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LGT Navigator: US-Grossbanken geben Startschuss zur Gewinnsaison

LGT Navigator: Die US-Börsen liessen sich am Dienstag nicht beirren: Trotz steigender Teuerung und einem Rückschlag beim Impfstoff von Johnson & Johnson kletterte der S&P 500 erneut auf ein Rekordhoch.

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Verschiedene amerikanische Grossbanken legen heute ihre Quartalszahlen vor und läuten damit die Berichtssaison ein.

An den amerikanischen Börsen setzte sich die Rekordjagd am Dienstag fort. Der S&P 500 avancierte +0.3% und schloss auf einem neuen Höchststand. Der Technologieindex Nasdaq Composite gewann +1.1%. Abwärts ging es dagegen für den Dow Jones, der -0.2% einbüsste. Allerdings dämmte auch der Dow das Minus gegen Handelsschluss ein. Auslöser für den Dämpfer waren Verluste in Johnson & Johnson: Die Titel des Pharmakonzerns verloren -1.3% und zählten damit zu den Verlierern des Tages. Das nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA empfohlen hat, Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers vorläufig auszusetzen, da Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die Entwicklung hat auch Folgen für die Impfkampagnen in Europa: Die Auslieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson wird zunächst gestoppt.

An den asiatischen Börsen zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Nikkei verliert in Tokio -0.3%, während der Hang Seng Index (+1.2%) in Hongkong und der Shanghai Composite (+0.2%) im Plus notieren.

Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich heute auf die Quartalsergebnisse der amerikanischen Finanzschwergewichte: JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Wells Fargo legen ihre Zahlen vor und eröffnen damit die Berichtssaison für das erste Quartal.

Boom in Bitcoin setzt sich fort

Die Kryptowährung Bitcoin erreichte im Handelsverlauf am Dienstag neue Rekordwerte und notierte zwischenzeitlich auf über USD 63’000 (+5%). Der Höhenflug wurde befeuert durch den bevorstehenden Börsengang der Krypto-Plattform Coinbase, die heute an der Technologiebörse Nasdaq ihr Debüt geben soll. Das Unternehmen könnte gemäss Analystenschätzungen eine Bewertung von bis zu USD 100 Mrd. erreichen – Coinbase wäre damit teurer bewertet als Intercontinental Exchange, der Betreiber der New York Stock Exchange.

US-Teuerung steigt

In den USA ist die Inflation im März etwas deutlicher als erwartet gestiegen. Im Jahresvergleich haben sich die Preise um +2.6% verteuert, nachdem im Vormonat ein Plus von 1.7% registriert wurde. Analysten hatten einen Anstieg von +2.5% erwartet. Die Kerninflation, bei der die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise ausgeklammert werden, stieg gegenüber dem Vorjahr um +1.6%, nach +1.3% im Februar. Das jährliche Inflationsziel der US-Notenbank, das bei 2% liegt, wurde damit erstmals seit Februar 2020 überschritten. Allerdings haben die Währungshüter im vergangenen Jahr beschlossen, dass die Teuerung vorübergehend auf über 2% steigen kann, ohne dass die Geldpolitik gestrafft wird. So hat Fed-Chef Jerome Powell in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass er keine Gefahr in der gegenwärtigen Inflationsentwicklung sieht und der Anstieg temporär sein dürfte.

Konjunkturerholung dürfte Ölnachfrage ankurbeln

Die Nachfrage nach Rohöl dürfte in diesem Jahr höher ausfallen als bisher angenommen, schätzt die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) in ihrem aktuellen Monatsbericht. Sie hat die Prognose für die globale Ölnachfrage erhöht und rechnet mit einem durchschnittlichen Bedarf von 96.46 Millionen Barrel pro Tag. Das entspricht einem Anstieg von rund 6 Millionen Barrel gegenüber 2020. In den vergangenen Monaten hatte das Kartell die Prognose mehrmals gesenkt, weil die Ausbreitung des Coronavirus erneut für Einschränkungen des Lebens gesorgt hatte. Nun erwartet die Opec einen Anstieg der Reisetätigkeit im Sommer und geht davon aus, dass die Fortschritte bei den Impfungen das globale Wirtschaftswachstum ankurbeln werden.

Wirtschaftskalender 14. April

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:00 EZ Industrieproduktion (J/J) +0.1%
14:30 USA Importpreise (J/J) +3.0%
14:30 USA Exportpreise (J/J) +5.2%
20:00 USA Beige Book  

 

Unternehmenskalender 14. April

Land Unternehmen Periode
USA JPMorgan Chase  Q1
USA Wells Fargo Q1
USA Goldman Sachs Q1

 

Quelle: BondWorld.ch