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LGT Navigator: Rückkehr Trumps sorgt für Erleichterung während das US-Corona-Hilfspaket in der Schwebe bleibt

LGT Navigator: Die Börsen zeigten sich erleichtert, dass sich der Gesundheitszustand von Trump scheinbar verbessert hat und der Präsident bereits wieder ins Weisse Haus zurückkehren konnte.

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Eine Fortsetzung des regulären Präsidentschaftswahlprogramms ist derzeit aber keinesfalls gesichert und zugleich sorgt eine Reihe von Covid-19-Infektionen im Umfeld des Weissen Hauses für eine mögliche weitere Verzögerung des im Kongress umstrittenen Corona-Hilfspakets. Unterdessen zeigten sich Investoren in der aktuellen Sentix-Umfrage wieder etwas vorsichtiger.

US-Präsident Donald Trump konnte das Hospital wieder verlassen und kehrte ins Weisse Haus zurück. Wie die (vorläufig kurze) Krankheit des Präsidenten so kurz vor dem Wahltermin auf die Amerikaner wirken wird und ob dies einen Einfluss auf deren Entscheidung haben wird ist derzeit fraglich. Sicher scheint, dass Trump keinesfalls seine Einstellung gegenüber dem Coronavirus geändert hat.

An der Wall Street reagierten die Anleger positiv auf die schnelle Genesung und die Rückkehr des Präsidenten. Der Dow Jones Industrial legte um +1.68% auf 28 148.64 Punkte zu und auch der marktbreite S&P 500 legte mit einem Tagesgewinn von +1.82% (3408.60 Punkte) einen beeindruckenden Wochenstart hin. Auch in Asien profitierten die Aktienmärkte von der Rückkehr des US-Präsidenten und kletterten teilweise auf ein Zweiwochenhoch. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rund +0.5% höher.

US-Corona-Hilfspaket bleibt in der Schwebe

Die Infektion des US-Präsidenten mit dem Coronavirus hat auch mögliche Konsequenzen für die Arbeit des US-Kongresses. So könnte sich eine Abstimmung auf ein Corona-Hilfspaket weiter verzögern, da drei republikanische Senatoren ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet wurden und sich daher in Quarantäne begeben mussten. Mitch McConnell, republikanischer Mehrheitsführer im Senat, kündigte bereits eine Tagungspause bis zum 19. Oktober an. Unterdessen zeigte sich Nancy Pelosi, demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, zuversichtlich und meinte: «Wir machen Fortschritte». Zuvor hatten die Demokraten einen Kompromissvorschlag über rund USD 2.2 Billionen vorgebracht. Das Angebot der Republikaner liegt derzeit bei USD 1.6 Billionen.

Amerikanische Dienstleister zuversichtlicher

Trotz der nach wie vor unsicheren Pandemielage in den USA zeigten sich die vom Branchenverband Institute for Supply Management (ISM) befragten Unternehmen im Dienstleistungssektor im September optimistischer. So verbesserte sich der ISM-Einkaufsmanagerindex von 56.9 Punkten im Vormonat auf 57.8 Zähler. Analysten hatten durchschnittlich mit einer Eintrübung auf 56.2 Punkte gerechnet. Positiv zu verzeichnen ist vor allem auch eine Verbesserung der Beschäftigungskomponente.

Investoren zeigen sich in Sentix-Umfrage wieder etwas vorsichtiger

Die vom deutschen Finanzmarktanalyseunternehmen Sentix monatlich durchgeführte Umfrage unter rund 1000 Anlegern zeigte für Oktober eine wieder leicht vorsichtigere Einschätzung des Konjunkturausblicks für die Eurozone. Nachdem das Stimmungsbarometer die letzten fünf Monate kontinuierlich zugelegt hatte und damit die Erholung vom Höhepunkt der Corona-Pandemie spiegelte, fiel der Indikator nun wieder um 0.3 Punkte gegenüber dem Vormonat auf -8.3 Zähler zurück. Am optimistischsten äusserten sich die Investoren hinsichtlich der Entwicklung in Asien. Der entsprechende Indikator erreichte den höchsten Stand seit Jahresbeginn. Laut Sentix reflektieren die befragten Anleger dabei das zunehmend bessere Konjunkturbild in China.

Erholung des Dienstleistungssektors im Euroraum gerät ins Stocken

Die finalen Werte der monatlichen Einkaufsmanagerumfragen der Londoner Marktforschungsfirma IHS Markit bestätigten, dass die Erholung der Gesamtwirtschaft im Euroraum nach der fulminanten Erholung vom Corona-Schock wieder etwas ins Stocken geraten ist. So fiel der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI Composite) im September von 51.9 auf 50.4 Punkte zurück. Während die Situation im Industriesektor relativ stabil erscheint, leidet die Dienstleistungsbranche unter den erneut steigenden Corona-Fallzahlen. Dementsprechend gab der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im September von 50.5 auf 48.0 Punkte nach, womit der Wirtschaftszweig wieder in eine Kontraktion abgerutscht ist. Der europäische Dienstleistungssektor wurde durch die Corona-Massnahmen besonders hart getroffen und die Erholung ist in den vergangenen Monaten deutlich schwächer verlaufen als in der Industrie.

Wirtschaftskalender 6. Oktober

MEZ

Land

Indikator

Letzte Periode

08:00

DE

Auftragseingang Industrie (August, J/J)

-7.3%

14:30

USA

Handelsbilanz (August) 

-USD 63.56 Mrd.

 
Unternehmenskalender 6. Oktober

Land

Unternehmen

Periode

CH

Aryzta

J

 

Quelle: BondWorld.ch