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LGT Navigator: US-Inflationsdaten könnten neue Impulse liefern

LGT Navigator: Nach einer schwachen letzten Woche konnten sich die meisten Aktienindizes zum Wochenauftakt trotz anhaltender mannigfacher Unsicherheiten stabilisieren.

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Mit Spannung werden heute Nachmittag die neusten Daten zur Inflationsentwicklung in den USA erwartet.

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag um +0.76% höher bei 34’869.63 Punkten und der breite S&P 500 legte +0.23% auf 4’468.73 Zähler zu. Insgesamt fehlten zu Wochenbeginn die Impulse und die Börsenstimmung bleibt durch die Unsicherheitsfaktoren Pandemie, Geldpolitik und Inflation gehemmt. Im Fokus stehen heute die Konsumentenpreise in den USA. Nachdem die Inflationsrate zuletzt im Juli auf 5.4% geklettert war, gehen Ökonomen vorerst nicht von einer Entspannung aus und prognostizieren eine anhaltend hohe Teuerungsrate von +5.3% im August. Ein weiteres Highlight ist die Produktpräsentation von Apple. Der iPhone-Hersteller wird ab 19.00 Uhr MEZ neue Produkte vorstellen und dabei voraussichtlich auch die nächste Generation des iPhones – das iPhone 13.

EZB-Direktorin Schnabel rechnet nicht mit dauerhaft erhöhter Inflation

Aller Voraussicht nach wird sich die Inflation im kommenden Jahr wieder spürbar abschwächen, zeigt sich die deutsche Isabel Schnabel, Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), überzeugt. Der aktuelle, starke Anstieg der Teuerungsraten müsse im Licht der sehr niedrigen Inflation im Vorjahr mit Vorsicht interpretiert werden. Die EZB werde aber die weitere Entwicklung wachsam verfolgen und sei bereit, falls nötig zu handeln. Im August war die Inflationsrate im Euroraum auf drei Prozent gestiegen und erreicht damit den höchsten Wert seit 13 Jahren. Bis zum Jahresende sei laut EZB-Direktorin Schnabel zwar wegen der Rohstoffknappheit und der Störungen der Lieferketten noch mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, ab dem nächsten Jahr sollte sich der Inflationsdruck aber wieder deutlich abschwächen und im Laufe der Zeit wieder unter den Zielwert von zwei Prozent fallen. Eine verfrühte Straffung der Geldpolitik könnte den Aufschwung in der Eurozone abwürgen, warnte Schnabel.

Preise im deutschen Grosshandel auf höchstem Niveau seit 37 Jahren

Die Grosshandelspreise in Deutschland sind im August auf Jahressicht um +12.3% gestiegen, womit der stärkste Anstieg seit Oktober 1974 zur Zeit der Ölkrise beobachtet wurde. Bereits in den vorangegangenen beiden Monaten waren die Grossistenpreise bereits kräftig um +11.3% im Juli und um +10.7% im Juni gestiegen. Hintergrund ist einerseits die Preisentwicklung bei vielen Rohstoffen und Vorprodukten und andererseits der Basiseffekt infolge des niedrigen Preisniveaus vor einem Jahr als die Coronakrise voll auf die Preise durchschlug.

Britische Zölle auf EU-Importe sind seit dem Brexit deutlich gestiegen

Konsumenten und Unternehmen in Grossbritannien haben von Anfang Jahr bis Juli umgerechnet rund EUR 2.6 Mrd. an Zollgebühren bezahlt, was auf Jahressicht einer Zunahme von +42% entspricht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens UHY Hacker Young basierend auf Regierungsdaten. Zudem sei der Import von EU-Gütern nach dem Brexit wegen der verstärkten Bürokratie komplizierter und aufwendiger geworden.

Wirtschaftskalender 14. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:30 CH Erzeugerpreise (August, J/J) +3.3%
09:00 SP Verbraucherpreise (August, J/J) +3.3%
14:30 USA Verbraucherpreise (August, M/M) +0.5%
14:30 USA Verbraucherpreise (August, J/J) +5.4%
14:30 USA Kern-Verbrauchrepreise (August, J/J) +4.3%

 

Unternehmenskalender 14. September

Land Unternehmen Periode
CH Roche „Pharma Day“  

 

Quelle: BondWorld.ch