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LGT Navigator: Neues Hilfspaket soll US-Wirtschaft auf Kurs halten

LGT Navigator: Mit Spannung erwarten Anleger das derzeit in Washington ausgearbeitete neue Corona-Hilfspaket …

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Weiterhin im Zentrum der Finanzmärkte bleibt die Vielzahl an Unternehmensnachrichten sowie der morgen anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen, dass eine zweite Corona-Welle bereits um den Globus schwappt. Während in den USA und Südamerika die erste Welle noch weiter zu eskalieren droht, sehen sich andere Länder in Asien und Europa mit einem neuerlichen Anstieg der Infektionszahlen konfrontiert.

Die Republikaner im US-Senat stellten gestern ihren Vorschlag für ein weiteres Hilfspaket zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise im Volumen von rund USD 1 Billion vor. Das Programm sieht eine weitere Runde an Einmalzahlungen in Höhe von USD 1200 für «die meisten» Privathaushalte vor. Gleichzeitig soll die Hilfe für Arbeitslose gekürzt werden, respektive auf die wöchentliche Pauschalzahlung von USD 600 verzichtet werden. Stattdessen sieht der Plan Lohnersatzzahlungen in Höhe von 70% vor. Die Demokraten plädieren jedoch für ein Paket im Umfang von USD 3 Billionen, dass u.a. eine Fortsetzung der wöchentlichen Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von USD 600 beinhaltet.

Tech-Werte stützen Wall Street – Angst vor zweiter Corona-Welle dämpft Asien-Börsen

An der New Yorker Börse legten die Indizes getrieben von der Aussicht auf neue Konjunkturhilfen und gefragten Technologiewerten wieder zu. Der Dow Jones Industrial kletterte um +0.43% auf 26 584.77 Punkte und der marktbreite S&P 500 legte um +0.73% auf 3239.41 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg noch kräftiger um +1.82% auf 10 674.38 Punkte. Mit Spannung werden im Laufe der Woche zahlreiche Quartalsergebnisse von Tech-Werten erwartet. In Asien zeigten die Börsen heute Morgen kein einheitliches Bild und es dominierte vor allem die Angst vor einer zweiten Pandemiewelle. In Asien reagieren bereits einige Länder wie China, Vietnam oder Australien mit erneuten, wenn auch «nur» lokalen, «Lockdowns» auf eine zweite Covid-19-Welle. Auch in Europa scheint die Urlaubssaison für einen erneuten Anstieg der Ansteckungen zu sorgen, der zu neuerlichen Kontaktbeschränkungen und anderen Massnahmen führen könnte.

US-Industrie meldet Zunahme der Bestellungen

Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter (mit einer Lebensdauer von mind. drei Jahren) sind in den USA im Juni stärker gestiegen als erwartet. Die Bestellungen nahmen gegenüber dem Vormonat um +7.3% (Konsens +5.4%) zu. Die viel beachteten Daten zu den Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgrösse für die Unternehmensinvestitionen gelten, stiegen im Juni um +3.3%.

US-Regierung finanziert Zusatzkosten für Covid-19-Impfstoffkandidaten

Die amerikanische Regierung will für Zusatzkosten von rund USD 470 Mio. für eine ausgeweitete Phase-3-Studie für den Corona-Impfstoffkandidaten des US-Biotechnologieunternehmens Moderna aufkommen. Mit der zusätzlichen Investition setzt Washington insgesamt fast eine Milliarde Dollar für die Sicherung einer Covid-19-Impfung ein. Moderna ist eigenen Angaben auf Kurs, im Erfolgsfall rund 500 Mio. Dosen des Impfstoffs pro Jahr zur Verfügung zu stellen, und im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit mit der Schweizer Lonza die Produktionskapazität ab 2021 sogar auf bis zu 1 Mrd. Dosen zu erhöhen.

Ifo-Barometer steigt den dritten Monat in Folge

Die monatlich vom Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo befragten rund 8 000 Unternehmen zeigten sich in der aktuellen Ausgabe erneut zuversichtlicher. Das viel beachtete Ifo-Geschäftsklimabarometer verbesserte sich den dritten Monat in Folge und stieg gegenüber dem Vormonat um 4.2 auf 90.5 Punkte. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg auf 89.3 Zähler prognostiziert. Im April war der Index vor dem Hintergrund der Corona-Krise und des Lockdowns auf ein Rekordtief von 74.3 Punkten eingebrochen. Nach Einschätzung des Ifos sei eine schrittweise Erholung der deutschen Wirtschaft zu beobachten.

Die deutsche Bundesbank geht inzwischen auch von einer deutlichen Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr aus. Die Erholungstendenz werde sich auch dank des jüngst beschlossenen Konjunkturpakets fortsetzen, hiess es im gestern publizierten Monatsbericht. Nach Einschätzung der Bundesbank dürfte der Tiefpunkt bereits im April erreicht worden sein. Insgesamt bleibe die Wirtschaft aber noch weit unter dem Niveau vor der Krise.

Wirtschaftskalender 29. Juli
MEZLandIndikatorLetzte Periode
20:00USAFOMC geldpolitischer Entscheid+0.0-0.25%

Unternehmenskalender 28. Juli
LandUnternehmenPeriode
FRKeringH1
GBReckitt BenckiserH1
USAPfizerQ2
USA3MQ2
USAStarbucksQ2
USAAflacQ2

 

Quelle: BondWorld.ch