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LGT Navigator: Ruhiger Monatsausklang erwartet

LGT Navigator: Aufgrund eines Feiertags in den USA (Memorial Day) wie auch in Grossbritannien (Spring Bank Holiday) und den Ende dieser Woche anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, dürfte die Handelswoche ruhig beginnen.

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In Asien tendieren die Aktienindizes uneinheitlich, nachdem an der Wall Street am Freitag der Dow & Co anfängliche Gewinne nicht halten konnten und mit äusserst moderaten Gewinnen ins Wochenende gingen. In Europa darf angesichts fehlender neuer Impulse mit einem ruhigen Monatsausklang gerechnet werden.

An der New Yorker Börse zeigten sich die Indizes vor dem verlängerten Wochenende angesichts jüngst recht solider Wirtschaftsdaten und der Aussicht auf weitere fiskalpolitische Unterstützung robust, vermochten aber die zu Handelsbeginn verbuchten Gewinne nicht über die Ziellinie zu retten. Gewinnmitnahmen sorgten dafür, dass der Dow Jones Industrial schlussendlich nur um +0.19% auf 34 529,45 Punkte zulegten konnte. Der Leitindex verbuchte damit auf Wochensicht ein bescheidenes Plus von +0.9%. Der S&P 500 +0,04% schloss am Freitag praktisch unverändert gegenüber dem Vortag bei 4’204.11 Zählern (+0.08%). Am Anleihenmarkt gab die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen leicht auf 1.58% nach. In Asien sorgten sowohl die schlechter als erwartet ausgefallene Industrieproduktion in Japan, als auch die leicht gesunkenen Einkaufsmanagerindizes (PMI) in China für einen leicht negativen Wochenauftakt.

US-Arbeitsmarktbericht – das Highlight dieser Woche

Heute soll die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) um 10:00 Uhr (MEZ) ihre aktuelle Konjunkturprognosen vorlegen. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Impfkampagnen und der Eindämmung der Corona-Pandemie wird ein leicht zuversichtlicher Blick in die Zukunft erwartet. Das Hauptereignis der Woche steht aber erst am kommenden Freitag an, wenn die neusten US-Arbeitsmarktzahlen publiziert werden. Analysten gehen von einem starken Zuwachs von rund +650’000 Jobs aus, nachdem im April deutlich weniger Stellen geschaffen worden waren als prognostiziert.

EZB-Spitzenvertreterin sieht Euro-Wirtschaft am Wendepunkt

EZB-Direktorin Isabel Schnabel zeigt sich zuversichtlich, da sich die Konjunkturaussichten im Euroraum dank sinkender Corona-Infektionszahlen und fortschreitender Impfkampagnen deutlich aufgehellt hätten. Vor diesem Hintergrund werde der EZB-Rat am 10. Juni entscheiden, ob das jüngst nochmals erhöhte Kaufvolumen des Pandemieprogramms PEPP fortgesetzt werden soll. Ausschlaggebend werde die Einschätzung hinsichtlich der Finanzierungsbedingungen und des Inflationsausblicks sein.

Starker Anstieg der Importpreise in Deutschland

Die Preise deutscher Einfuhren haben sich im April stärker als erwartet um +1.4% gegenüber dem Vormonat und im Vergleich zum Vorjahr um +10.3% erhöht. Auf Jahressicht wurde damit die stärkste Preissteigerung seit Dezember 2010 notiert. Getrieben wurde die Erhöhung der Importpreise insbesondere durch die Energiepreise, welche im Jahresvergleich aufgrund des Basiseffekts der Coronakrise um 101.3% zulegten und damit die höchste jährliche Steigerungsrate seit über zehn Jahren auswiesen. Die Entwicklung der Importpreise gilt als ein Indiz für die Inflationsentwicklung.

Frankreich zurück in der Rezession bei höchster Inflationsrate seit Ende 2018

Die französische Wirtschaft steckte im ersten Quartal erneut in einer «technischen» Rezession. Den am Freitag publizierten revidierten Daten zufolge ging die Wirtschaftsleistung der zweitgrössten Volkswirtschaft in der Eurozone um -0.1% zum Vorquartal zurück. Dies nachdem das französische BIP bereits im Schlussquartal 2020 um -1.5% geschrumpft war. Aufgrund des harten Lockdowns stagnierten insbesondere der Privatkonsum und auch die Investitionen erhöhten sich zu Jahresbeginn nur geringfügig. Gleichzeitig trieben höhere Energiepreise die Inflation in Frankreich im Mai auf den höchsten Stand seit Ende 2018. Die Verbraucherpreise stiegen auf Jahressicht um +1.8% verglichen mit einer Teuerungsrate von +1.6% im April.

Wirtschaftskalender 31. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 USA/GB Feiertag  
08:00 DE Importpreise (Mai, J/J) +6.9%
09:00 SP Verbraucherpreise (Mai, J/J) +2.0%
11:00 IT Verbraucherpreise (Mai, J/J) +1.0%
14:00 DE Verbraucherpreise (Mai, J/J) +2.1%

 

Unternehmenskalender 1. Juni

Land Unternehmen Periode
USA Dell Q1
USA Zoom Video Q1

 

Quelle: BondWorld.ch