LGT

LGT Navigator: Steigende Covid-19-Zahlen in den USA sorgen für Nervosität

LGT Navigator: Die Pandemie erreicht einen neuen Höhepunkt in den USA. Die steigenden Fallzahlen sorgen für Kursverluste an den globalen Aktienmärkten …

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich seit Mitte März etwas entspannt, doch die Arbeitslosigkeit bleibt im historischen Vergleich extrem hoch.

Die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen steigt in den USA rasant. Rund 60 000 Amerikaner stecken sich derzeit täglich mit dem Coronavirus an – damit erreicht die Pandemie einen neuen Höhepunkt. Der Regierungsberater und Immunologe Anthony Fauci appellierte an diejenigen Bundesstaaten, in denen sich das Virus besonders schnell ausbreitet, einen erneuten Shutdown zu prüfen. Dazu zählt etwa Florida, wo die Zahl der Hospitalisierungen einen Höchstwert erreicht hat. US-Präsident Donald Trump will dagegen die Wiedereröffnung der Wirtschaft weiter vorantreiben und hat die Bundesstaaten dazu aufgefordert, die Schulen wieder zu öffnen. Die USA zählen mittlerweile mehr als 3.1 Millionen Krankheitsfälle, weltweit haben sich mehr als 12 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Coronakrise verunsichert Anleger

An den Finanzmärkten sorgt die Ausbreitung der Pandemie für Verunsicherung. Die amerikanischen Börsen schlossen am Donnerstag mehrheitlich mit Verlusten. Dem Abwärtstrend entziehen konnten sich Technologiewerte, die dem Nasdaq Composite entgegen dem Markttrend zu einem neuen Rekord verhalfen. Die schlechte Stimmung an Wall Street liess auch die Kurse an den europäischen Aktienmärkten abrutschen. Selbst Gold büsste an Wert ein. Der Preis des Edelmetalls näherte sich zuletzt den Rekordnotierungen von 2011 und war am Mittwoch erstmals seit neun Jahren wieder über die Marke von USD 1800 pro Unze geklettert. Anleger suchten gemäss Marktbeobachtern Schutz im US-Dollar.

Erstanträge verharren auf hohem Niveau

Im Anlegerfokus standen am Donnerstagnachmittag Konjunkturdaten aus den USA. 1.3 Millionen Amerikaner haben vergangene Woche erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt. Das sind knapp 100 000 Personen weniger als in der Vorwoche und etwas weniger, als Analysten erwartet hatten. Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich entspannt, seit die Erstanträge Mitte März einen Rekordwert von 6.9 Millionen erreicht haben, weil die Wirtschaft stillstand. Dennoch bleibt die Arbeitslosigkeit im historischen Vergleich extrem hoch. Rund 18 Millionen Menschen beziehen derzeit Arbeitslosenhilfe. Das liegt zwar unter dem Allzeithöchst von Mitte Mai (22.7 Mio.), übersteigt den vorherigen Höchstwert von 6.5 Millionen deutlich, der im Zuge der Finanzkrise im Juni 2009 gemessen wurde.

Schlappe für Trump

Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass Trump seine Steuerunterlagen an die Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan herausgeben muss. Bei den Ermittlungen geht es unter anderem um angebliche Schweigegeldzahlungen, die Trump geleistet haben soll. Damit ist der Streit um die Finanzunterlagen der US-Präsidenten aber nicht beigelegt, denn offen ist, welche Dokumente von dem Entschied betroffen sind. Weitere gerichtliche Auseinandersetzungen sind daher wahrscheinlich. Der Streit dürfte sich somit bis nach der Präsidentschaftswahl am 3. November fortsetzen.

Pharmariesen lancieren Forschungsfonds

Die Pharmaindustrie bündelt ihre Kräfte, um sich gegen die weltweite Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu wappnen. So haben die zwanzig führenden Pharmakonzerne einen Fonds im Umfang von USD 1 Milliarde lanciert, um die Forschung in diesem Bereich zu finanzieren. Ziel ist es, innerhalb von zehn Jahren drei bis vier neue Antibiotika zu entwickeln, erklärte der globale Pharmaverband IFPMA. Das Projekt wird unter anderem von Pharmariesen wie Pfizer, Roche, Novartis, Johnson & Johnson und GlaxoSmithKline unterstützt. Zudem haben sich die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Europäische Investitionsbank EIB der Initiative angeschlossen.

Wirtschaftskalender 10. Juli
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:45FRIndustrieproduktion (M/M)-20.1%
10:00ITIndustrieproduktion (M/M)-19.1%
14:30USAProduzentenpreise Kernrate (Juni)-0.1%

Unternehmenskalender 14. Juli
LandUnternehmenPeriode
USAJPMorgan ChaseQ2
USACitigroupQ2

 

Quelle: BondWorld.ch