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LGT Navigator: Panikartige Flucht in sichere Häfen

LGT Navigator: Ein neuerlicher massiver Einbruch an den internationalen Aktienmärkten gekoppelt mit einem Absturz des Ölpreises und folglich einer Flucht in sichere Häfen sorgten für einen schockierenden Wochenauftakt an den Kapitalmärkten……….

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Europas Börsen und die Wall Street verbuchten angesichts der Risikoaversion der Investoren Tagesverluste zwischen -5.5% (Schweizer SMI) bis hin zu -11% (Mailänder Börse). In New York musste nach einem ungebremsten Einbruch kurzzeitig der Handel ausgesetzt werden, setzte dann aber den Ausverkauf fort und die Indizes verloren zum Schluss fast -8% – der grösste Kursrutsch seit der weltweiten Finanzkrise. In Asien scheint sich das Bild minimal aufzuhellen und die meisten Börsen handeln im grünen Bereich und auch der Ölpreis konnte sich etwas vom gestrigen Schock erholen.

Die weitere Ausbreitung des Coronavirus und der drastische Ölpreiseinbruch haben gestern an den Finanzmärkten zu einer panikartigen Flucht in Sicherheit geführt. Die Ölpreisnotierungen stürzten zu Beginn der Woche um bis zu -30% ab, nachdem sich die OPEC am Freitag nicht auf eine Kürzung der Fördermenge einigen konnte und ein Machtkampf zwischen Saudi-Arabien und Russland ausgebrochen ist. Am Devisenmarkt profitierten neben dem Schweizer Franken vor allem auch der japanische Yen. Währungen von Ländern, die stark vom Rohöl abhängig sind, gerieten dagegen unter Druck. So fielen die norwegische Krone, der kanadische Dollar aber auch der US-Dollar. An den Anleihenmärkten setzt sich der «Run» auf als sicher geltende Staatsanleihen aus den USA oder Deutschland fort.

IWF stellt Milliardenhilfen in Aussicht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt im Kampf gegen die Coronavirus-Krise bis zu USD 50 Mrd. in Aussicht. Fokussieren will der IWF dabei aber vor allem auf finanzarme Staaten oder Schwellenländer. Den Notenbanken rät der Währungsfonds, das Vertrauen an den Finanzmärkten mit Zinssenkungen und Wertpapierkäufen zu stärken. Gleichzeitig sollten Regierungen vorübergehende und gezielte Kreditgarantien an Unternehmen vergeben, um Insolvenzen und Entlassungen zu verhindern.

Fed erhöht Liquidität für Finanzsystem

Die US-Notenbank (Fed) weitete das Volumen der Overnight-Liquidität für Geschäftsbanken um USD 50 Mrd. auf USD 150 Mrd. aus. Auch der Umfang der Geschäfte mit 14-tägiger Laufzeit wurde von USD 20 Mrd. auf USD 45 Mrd. aufgestockt. Mit diesen Massnahmen wolle die Fed sicherstellen, dass die Versorgung der US-Geschäftsbanken mit Zentralbankgeld weiter ausreichend ist und Druck an den Interbankenmärkten verhindert wird.

Sentix-Investorenstimmungsindex mit stärkstem Einbruch seit sieben Jahren

Den neusten Umfrageergebnissen des deutschen Finanzmarktanalyseunternehmens Sentix zufolge hat sich die Stimmung der befragten Anleger im März deutlich eingetrübt. Der Frühindikator fiel um 22.3 Punkte auf minus 17.1 Zähler und notierte damit den stärksten Rückgang innerhalb eines Monats seit Beginn der Erhebung und den niedrigsten Wert seit April 2013. Der Index der Erwartungen fiel gar auf den tiefsten Stand seit August 2012. Hintergrund sind natürlich die Ausbreitung des Coronavirus in Europa und die schwer abschätzbaren konjunkturellen Folgen.

Japans Regierung will Massnahmenpaket gegen Konjunktureinbruch vorstellen

Die japanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2019 noch stärker geschrumpft als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt der weltweit drittgrössten Volkswirtschaft ging im letzten Quartal um -1.8% zum Vorquartal zurück (erste Schätzung -1.6%). Auf das Jahr hochgerechnet beläuft sich der Einbruch auf -7.1%. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Coronavirus-Krise steigt die Angst vor einer Rezession und so will Japans Regierung noch heute ein Massnahmenpaket präsentieren.

Kann Joe Biden seinen Vorsprung ausbauen?

Im Rennen um die demokratische Kandidatur für die US-Präsidentschaft wird heute in sechs Bundesstaaten abgestimmt: Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington. Der frühere US-Vizepräsident Biden (77) liefert sich mit dem linken Senator Bernie Sanders (78) einen Zweikampf um die Nominierung. Bei den heutigen Vorwahlen geht es um etwa neun Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Um sich die Nominierung zu sichern, muss der demokratische Kandidat 1 991 von insgesamt 3 979 regulären Delegierten gewinnen.

Wirtschaftskalender 10. März
MEZLandIndikatorLetzte Periode
02:30CNVerbraucherpreise (J/J)+5.4%
08:45FRIndustrieproduktion (J/J)-3.0%
10:00ITIndustrieproduktion (J/J)-4.3%
11:00EZBIP Q4 (Q/Q)+0.1%
Unternehmenskalender 10. März
LandUnternehmenPeriode
CHAryztaH1
CHGeberitJ19
DEDeutsche PostJ19
ITTelecom ItaliaJ19

Quelle: BondWorld.ch