilte. Analysten hatten ein Plus von 13.5% erwartet. Auch die Zahl der Baubewilligungen ist deutlich gestiegen und signalisiert damit eine weitere Zunahme der Bautätigkeit in den kommenden Monaten. Die Daten knüpften an die starken Konjunkturzahlen der Vortage an und stützen damit den Eindruck, dass sich die US-Wirtschaft auf breiter Front erholt.

Höhere Lebenshaltungskosten in der Eurozone

Die Teuerung in der Eurozone ist im März deutlich gestiegen. So lagen die Verbraucherpreise +1.3% höher als ein Jahr zuvor, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Im Februar lag der Preiszuwachs noch bei +0.9%. Der Anstieg ist vor allem den steigenden Energiepreisen geschuldet, die +4.3% höher lagen als zwölf Monate zuvor. Trotz des Anstiegs notiert die Teuerungsrate damit immer noch klar unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB), das bei knapp unter 2% liegt.

Wirtschaftskalender 19. April

MEZ Land Indikator Letzte Periode
01:50 Japan Exporte (März, J/J) -4.5%
06:30 Japan Industrieproduktion (Feb., M/M) -2.1%

 

Unternehmenskalender 19. April

Land Unternehmen Periode
USA Coca Cola Q1 
USA IBM Q1

 

Quelle: BondWorld.ch