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LGT Navigator: Nur kurzzeitige Verschnaufpause an den Börsen?

LGT Navigator: Niedrigere Anleiherenditen sorgten zu Wochenbeginn an den Aktienbörsen für eine Erholung. Neben der Hoffnung auf eine baldige Verabschiedung des billionenschweren

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Corona-Hilfspakets in Washington verstärkten auch neueste Einkaufsmanagerindizes den Optimismus der Anleger hinsichtlich einer weitergehenden wirtschaftlichen Erholung in den USA und Europa, angeführt von einem kräftigen Wachstum im Industriesektor.

Nachdem in der vergangenen Woche gestiegene Renditen am Anleihenmarkt weltweit Aktien unter Druck gesetzt hatten, erholten sich die meisten Indizes zum Start in die neue Woche und den neuen Monat. Gefragt waren an der Wall Street gestern vor allem die zuvor abgestraften Technologiewerte. So legte der Der Technologiesektor im S&P-500 gestern um +4.7% zu. Der Dow Jones Industrial gewann +2% und schloss bei 31’536.0 Punkten, nachdem der Leitindex im Tageshoch sogar 31’668 Punkte erreichte. Der S&P-500 stieg um +2.4% und der Nasdaq Composite legte gar um +3% zu. Entscheidend für die Stimmung an den Börsen wird nun sein, ob die Erwartungen einer höheren Inflation sich weiter verstärken und so die Bondrenditen weiter steigen lassen, oder ob Zentralbanken diese Erwartungen zähmen können.

An den wichtigsten europäischen Börsen legten die Indizes am Montag ebenfalls kräftig zu. Der EuroStoxx 50 beendete den ersten Tag im März mit einem soliden Gewinn von +1.93% bei 3’706.62 Punkten und schüttelte einen Grossteil seiner jüngsten Verluste ab. In Asien setzte sich die Erholungsrallye zunächst fort, verlor aber im Laufe des Tages schnell an Schwung, so dass die meisten Indizes nach einer Warnung der chinesischen Behörden vor einer Blasenbildung an den internationalen Finanzmärkten bereits wieder im Minus notieren. Die Futures deuten nun auf eine Eröffnung an den europäischen Börsen auf tieferem Niveau hin.

Erholungstrend im Industriesektor setzt sich diesseits und jenseits des Atlantiks fort

Die Industrie in den USA scheint sich weiter zu erholen, wie die neusten Umfragewerte des Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) zeigten. So stieg der Einkaufsmanagerindex von 58.7 Punkten im Vormonat auf 60.8 Zähler im Februar an und signalisiert damit ein kräftiges Wachstum des Sektors. Analysten hatten mit einem nur wenig veränderten Resultat von 58.9 Punkten gerechnet. Hingegen schwächte sich der Einkaufsmanagerindex des Londoner Instituts IHS Markit im Februar von 59.2 auf 58.6 Punkte ab. Dennoch bleibt damit auch dieser Indikator klar und deutlich über der 50er Wachstumsschwelle. Die Umfrageergebnisse würden darauf hindeuten, dass das verarbeitende Gewerbe in den USA kurz davorstehe, die durch die Pandemie im vergangenen Jahr verloren gegangene Produktion aufzuholen, kommentierte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. Auch im Euroraum hat sich die Stimmung der Industrieunternehmen im Februar weiter verbessert. Der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit legte dabei gegenüber dem Vormonat um 3.1 auf 57.9 Punkte zu und erreicht damit den besten Wert seit drei Jahren. Laut Williamson entwickelt sich die Industrie immer mehr zum Lichtblick in der Eurozone.

Wegfall des Mehrwertsteuerrabatts drückt die Inflation in Deutschland nach oben

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Februar beschleunigt. Gemäss dem Statistischen Bundesamt kletterte die Jahresinflationsrate von +1.0% zu Jahresbeginn auf +1.3% im Februar. Im Dezember war die Teuerungsrate noch negativ mit -0.3%. Auf Monatssicht erhöhten sich die Verbraucherpreise im Februar um +0.7%. Verantwortlich war in erster Linie die Ende des vergangenen Jahres ausgelaufene temporäre_ Mehrwertsteuersenkung zur Ankurbelung des Konsums in der Coronakrise.

Wirtschaftskalender 2. März

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Einzelhandelsumsätze (Januar, J/J) +1.5%
09:55 DE Arbeitslosenrate (Februar) 6.0%
11:00 EZ Verbraucherpreise (Februar, J/J) +0.9%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (Februar, J/J) +1.4%

 

Unternehmenskalender 2. März

Land Unternehmen Periode
CH Oerlikon Q4
CH Swiss Life Q4
CH Lindt & Sprüngli Q4
USA Target Q4

 

Quelle: BondWorld.ch