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LGT Navigator: Quartalsberichte europäischer Blue-Chips rücken in den Fokus

LGT Navigator: Während Anleger an den Kapitalmärkten nach wie vor ihre Erwartungen hinsichtlich Inflationsentwicklung und der entsprechenden Antworten der Zentralbanken adjustieren, nimmt insbesondere in Europa die Unternehmensberichtssaison in dieser Woche an Fahrt auf.

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Vor dem Hintergrund eher schwacher Daten zum Konsumklima in den USA gaben die Indizes an der New Yorker Börse am Freitag nach, blieben aber im Falle des S&P 500 und der Nasdaq in der Nähe der jüngst erreichten Rekordhochs. Auch für den Dow Jones Industrial bleibt das im Mai erreichte Hoch bei 35’092 Punkten in Reichweite. Am Freitag gab der Dow aber um -0.86% auf 34’687.85 Punkte nach, womit der Index im Wochenverlauf ein halbes Prozent einbüsste. Der S&P 500 fiel vor dem Wochenende um -0.75% auf 4’327.16 Zähler und auch der Nasdaq 100 verbuchte einen Tagesverlust von 0.77%. In Asien folgten die meisten Aktienindizes zum Wochenauftakt den negativen Vorgaben aus Übersee, während in Tokio die Börse aufgrund eines Feiertages geschlossen blieb. Für neue Impulse könnte nun die laufende Unternehmensberichtssaison sorgen. In dieser Woche stehen insbesondere die Quartalsergebnisse europäischer Blue-Chip-Unternehmen im Mittelpunkt: UBS am Dienstag, Novartis, Daimler und SAP am Mittwoch, gefolgt von Roche, ABB oder Unilever am Donnerstag.

Amerikanische Konsumenten etwas zurückhaltender

Die Konsumentenstimmung in den USA hat sich im Juli gemäss den Umfrageergebnissen der Universität Michigan entgegen den Erwartungen gegenüber dem Vormonat eingetrübt. Das Verbrauchervertrauensbarometer gab um 4.7 auf 80.8 Punkte nach, während Analysten im Schnitt von einer Verbesserung auf 86.5 Zähler ausgegangen waren. Gleichzeitig wurde gemeldet, dass die US-Einzelhandelsumsätze im Juni zwar wieder gestiegen sind, jedoch der Vormonatswert revidierten Angaben zufolge noch schlechter ausgefallen war. Im Vergleich zum Vormonat legten die Retail Sales im Juni um +0.6% zu (Konsens -0.4%). Andererseits wurde aber der für Mai zunächst berechnete Umsatzrückgang von -1.3% auf -1.7% korrigiert. Belastet werden die Einzelhandelsumsätze auch durch die derzeitigen weltweiten Lieferschwierigkeiten, welche beispielsweise die Autoproduktion drosseln und damit auch für weniger Verkäufe von Automobilen sorgen. Die Umsätze der Autohändler gingen im Juli um -4.6% gegenüber dem Vormonat zurück.

Inflationsrate im Euroraum geht leicht zurück

In der Eurozone ist die Teuerungsrate der Verbraucherpreise auf Jahressicht leicht gesunken. Gemäss Eurostat verteuerten sich die Verbraucherpreise im Juli gegenüber der Vorjahresperiode um +1.9% verglichen mit +2.0% im Juni. Am eindrücklichsten war einmal mehr der Anstieg der Energiepreise um +12.6% im Vergleich zum Vorjahr. Die Kerninflationsrate gab ebenfalls von +1.0% auf +0.9% nach.

Japans Zentralbank bestätigt ihre Politik und stellt Massnahmen zum Klimaschutz vor

Wie die EZB hat nun auch die japanische Notenbank ein Programm gegen den Klimawandel vorgestellt. Die Bank of Japan will einerseits «grüne» Anleihen in Fremdwährung kaufen und andererseits mit Nullzinskrediten Geschäftsbanken unterstützen, die klimafreundliche Projekte finanzieren. Gleichzeitig bestätigte Japans Zentralbank ihre weiterhin expansive Geldpolitik und hielt ihren Leitzins unverändert bei minus 0.1% sowie den Zielsatz für die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen bei null. Des Weiteren korrigierte die Bank of Japan ihre Wachstumsprognose für das bis nächsten April laufende Fiskaljahr vor dem Hintergrund der Pandemie leicht nach unten. Andererseits erhöhte die BoJ ihre Inflationsprognose für dieses Jahr von zuvor +0.1% auf +0.6%.

Wirtschaftskalender 19. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 JP Feiertag  
10:00 DE Bundesbank Monatsbericht  
16:00 USA NAHB-Immobilienmarktindex (Juli)  81.0

 

Unternehmenskalender 19. Juli

Land Unternehmen Periode
USA IBM Q2

 

Quelle: BondWorld.ch