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LGT Navigator: Mit Spannung erwartetes erstes TV-Duell zwischen Trump und Biden

LGT Navigator: An den US-Aktienmärkten ist der Start in die neue Woche gelungen. Trotz anhaltender Unsicherheiten in Bezug auf den weiteren Pandemieverlauf und die zunehmende Sorge um reibungslose US-Präsidentschaftswahlen legten die Indizes an der Wall Street den dritten Tag in Folge zu.

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Gestützt wurden die Kurse auch durch eine Reihe von Unternehmensübernahmen. Im Zentrum steht heute der direkte Schlagabtausch zwischen Trump und Biden im ersten Fernsehduell.

Mit höchster Spannung erwarten die Finanzmärkte nun die erste US-TV-Präsidentschaftsdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden um 03.00 Uhr MEZ in der Nacht auf Mittwoch. Im Mittelpunkt der Debatte werden die Reaktion auf die Corona-Pandemie, die wirtschaftliche Lage und sehr wahrscheinlich die Steuerpraktiken von Trump stehen, die derzeit Schlagzeilen machen.

An der New Yorker Börse setzte sich unterdessen die Erholung zum Wochenbeginn mit Schwung fort. Der Dow Jones Industrial verbuchte während des Tages Gewinne von rund +2% und schloss dann mit einem soliden Plus von +1.51% bei 27 584.06 Punkten. Damit hat der Dow seit dem Zwischentief in der Vorwoche mehr als 1000 Punkte an Boden gut gemacht und den dritten Gewinntag in Folge notiert. Der S&P 500 legte ebenfalls um +1.5% auf 3 351.60 Zähler zu. Noch stärker stieg der technologielastige Nasdaq 100 mit einem Tagesplus von +1.91%. Neben den wieder stark nachgefragten Technologiewerten sorgten auch eine Reihe von M&A-Aktivitäten für gute Stimmung auf dem Parkett. So übernimmt beispielsweise der amerikanische Bergbaukonzern Cleveland-Cliffs für rund USD 3.3 Mrd. das US-Geschäft des weltweit grössten Stahlproduzenten ArcelorMittal. Eine weitere Fusion betraf den US-Wettenanbieter Caesars Entertainment, der für GBP 2.9 Mrd. den britischen Konkurrenten und Joint-Venture-Partner William Hill übernimmt. Hoffnung machen sich die Investoren auch weiterhin auf weitere Konjunkturstimulierungen durch die grossen Zentralbanken. Zudem laufen in Washington weiterhin die Bemühungen für ein weiteres Corona-Hilfspaket. Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, kündigte eine neue Gesetzesvorlage der Demokraten an, die einen Kompromiss im Umfang von USD 2.2 Billionen vorsieht. Asiens Börsen konnten von den soliden Vorgaben aus Übersee nicht wirklich profitieren und tendieren heute Morgen uneinheitlich.

EZB-Lagarde: Wirtschaftserholung ist unvollständig, unsicher und holprig

Nach Einschätzung von EZB-Chefin Christine Lagarde bleibt die Konjunkturerholung im Euroraum fragil und die EZB müsse deshalb bereit stehen, um ihre Instrumente gegebenenfalls anzupassen. Vor dem Europaparlament bezeichnete die oberste europäische Notenbankerin die Erholung vom Corona-Schock «unvollständig, unsicher und holprig». Lagarde betonte dabei erneut, dass die EZB auch die Entwicklung des Euro-Wechselkurses genauestens verfolgen werde. Dass die Aufwertung des Euros der EZB zunehmend Kopfzerbrechen bereitet, unterstrich gestern auch Italiens Notenbankchef Ignazio Visco, der den jüngsten Euroanstieg «besorgniserregend» nannte. Anfang September erreichte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar mit über 1.20 den höchsten Stand seit Mitte 2018. Mittlerweile hat sich der Greenback wieder etwas erholt und den Euro auf knapp unter 1.17 gedrückt.

Grossbritannien will nach dem Brexit im Handel unabhängiger werden

Bis Mitte 2021 will das Königreich mit den USA ein umfassendes Handelsabkommen schliessen. Gemäss der britischen Handelsministerin Liz Truss müsse Grossbritannien nach dem Austritt aus der Europäischen Union im Handel unabhängiger werden. Der Trend werde stärker zu Regionen und Ländern gehen, die schneller wachsen würden. Heute treffen sich der britische Chefunterhändler David Frost und der EU-Vertreter Michel Barnier in Brüssel. Damit startet unter grossem Zeitdruck die vorerst letzte vereinbarte Verhandlungsrunde über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit. Bis Ende Oktober, spätestens aber bis Anfang November, müsse eine Einigung erreicht werden, die Anfang 2021 in Kraft treten könne und die zuvor noch durch zahlreiche Parlamente ratifiziertwerden müsse, heisst es aus Brüssel. Am Donnerstag und Freitag beraten dann die EU-Staats- und Regierungschefs der EU die Ergebnisse der Verhandlungen mit der britischen Regierung.

Wirtschaftskalender 29. September
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:45FRVerbrauchervertrauen (September)94.0
09:00SPVerbraucherpreise (September, J/J)-0.5%
11:00EZWirtschaftsstimmung (September)87.7
11:00EZKonsumentenstimmung (September)-13.9
14:00DEVerbraucherpreise (September, J/J)0.0%
14:30USAS&P Häuserpreisindex 20-grösste Städte (Juli, J/J)+3.46%
16:00USAVerbrauchervertrauen (September)84.8

 

Unternehmenskalender 6. Oktober
LandUnternehmenPeriode
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Quelle: BondWorld.ch