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LGT Navigator: Stillstand vor Notenbankentscheiden

LGT Navigator: Im Vorfeld der Zinsentscheide des Fed, der SNB sowie der Bank of Japan ist die Zurückhaltung der Anleger an den Kapitalmärkten spürbar.

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Die gestiegenen Inflationserwartungen und die Aussicht auf eine weitere Erholung der Weltkonjunktur von der Coronakrise könnten die Zentralbanken zu einer früheren Zinswende bewegen. An der Wall Street bewegten sich die Standardwerte seitwärts, jedoch gelang der Technologiebörse Nasdaq ein neuerliches Rekordhoch. In Asien tendierten die Indizes uneinheitlich und auch an Europas Börsen dürfte bis zum Fed-Entscheid am Mittwoch mehr oder weniger Stillstand herrschen.

Die amerikanischen Aktienmärkte starteten ohne klaren Trend in die neue Börsenwoche. Der Dow Jones Industrial schloss -0.25% tiefer bei 34’393.75 Punkten, während der S&P 500 um +0.18% moderat auf 4’255.15 Zähler zulegte. An der Nasdaq erreichte der Auswahlindex Nasdaq 100 hingegen zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch und beendete den Montagshandel mit einem Tagesgewinn von +0.93% bei 14’128,20 Punkten. Bevor in den nächsten Tagen der Fokus voll und ganz auf die geldpolitischen Entscheide der Zentralbanken der USA, der Schweiz und Japan gerichtet ist, erwarten die Kapitalmärkte heute neuste Inflationsdaten aus den Eurokernländern Deutschland, Frankreich und Italien.

Euro-Wirtschaft und EZB-Politik auf Kurs

EZB-Präsidentin Christine Lagarde zeigt sich zuversichtlich im Hinblick auf die Konjunkturentwicklung im Euroraum, will aber weiterhin höchstmögliche Flexibilität in Bezug eine mögliche Beendigung des Pandemiekaufprogramms PEPP behalten. Den aktuellen Projektionen der Notenbank zufolge wird die Eurowirtschaft im ersten Quartal 2022 wieder das Niveau von vor der Coronakrise erreichen. Dies sollte aber laut Lagarde keinen Rückschluss auf ein Auslaufdatum des PEPP geben. «Wir bewegen uns in die richtige Richtung, aber man sollte einem Patienten die Krücken erst dann abnehmen, wenn sich die Muskeln soweit erholt haben, dass der Patient auf seinen eigenen Beinen gehen kann», meinte die Notenbankchefin in einem Interview.

Industrie im Euroraum setzt positives Zeichen

In der Eurozone bleibt die Industrie auf Erholungskurs. Neusten Daten des Statistikamts Eurostat zufolge stieg die Industrieproduktion im April kräftiger als erwartet um +0.8% gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten mit einem nur halb so starken Zuwachs gerechnet. Auf Jahressicht wurde aufgrund des Basiseffekts des Corona-bedingten Einbruchs in der Vorjahresperiode ein massiver Anstieg der Produktion um fast 40% gemessen.

Wirtschaftskalender 15. Juni

MEZ Land Indikator Letzte Periode
07:45 CH SECO-Konjunkturprognosen  
08:00 DE Verbraucherpreise (Mai, J/J) +2.4%
08:00 GB Arbeitslosenrate (Mai) 4.8%
08:45 FR Verbraucherpreise (Mai, J/J) +1.8%
10:00 IT Verbraucherpreise (Mai, J/J) +1.3%
14:30 USA Erzeugerpreise (Mai, J/J) +6.2%
14:30 USA Kern-Erzeugerpreise (Mai, J/J) +4.1%
14:30 USA Einzelhandelsumsätze (Mai, M/M) 0.0%
14:30 USA NY Fed Empire State-Industrieindex (Juni) +24.3
15:15 USA Industrieproduktion (Mai, M/M) +0.5%
16:00 USA NAHB-Immobilienindex (Juni) 83.0

 

Unternehmenskalender 15. Juni

Land Unternehmen Periode
SWE H&M  Q2 Umsatz
USA Oracle Q4

 

Quelle: BondWorld.ch