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LGT Navigator: Trump nach gescheitertem Amtsenthebungsverfahren bestens positioniert für Wiederwahl

LGT Navigator: US-Präsident Donald Trump ist nach dem «Freispruch» durch den republikanisch dominierten Senat und nach dem desaströsen Auftakt zu den Vorwahlen bei den Demokraten gut gewappnet für den Wahlkampf…….

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Einerseits liegen Trump bekanntlich Wahlkampfveranstaltungen und andererseits kann sich der Präsident auf eine nach wir vor starke Wirtschaftsdynamik stützen. Des Weiteren lässt sich der bereits vereinbarte Handelsdeal mit China gut als internationaler Erfolg vermarkten. An den internationalen Börsen sorgten unterdessen starke US-Konjunkturdaten und Hoffnungen auf eine rasche Eindämmung des Corona-Virus für weiteren Rückenwind. Auch die Ankündigung Chinas, ab dem 14. Februar die Zölle für US-Importe im Wert von rund USD 75 Mrd. zu halbieren, hellte die Marktstimmung auf.

US Präsident Donald Trump

Wie angesichts der Mehrheitsverhältnisse im US-Senat zu erwarten war, ist das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump gescheitert. Eine Mehrheit der Senatoren lehnte beide Anklagepunkte gegen den Republikaner ab, die von den Demokraten im Repräsentantenhaus erhoben worden waren. Der beiden «Anklagepunkte» wurden mit 52 zu 48 und 53 zu 47 Stimmen abgeschmettert. Um Trump seines Amtes zu entheben, hätten sich mindestens 20 Republikaner auf die Seite der Demokraten stellen müssen.

Dynamik am US-Arbeitsmarkt hält auch zu Jahresbeginn an

Gemäss dem neusten Bericht des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP entstanden in der amerikanischen Privatwirtschaft im Januar deutlich mehr Stellen als erwartet. Mit einem Zuwachs von 291’000 Jobs registrierte die ADP gar das stärkste Wachstum seit fast fünf Jahren. Analysten hatten im Schnitt mit 157 000 neuen Stellen gerechnet. Die Statistik gilt als Indiz für den am Freitag anstehenden monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung.

Anhaltend kräftiges Wachstum in US-Dienstleistungsbranche

Das Wachstum im Dienstleistungssektor der USA hat sich zum Jahresstart beschleunigt. So stieg der vom Institute for Supply Management (ISM) publizierte Einkaufsmanagerindex für den Wirtschaftszweig von 54.9 im Vormonat auf 55.5 Punkte im Januar und lag damit klar über der 50er Wachstumsschwelle und über den prognostizierten 55.0 Zählern. Wie der gleichzeitig veröffentlichte Einkaufsmanagerindex von IHS Markit zeigte, blieb auch die US-Gesamtwirtschaft zu Jahresbeginn auf Wachstumskurs. Der PMI Composite, der die Privatwirtschaft mit Industrie- und Dienstleistungssektor abbildet, stieg von 52.7 auf 53.3 Punkte im Januar.

Auch in der Euro-Wirtschaft tut sich was

Im Euroraum hat die Wirtschaft zu Jahresbeginn wieder leicht zulegen können, wie die neusten Umfrageergebnisse vom IHS Markit-Institut zeigten. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft, d.h. Industrie- und Dienstleistungssektor zusammengenommen, kletterte von 50.9 Punkten im Dezember auf 51.3 Zähler im Januar und erreichte damit immerhin den höchsten Wert seit August letzten Jahres. Nach Einschätzung von IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson liefert das Konjunkturbarometer ein Anzeichen dafür, dass sich der Wind in der Eurozone gedreht haben dürfte.

Handelskonflikt verringert US-Handelsdefizit

Das Defizit im amerikanischen Aussenhandel ging im Gesamtjahr 2019 als Folge des Handelsdisputs mit China und der protektionistischen Haltung der Regierung Trump deutlich zurück. Den Angaben des US-Handelsministeriums zufolge fiel das Defizit im letzten Jahr um -1.7% auf USD 616.8 Mrd. und verzeichnete damit den ersten Rückgang seit sechs Jahren. Neben dem rückläufigen Handel mit China ist das tiefere Handelsdefizit der USA auch auf geringere Öleinfuhren und höhere Ölexporte zurückzuführen. Dies ist eine Konsequenz des Schieferölbooms, der die USA bald zu einem Netto-Exporteur von Rohöl machen könnte.

Bank of Japan sieht erhöhtes Risiko wegen Corona-Virus

Japans stellvertretender Notenbankchef Masazumi Wakatabe zeigt sich besorgt in Bezug auf die potenziellen Risiken durch die Ausbreitung des Corona-Virus und dessen Auswirkungen vor allem auf die chinesische Wirtschaft. Die Bank of Japan sei bereit, ihre Geldpolitik falls notwendig weiter zu lockern und die Negativzinsen weiter auszuweiten. Derzeit hält die japanische Zentralbank ihren Leitzins bei -0.1% und sichert zu, die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen weiter bei rund null Prozent zu halten.

Thailands Notenbank senkt ihren Schlüsselzins

Die thailändische Zentralbank hat ihren Leitzins auch wegen der potenziellen wirtschaftlichen Belastungen durch das Corona-Virus um einen Viertel Prozentpunkt auf ein neues Rekordtief von noch +1% gesenkt. Mit der bereits dritten Zinslockerung seit Anfang 2019 versucht die Notenbank einerseits die negativen Effekte des Handelskonflikts zwischen den USA und China auf die thailändische Wirtschaft abzufedern und aktuell auch die Risiken für den wichtigen Tourismussektor durch das Corona-Virus abzumildern.

Nike schliesst wegen Corona-Virus Grosszahl seiner Filialen in China

Der amerikanische Sportartikelherstellers Nike wird wegen der Ausbreitung des Corona-Virus vorübergehend etwa die Hälfte seiner Geschäftsfilialen in China schliessen. Zudem würden die noch offenen Filialen ihre Öffnungszeiten reduzieren. Kurzfristig sei zu erwarten, dass die Situation beträchtliche Auswirkungen auf das Geschäft in China habe, warnte das Unternehmen. Das China-Geschäft trug im Geschäftsjahr 2018/19 Rund 16% zum Konzernumsatz bei und in chinesischen Fabriken werden etwa 23% der Nike-Schuhe gefertigt.

Wirtschaftskalender 6. Februar
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEAuftragseingang Industrie (J/J)-6.5%
08:00CHUBS Immobilien-Index+0.93
10:00EZEZB-Monatsbulletin
14:30USProduktivität (ex-Agrar) Q4 (Q/Q)-0.2%
14:30USArbeitskosten Q4 (Q/Q)+2.5%
Unternehmenskalender 6. Februar
LandUnternehmenPeriode
CHSwisscomJ19
FRSanofiJ19
FRTotalJ19
FRL’OréalJ19
USBristol-Myers SquibbQ4

 

Quelle: BondWorld.ch