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LGT Navigator: US-Wahlen – Tag der Entscheidung

LGT Navigator: Nun ist es endlich soweit. Heute sollte sich entscheiden, wer künftig im Weissen Haus sitzen wird und die Geschicke der USA, der weltgrössten Volkswirtschaft, lenken wird:

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Trump oder Biden? Spannender könnte die Ausgangslage wohl kaum sein und das Risiko einer Pattsituation scheint auch diesmal hoch. Sollte morgen früh kein definitives Resultat vermeldet werden, könnte es an den Finanzmärkten turbulent zu- und hergehen und es müsste sicherlich mit einem hohen Grad an Unsicherheit und ausgeprägter Volatilität gerechnet werden.

US-Wahlen: Tag der Entscheidung

Geplanter Ablauf der US-Präsidentschafts- und Kongresswahlen 2020

In der Folge wollten wir Ihnen einen Überblick (alle Zeiten MESZ) auf die (aus europäischer Sicht) bevorstehende Wahlnacht geben:

Dienstag, 3. November

12 – 18 Uhr: Die Wahllokale in den meisten US-Bundesstaaten öffnen.

Mittwoch, 4. November

ab 0 Uhr: Erste Wahllokale in den US-Bundesstaaten Kentucky und Indiana schliessen.

Ab 1 Uhr: Die US-Bundesstaaten South Carolina, Virginia und Vermont haben gewählt. Auch in Georgia, in New Hampshire, Indiana, Kentucky und insbesondere in Florida schliessen erste Wahllokale.

Ab 1:30 Uhr: Die Wahllokale in West Virginia sowie den beiden Swing States North Carolina und Ohio schliessen. Die Ergebnisse von Ohio stellen einen weiteren Höhepunkt der Wahlnacht dar. Vielfach galt bisher: Wer Ohio gewinnt, zieht auch ins Weisse Haus ein. Der letzte Präsidentschaftskandidat, der trotz einer Niederlage in Ohio die Präsidentschaftswahl gewonnen hat, war John F. Kennedy.

Ab 2 Uhr: Alabama, Connecticut, Delaware, Illinois, Maryland, Massachusetts, Mississippi, Missouri, New Jersey, Oklahoma, Rhode Island, Tennessee und Washington D.C. haben gewählt. Von entscheidender Bedeutung könnten nun die vorliegenden Resultate aus den Swing States Florida, Maine und Pennsylvania sein, die möglicherweise eine deutliche Tendenz für den Wahlsieg zeigen könnten. Darüber hinaus wird die Wahl in einigen Wahllokalen in North Dakota, Michigan, Kansas, South Dakota und Texas beendet.

Ab 2:30 Uhr: Im Bundesstaat Arkansas werden die Wahllokale geschlossen.

Ab 3 Uhr: Die Präsidentschaftswahl 2020 ist nun auch in Colorado, Louisiana, New Mexico, New York und Wyoming vorbei. Und in den Swing States Arizona und Michigan werden die Wahllokale geschlossen. Auch in Minnesota, Nebraska, Texas, Wisconsin, Kansas und South Dakota sollte die Wahl abgeschlossen sein.

Ab 4 Uhr: Die Wahllokale in Montana und Utah sowie einige Wahllokale in Idaho und Oregon schliessen. Und auch in den zwei Swing States Iowa und Nevada ist die Wahl vorbei.

Ab 5 Uhr: Die Präsidentschaftswahl 2020 nähert sich ihrem Finale. In den US-Bundesstaaten Kalifornien, Hawaii, Idaho, Oregon und Washington schliessen die Wahllokale. Wichtig: ab diesem Zeitpunkt dürfen normalerweise die grossen US-Medienhäuser einen Wahlsieger ausrufen, da nur noch die Stimmen aus dem US-Bundesstaat Alaska fehlen.

Ab 6 Uhr: Während überall sonst in Amerika die Wahllokale bereits geschlossen sind, ist die Präsidentschaftswahl 2020 nun auch in Alaska beendet.

Ab 7 Uhr: Es sind nun alle Wahllokale in den USA geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt würden im Normalfall die beiden Kontrahenten miteinander telefonieren und gegebenenfalls eine Seite ihre Niederlage einräumen, bevor die andere Seite den Sieg verkündet.

