LGT

LGT Navigator: Startschuss zur Bilanzsaison

LGT Navigator: Mit dem Quartalsergebnis der Grossbank JPMorgan fällt heute vor Börseneröffnung in New York der Startschuss zur Unternehmensberichtssaison in den USA. Inzwischen bleibt die Stimmung an den Aktienmärkten wegen der durch den jüngsten Ölpreisanstieg verstärkten Inflationssorgen gedrückt.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


In Washington stimmte gestern das Repräsentantenhaus einem vom Senat verabschiedeten Gesetzentwurf zu, der die Kreditaufnahmegrenze der Regierung vorübergehend auf anhebt und damit das Risiko eines Zahlungsausfalls auf Anfang Dezember verschiebt.

In New York verbuchten die Aktienindizes vor dem Start in die Berichtssaison der Blue-Chips und angesichts der verstärkten Inflationssorgen auch am Dienstag Verluste. Der Dow Jones Industrial fiel um -0.34% auf 34’378.34 Punkte und der S&P 500 gab um -0.24% auf 4’350.65 Zähler nach. Eröffnet wird die Quartalsbilanzperiode von der Grossbank JPMorgan. Analysten erwarten im Konsens eine Gewinnsteigerung von +1.7% auf USD 2.97 je Aktie.

Auch an den Börsen Asiens blieben die Aktienanleger vorsichtig und die Indizes tendierten am Mittwoch mehrheitlich im negativen Territorium. Ein positives Zeichen für den Welthandel ist das ungebrochene Wachstum der chinesischen Exporte. Im September stiegen die Ausfuhren der zweitgrössten Volkswirtschaft um +28.1% (in US-Dollar gerechnet) gegenüber dem Vorjahr.

In Washington einigen sich Demokraten und Republikaner auf Erhöhung der US-Schuldengrenze

Das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus stimmte gestern zu, die Obergrenze für die Kreditaufnahme der Regierung vorübergehend um USD 480 Milliarden auf USD 28.9 Billionen anzuheben und die «Deadline» auf Dezember zu verschieben. Die Abstimmung fiel mit 219:206 Stimmen wie erwartet hart umkämpft entlang der Parteilinien aus.

ZEW-Konjunkturausblick trübt sich den fünften Monat in Folge ein

Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) regelmässig befragten Investoren und Analysten zeigten sich in der aktuellen Oktober-Umfrage erneut pessimistischer. Das Konjunkturbarometer fiel dabei von 26.5 Punkten im September auf 22.3 Zähler zurück (Konsens 23.5). Seit dem im Mai erreichten Zwanzigjahreshoch hat sich die Stimmung damit kontinuierlich verschlechtert. Laut ZEW ist die erneute Eintrübung des konjunkturellen Ausblicks hauptsächlich auf die zunehmenden Inflationssorgen vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und den Engpässen in den globalen Lieferketten zurückzuführen.

IWF geht 2022 von einer Normalisierung der Inflation aus

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich der stark gestiegene Inflationsdruck Mitte nächsten Jahres «normalisieren», d.h. ein Rückgang auf den Wert von vor der Pandemie. Die hohe Teuerungsrate sei hauptsächlich auf temporäre Faktoren wie der Störung globaler Lieferketten oder höherer Energiepreise zurückzuführen. Der IWF rät den Notenbanken, die Inflationsrisiken gegen die Konjunktur-unterstützenden Massnahmen abzuwägen. In den gestern vorgestellten neuen Wirtschaftsprognosen geht der Währungsfonds von einem durchschnittlichen BIP-Wachstum von +5.9% (bisher +6.0%) im laufenden Jahr und von +4.9% im Jahr 2022 aus. Gleichzeitig wird eine Inflationsrate von +2.8% für 2021 (bisher +2.4%) und von +2.3% (+2.1%) für 2022 prognostiziert.

Wirtschaftskalender 13. Oktober

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Industrieproduktion (August, J/J)  +3.8%
08:00 DE Verbraucherpreise (September, J/J) +4.1%
11:00 EZ Industrieproduktion (August, J/J) +7.7%
14:30 USA Verbraucherpreise (September, M/M) +0.3%
14:30 USA Verbraucherpreise (September, J/J) +5.3%
14:30 USA Kern-Verbraucherpreise (September, J/J) +4.0%
20:00 USA FOMC-Protokoll  

 

Unternehmenskalender 13. Oktober

Land Unternehmen Periode
USA JPMorgan Q3
USA BlackRock Q3
USA Delta Airlines Q3

 

Quelle: BondWorld.ch