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LGT Navigator: US-Notenbank hält an Geldpolitik fest

LGT Navigator: Die US-Notenbank Fed hat ihren geldpolitischen Kurs bestätigt. Trotz neuer Unsicherheiten wie dem Coronavirus hat sie auch keine Zinsveränderungen in Aussicht gestellt…

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Das Europaparlament hat den Brexit-Vertrag gebilligt und damit den Weg für einen geregelten EU-Austritt Grossbritanniens am Freitag freigemacht. Die Ratingagentur Fitch hebt Griechenlands Kreditbonität auf «BB mit positivem Ausblick».

Im Vorfeld der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC), hat US-Präsident Donald Trump die Notenbank zum wiederholten Male aufgefordert, die Zinsen zu senken. Er begründete diese Aufforderung mit der Finanzierung der US-Staatsschulden. Die Fed und ihr Vorsitzender, Jerome Powell, hielten sich nicht an den Hinweis. Das FOMC beliess das Zielband für den Leitzins in einer Spanne von 1.50 bis 1.75%. Alle Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss befürworteten die Zinsentscheidung, teilte die Fed am Mittwoch in Washington mit. Ausserdem plane die Fed eine weitere Bilanzausweitung, um den Banken ausreichend Kapital zur Verfügung zu stellen. Sie werde ihre Käufe von kurzfristigen Staatsanleihen in Höhe von monatlich USD 60 Mrd. bis über April hinaus fortsetzen. Seit die US-Notenbank im Oktober 2019 entschieden hat, erneut «Treasury Bills» anzukaufen, ist ihre Bilanzsumme um USD 325 Mrd. gestiegen.

Die Fed signalisiert weiterhin für die nähere Zukunft unveränderte Zinsen. «Der Ausschuss ist der Ansicht, dass der derzeitige geldpolitische Kurs angemessen ist, um eine nachhaltige Expansion der Wirtschaftstätigkeit, starke Arbeitsmarktbedingungen und eine Inflation nahe dem Zwei-Prozent-Ziel zu unterstützen», heisst es in der Erklärung zur Zinsentscheidung. Damit wiederholte die Fed eine zentrale Aussage aus ihrem Statement vom Dezember. Notenbankchef Jerome Powell betonte auf der anschliessenden Pressekonferenz, dass die Geldpolitik angemessen bleibe, solange die Daten nicht merklich vom Ausblick der Fed abwichen.

Die Fed verweist auf den zuletzt robusten Arbeitsmarkt und das moderate Wirtschaftswachstum. Schwach blieben jedoch die Unternehmensinvestitionen und die Exporte. Der private Konsum wachse moderat. Mit Blick auf mögliche weitere Entscheidungen werde man – neben dem Arbeitsmarkt und der Inflation – auch die internationale Entwicklung genau beobachten.

Die Reaktion an den Finanzmärkten war verhalten. Der Eurokurs legte während der Pressekonferenz geringfügig zu, der US-Aktienmarkt reagierte kaum. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sank auf 1.59%. Die Märkte schlossen wegen der bisher guten Berichtssaison unverändert.

Europaparlament nimmt Vertrag für geregelten Brexit an

Das Europaparlament hat den Brexit-Vertrag gebilligt und damit den Weg für einen geregelten EU-Austritt Grossbritanniens am Freitag freigemacht. 621 Abgeordnete stimmten in Brüssel für das Abkommen, 49 dagegen, 13 enthielten sich. Durch das Abkommen bleibt Grossbritannien bis Ende 2020 noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Die Übergangsphase wollen beide Seiten nutzen, um ein Handelsabkommen und weitere Vereinbarungen über die künftigen Beziehungen auszuhandeln.

Fitch hebt Griechenlands Kreditbonität auf «BB mit positivem Ausblick»

Die Erhöhung der Kreditbonität Griechenlands durch die Ratingagentur Fitch drückte die Rendite zehnjähriger Staatspapiere diese Woche auf rund 1.15% – ein neues Allzeittief. Die Verbesserung auf «BB mit positivem Ausblick» stellt die beste Einschätzung seit Beginn der Rettungsprogramme im Zuge der Eurokrise dar. Zwar liegt das Rating damit weiter im riskanten Bereich. Bis Mitte 2021 will Premierminister Kyriakos Mitsotakis die Ratingbewertung aber in das als sicher geltende «Investment Grade»-Segment steigern. Massgeblich dazu beitragen soll das «Herkules-Projekt», durch das Banken notleidende Kredite mit einer staatlichen Bürgschaft weiterverkaufen können. Dadurch soll der Bestand dieser Kredite, der derzeit EUR 75 Mrd. beträgt, um über 40% reduziert werden.

Wirtschaftskalender 30. Januar
MEZLandIndikatorLetzte Periode
09:00CHKOF Leitindex96.40
09:55DEArbeitslosenrate5.0%
11:00EUKonjunkturstimmung101.50
11:00EUGeschäftsklima-0.25
11:00EUKonsumentenvertrauen-8.10
11:00EUArbeitslosenrate7.5%
13:00GBZinsentscheid Bank of England0.75%
14:00DEVerbraucherpreise (J/J)1.5%
14:30USBIP (Q/Q, annualisiert)2.1%
14:30USErstanträge auf Arbeitslosenunterstützung211.000
Unternehmenskalender 30. Januar
LandUnternehmenPeriode
CHRocheJ19
CHSwatchJ19
DEDeutsche BankJ19
NLRoyal Dutch ShellJ19
GBBTQ3
GBDiageoS1
GBUnileverJ19
USAmgenQ4
USDupontQ4
USCoca-ColaQ4
USVisaQ1
USVerizonQ4

 

Quelle: BondWorld.ch