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LGT Navigator: Trump Covid-19 positiv getestet

LGT Navigator: US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump sind eigenen Angaben zufolge positiv auf Covid-19 getestet worden.

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Inzwischen könnte die Entwicklung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt im laufenden hitzigen Präsidentschaftswahlkampf durchaus einen entscheidenden Faktor spielen. Mit Spannung wird deshalb heute Nachmittag die neuste Statistik aus Washington erwartet. Unterstützung liefert den Aktienmärkten auch die ungebrochene Nachfrage nach Technologiewerten und die Hoffnung, dass doch noch eine Einigung für ein US-Corona-Paket erreicht werden kann.

US-Präsident Donald Trump vermeldete am frühen Freitagmorgen, dass er und First Lady Melania Trump positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. «Wir gehen unverzüglich in die Quarantäne und wir werden dies zusammen überstehen!» schrieb Trump auf Twitter. Der Arzt des Präsidenten, Navy-Commander Dr. Sean Conley, bestätigte, dass er am Donnerstagabend eine Bestätigung der positiven Tests erhalten habe. «Der Präsident und die First Lady seien beide wohlauf, und sie planen, während ihrer Genesungszeit zu Hause im Weissen Haus zu bleiben».

Arbeitsmarktsituation als gewichtiger Faktor im US-Wahlkampf

Wie immer stehen die US-Arbeitsmarktdaten im Fokus der Kapitalmärkte. Angesichts der Corona-Krise und des laufenden Wahlkampfes könnte eine Erholung oder eine Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt die Stimmung der Verbraucher, respektive Wähler entscheidend beeinflussen. Die am Mittwoch publizierten Daten des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP deuteten auf ein stärker als angenommenes Stellenwachstum im Privatsektor hin und auch die gestern veröffentlichten wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (Initial Jobless Claims) zeigten eine positive Tendenz. Die Zahl der Anträge ging in der Woche zum 26. September um 36 000 auf 837 000 zurück. Damit erhielten per 19. September 11.767 Mio. Amerikaner Arbeitslosenunterstützung – ein Rückgang gegenüber der Vorwoche um 980 000.

An der Wall Street verzeichnete gestern die Technologiebörse Nasdaq die stärksten Gewinne –  der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um +1.45% auf 11 583.20 Punkte zu – während der Dow Jones Industrial nach einem fulminanten Start in den neuen Monat mit Gewinnen von fast zwei Prozent schlussendlich mit einem mageren Plus von +0.13% bei 27 816.90 Zählern aus dem Rennen ging. Der marktbreite S&P 500 stieg um +0.53% auf 3 380.80 Punkte. Die Tokioter Börse hat zum Wochenschluss nach der schweren Technikpanne am Vortag leicht zugelegt. Der Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis zum späten Vormittag um 0,1 Prozent auf 23.216 Punkte. Der breiter gefasste Topix stagnierte bei 1625 Zählern. Die Anleger hielten sich im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten mit ihren Engagements zurück. Wegen technischer Probleme musste der Handel an der Tokioter Börse und auch an vielen mit ihr verbundenen anderen Handelsplätzen in Japan am Donnerstag frühzeitig eingestellt werden.

Wachstum in der US-Industrie verlangsamt sich wieder etwas

Die aufgrund der hohen Korrelation mit dem Wachstum der Gesamtwirtschaft viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerumfrage im amerikanischen Industriesektor signalisierte, dass die Erholung vom Corona-Schock im September wieder etwas an Schwung verloren hat. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 56.0 Punkten im August auf 55.4 Zähler zurück, bleibt damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Fed wird Dividenden-Moratorium verlängern

Die US-Zentralbank (Fed) will aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit und möglicher Kreditverluste das Moratorium für Grossbanken, das die Auszahlung von Dividenden und den Rückkauf von Aktien begrenzt, bis mindestens Ende Jahr verlängern. Betroffen sind insgesamt 34 Banken mit einer Bilanzsumme von jeweils über USD 100 Mrd. Die Fed hatte die Anforderung an die Grossbanken Ende Juni anlässlich ihres Banken-Stresstests angeordnet. Vor Jahresende soll dann nochmals ein Stresstest durchgeführt und über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Fronten zwischen Brüssel und London verhärten sich

Noch während die Verhandlungen eines Handelsabkommens nach dem Ausscheiden Grossbritanniens aus der Europäischen Union laufen, kündigte gestern EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, dass Brüssel rechtliche Schritte gegen London wegen Verletzung des EU-Austrittsvertrags einleite. Dabei geht es um ein von Premierminister Boris Johnson eingebrachtes Gesetz, das die Regelung der Aussengrenze zwischen Nordirland und Irland in Frage stellt und damit wichtige Teile des 2019 geschlossenen (und von den Briten unterzeichneten) Abkommens wieder aushebelt. Nachdem das britische Unterhaus das Binnenmarktgesetz abgesegnet hat und das von der EU bis Mittwoch gesetzte Ultimatum verstrichen ist, scheint in Brüssel der Geduldsfaden zu reissen. Die EU-Kommission erachte den britischen Vorstoss als Vertrauensbruch und Verstoss gegen internationales Recht, meinte von der Leyen.

Euro-Industrie legt weiter zu

Das Wachstum im Industriesektor in der Eurozone hat sich auch im September verstärkt. Dies signalisierte der vom Londoner Institut IHS Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI), der von 51.7 Punkten im Vormonat auf 53.7 Zähler zulegte. Damit erreichte das Aktivitätsbarometer trotz der anhaltenden Corona-Krise den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson kommentierte: Die Geschäftsaussichten haben sich innert Jahresfrist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Italien, Spanien und Österreich verbessert, was darauf hindeutet, dass der Aufschwung in den nächsten Monaten wieder auf breiterer Basis stattfinden könnte.

Gleichzeitig wurde gemeldet, dass sich die Arbeitslosenrate im Euroraum vor dem Hintergrund der Pandemie im August von 8.0% im Vormonat auf 8.1% verschlechtert hat. Laut Eurostat stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Eurozone gegenüber Juli dieses Jahres um 251 000. Damit waren in den Euroländern 13.18 Mio. Menschen als arbeitslos registriert und in der gesamten EU 15.6 Mio.

Wirtschaftskalender 2. Oktober
MEZLandIndikatorLetzte Periode
14:30USAArbeitslosenrate (September)8.4%
14:30USABeschäftigungswachstum Gesamtwirtschaft (September)+1.371 Mio.
14:30USABeschäftigungswachstum Privatwirtschaft (September)+1.027 Mio.
14:30USADurchschnittliche Stundenlöhne (September, J/J)+4.7%
16:00USAKonsumentenvertrauen Uni Michigan (September, final)78.9
16:00USAAuftragseingang Industrie (August, M/M)+6.4%

 

Unternehmenskalender 6. Oktober
LandUnternehmenPeriode
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Quelle: BondWorld.ch