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LGT Navigator: LGT Navigator: US-Arbeitsmarktdaten sorgen für vorläufige Entlastung, aber Inflations- und Zinsängste bleiben dominant

LGT Navigator: Dank einem stärker als erwarteten Arbeitsmarktbericht aus den USA legten die Aktienindizes an der New Yorker Börse am Freitag kräftig zu.

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Positiv auf die Anlegerstimmung sollte sich die am Wochenende erzielte Zustimmung des US-Senats für das billionenschwere Corona-Konjunkturpaket auswirken. Andererseits dürften die Inflations- und Zinsängste aber auch in der neuen Woche das dominierende Thema bleiben, insbesondere angesichts eines erneuten Anstiegs der Ölpreise.

Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht sorgte zum Ende der vergangenen Woche an der Wall Street für kräftige Kursgewinne. Der Dow Jones Industrial stieg um +1.85% auf 31’496.30 Punkte und erzielte damit auf Wochensicht ein Plus von rund +1.8%. Der S&P 500 legte um +1.95% auf 3’841.94 Zähler zu und auch die Technologiebörse Nasdaq konnte solide Tagesgewinne verbuchen. Der Nasdaq 100 notierte +1.64% höher bei 12’668.51 Punkten. Die positiven Konjunkturnachrichten aus den USA erhöhen aber auch wieder die Sorgen vor einer Überhitzung der Wirtschaft nach Beendigung der Coronakrise und einem in der Folge schnellen Anstieg der Zinsen. Ein Grundpfeiler des Aktienbullenmarktes, die fortgesetzte expansiven Geldpolitik der grossen Zentralbanken, gerät damit zumindest in der Erwartungshaltung der Kapitalmärkte immer mehr ins Wanken. Bisher haben die Notenbanken aber keinen Hinweis geliefert, ihre expansive Geldpolitik aufzugeben. Hierbei steht vor allem der EZB-Zinsentscheid am Donnerstag im Fokus.

Die meisten asiatischen Börsen starteten mit Verlusten in die neue Woche. Für Unsicherheit sorgt ein Anstieg der Ölpreise in Folge einer Eskalation im Jemen-Konflikt. Futures für die Rohölsorte Brent erreichten mit USD 71.38 pro Barrel den höchsten Stand seit dem 8. Januar 2020 und der Preis für die US-Sorte WTI notiert inzwischen bei rund USD 67.50 je Barrel.

Starkes Exportwachstum verdeutlichen Erholungsdynamik von Chinas Wirtschaft

Die chinesischen Exporte stiegen in den ersten beiden Monaten des Jahres sprunghaft an, was die starke globale Nachfrage nach Industriegütern widerspiegelt. Im Januar und Februar stiegen die Ausfuhren um rund +60% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr und lagen damit deutlich über der Konsenserwartung von +40%. Allein im Februar haben sich die Exporte gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Zu beachten gilt aber sicherlich, dass die Zahlen teilweise durch die niedrige Basis im Jahr 2020 verzerrt werden.

US-Senat gibt grünes Licht für Bidens Konjunkturpaket

Der Senat in Washington hat dem von Präsident Joe Biden vorgeschlagenen neuen Konjunkturpaket von über rund USD 1.9 Billionen zur Bewältigung der Coronakrise zugestimmt. Das Hilfsprogramm muss nun nochmals im demokratisch dominierten Repräsentantenhaus abgesegnet werden. Nach zähen Verhandlungen stimmten am Samstag 50 Demokraten für das Paket und 49 Republikaner dagegen. Biden will mit dem umfassenden Paket die Wirtschaft ankurbeln und Millionen neuer Jobs schaffen. Das Paket sieht Hilfen für die laufende Covid-19-Impfkampagne, Coronatests, Schulöffnungen und Geld für Bundesstaaten und Kommunen sowie Direktzahlungen für die meisten Steuerzahler in Höhe von USD 1’400 Dollar, resp. USD 5’600 für eine vierköpfige Familie, vor.

Kräftiges Wachstum am US-Arbeitsmarkt lässt auf schneller Erholung hoffen

Der am Freitag publizierte Arbeitsmarktbericht zeigte im Februar ein deutlich stärkeres Stellenwachstum als von Analysten prognostiziert. Demnach wurden in den USA im letzten Monat 379’000 neue Jobs geschaffen, verglichen mit einer Konsenserwartung von 210’000. Zudem war der Stellenzuwachs von 166’000 im Januar revidierten Angaben zufolge deutlich stärker als in der vorherigen Schätzung mit lediglich 49’000 angegeben. Die in einer separaten Studie ermittelte Arbeitslosenquote sank von 6.3% zu Jahresbeginn im Februar auf 6.2%. Trotz des Rückgangs ist die Arbeitslosigkeit in den USA aber noch immer weit über dem Niveau vor der Coronakrise. So betrug die Arbeitslosenrate vor einem Jahr 3.5%.

Wirtschaftskalender 8. März

MEZ Land Indikator Letzte Periode
07:45 CH Arbeitslosenrate (Januar) 3.5%
08:00 DE Industrieproduktion (Januar, M/M) 0.0%
10:30 EZ Sentix-Konjunktureinschätzung der Investoren (März) -0.2

 

Unternehmenskalender 9. März

Land Unternehmen Periode
CH Baloise Q4
CH Rieter Q4
DE Deutsche Post Q4
DE Continental Q4

 

Quelle: BondWorld.ch