Wie geht es nach dem Wahltag weiter?
  1. November: Deadline für Briefstimmen aus Kansas, Kentucky, Massachusetts, North Carolina, Pennsylvania, und Virginia.
  2. November: Deadline Deadline für Briefstimmen aus West Virginia.
  3. November: Deadline für Briefstimmen aus Iowa.
  4. November: Deadline Deadline für Briefstimmen aus Minnesota, Mississippi, Nevada, New Jersey und New York.
  5. November: Deadline für Briefstimmen aus Ohio und Maryland.
  6. November: Deadline für Briefstimmen aus Illinois.
  7. November: Deadline für Briefstimmen aus Kalifornien.
  8. Dezember: Deadline der «Safe-Harbor»-Frist nach dem US-Wahlzählgesetz, in der die Bundesstaaten alle Kontroversen über die Auswahl ihrer Wähler des Wahlkollegiums endgültig beilegen müssen.
  9. Dezember: Die Wahlleute im «Electoral College» kommen zusammen und wählen den Präsidenten und Vizepräsidenten.
  10. Januar 2021: Auszählung der Stimmen der Wahlleute und Bekanntgabe, resp. Zertifizierung des offiziellen Ergebnisses der US-Wahl 2020.
  11. Januar 2021: Tag der Amtseinführung des neuen Präsidenten in Washington, D.C.
Biden liegt auch in den letzten Umfragen vorne – Börsen legen zu

An den Börsen Europas und an der Wall Street legten die Aktienkurse vor den heute beginnenden US-Wahlen teilweise kräftig zu und erholten sich von den in der Vorwoche verzeichneten Verlusten. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Tagesplus von +1.6% bei 26 925.05 Punkten und der marktbreite S&P 500 legte um +1.23% auf 3 310.24 Zähler zu. In den letzten Umfragen vor der Wahl führt weiterhin der demokratische Kandidat Joe Biden. Entscheidend wird auch sein, ob es den Demokraten gelingt nach sechs Jahren die Kontrolle über den Senat zurückzugewinnen. Auch an den asiatischen Börsen legten die meisten Indizes teilweise deutlich zu. Unterdessen senkte Australiens Zentralbank ihren Leitzins auf einen historischen Tiefstand von +0.1% und kündigte ein QE-Programm über AUD 100 Mrd. an.

Amerikanische Industrie sendet Stärkezeichen

Die Erholung im US-Industriesektor hat sich im Oktober weiter verstärkt. Der viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) kletterte kräftiger als von Ökonomen erwartet von 55.4 Punkten im September auf 59.3 Zähler (Konsens 56.0). Im April war das aufgrund seiner hohen Korrelation mit dem US-Wirtschaftswachstum viel beachtete Barometer infolge der Coronakrise auf ein Rekordtief von 41.5 Punkten eingebrochen. Nach Aussagen des Branchenverbands Institute for Supply Management signalisiert insbesondere ein solider Auftragseingang bei den befragten Unternehmen die wiedergewonnene Stärke.

Auch Europas Industriesektor erholt sich weiter

Der vom Londoner Institut IHS Markit zweimal monatlich berechnete Einkaufsmanagerindex zeigte auch für die europäische Industrie eine Stimmungsaufhellung. So stieg der PMI im Oktober um 1.1 auf 54.8 Punkte, womit der Indikator den höchsten Stand seit rund zwei Jahren erreichte.

Wirtschaftskalender 4. November
MEZLandIndikatorLetzte Periode
05:00USANormalerweise der frühest mögliche Zeitpunkt, dass die Medien einen Sieger der Präsidentschaftswahlen ausrufen. 
09:15SPIHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Oktober, final)44.3
09:45ITIHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Oktober, final)50.4
09:50FRIHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Oktober, final)47.3
09:55DEIHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Oktober, final)54.5
10:00EZIHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Oktober, final)49.4
10:30GBIHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Oktober, final)52.9
14:15USAADP Beschäftigungswachstum Privatwirtschaft (Oktober)749’000
14:30USAHandelsbilanz (September)-USD 67.1 Mrd.
15:45USAIHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Oktober, final)55.5
16:00USAISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor (Oktober)57.8

 

Unternehmenskalender 3. November
LandUnternehmenPeriode
CHAdeccoQ3
CHDufryQ3
DEBayerQ3
DEHugo BossQ3
FRBNP ParibasQ3

 

Quelle: BondWorld.ch