LGT

LGT Navigator: Unsicherheit im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie hält an

LGT Navigator: An den Kapitalmärkten bleibt die jüngste Entwicklung in der Coronavirus-Krise im Zentrum des Geschehens…

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


Zwar ging die Zahl der Neuinfektionen in China zurück, jedoch beunruhigt beispielsweise eine Ausweitung der Krankheitsfälle in Japan und Südkorea. In Asien gaben die Aktienmärkte am letzten Handelstag der Woche überwiegend nach. Positiv zu vermerken sind unterdessen starke Signale der US-Wirtschaft. Im Zentrum stehen heute auch neue Einkaufsmanagerumfragen aus den USA und Europa.

Coronavirus ungewisse Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Während die Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Virusepidemie in Asien die Anlegerstimmung weiterhin belasten wird, hat die chinesische Zentralbank im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus gestern auch den einjährigen Referenz-Zinssatz (Loan Prime Rate) von 4.15% auf 4.05% gesenkt und den fünfjährigen Referenz-Zins von 4.8% auf 4.75% gelockert. Mit den Massnahmen soll die Kreditvergabe angekurbelt werden und damit die durch die Epidemie ausgelösten negativen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft abgefedert werden.

Überzeugende US-Konjunkturindikatoren

Der vom New Yorker Wirtschaftsforschungsinstitut The Conference Board monatlich berechnete Frühindikator stieg im Januar überraschend kräftig um 0.8%, doppelt so stark wie von Ökonomen erwartet. Der aus zehn verschiedenen Wirtschaftsindizien zusammengestellte «Leading Indicator» signalisiert damit eine an Dynamik gewinnende Gesamtwirtschaft. Stark präsentierte sich auch eine Umfrage der Notenbank von Philadelphia zur Stimmung im regionalen Industriesektor. Nachdem bereits das New Yorker Industriebarometer Empire State-Index im Februar auf eine spürbare Verbesserung des Geschäftsklimas hinwies, bestätigte der gestern veröffentlichte Philly Fed-Index mit einem Sprung von 17.0 Punkten zu Jahresbeginn auf 36.7 Zähler im Februar die Verbesserung des Geschäftsklimas. Der Indikator erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2017. Ein Wert über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin.

Auch EZB sieht Risiken durch Virus-Epidemie

Wie bereits zuvor die US-Notenbank (Fed) sorgt sich auch die Europäische Zentralbank (EZB) hinsichtlich potenzieller negativer wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Epidemie. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos meinte, dass die Wirtschaft im Euroraum weiterhin eine starke Unterstützung durch die Geldpolitik benötige, vor allem auch weil das Coronavirus und die möglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft für neue Unsicherheit sorge.

Allianz übertrifft Markterwartungen

Europas grösster Versicherer Allianz steigerte seinen operativen Gewinn im letzten Jahr um +3% gegenüber dem Vorjahr auf EUR 11.9 Mrd. und lag damit am oberen Ende der eigenen Guidance von EUR 11.5-12.0 Mrd.. Der Marktkonsens hatte mit EUR 11.7 Mrd. gerechnet. Netto belief sich der Jahresgewinn 2019 auf EUR 7.9 Mrd. (+6%). Die Dividende soll von EUR 9.00 auf EUR 9.60 erhöht werden, etwas mehr als erwartet. Im Ausblick für das laufende Jahr stellt Allianz einen Gewinn von EUR 11.5-12.5 Mrd. in Aussicht und bestätigte ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über EUR 1.5 Mrd.

Morgan Stanley stemmt Milliardenübernahme

Das Wall Street-Investmenthaus Morgan Stanley übernimmt für USD 13 Mrd. den Diskontbroker E*Trade. Das Finanzhaus erhofft sich durch die milliardenschwere Akquisition signifikante Synergien, baut damit im Online-Handel mit Wertpapieren kräftig aus und reduziert die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Investmentbanking. E*Trade ist einer der grössten Online-Broker in den USA. Damit setzt sich die Konsolidierung im Billig-Broker-Segment weiter fort. Erst Ende letzten Jahres hatte der Branchenführer Charles Schwab einen der grössten US-Wertpapierhändler TD Ameritrade für USD 26 Mrd. gekauft.

Wirtschaftskalender 21. Februar
MEZLandIndikatorLetzte Periode
09:15FRMarkit Einkaufsmanagerindex Composite51.1
09:30DEMarkit Einkaufsmanagerindex Composite51.2
10:00EZMarkit Einkaufsmanagerindex Composite51.3
10:00ITAuftragseingang Industrie (J/J)-4.3%
10:30GBMarkit Einkaufsmanagerindex Composite53.3
11:00EZVerbraucherpreise (J/J)+1.4%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (J/J)+1.1%
11:00ITVerbraucherpreise (J/J)+0.5%
15:45USAMarkit Einkaufsmanagerindex Composite53.3
16:00USAVerkäufe bestehender Eigenheime (M/M)+3.6%
Unternehmenskalender 21. Februar
LandUnternehmenPeriode
CHSikaJ19
DEAllianzJ19
USADeere & CoQ1

Quelle: BondWorld.ch