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LGT Navigator: Verstärkte Sektorenrotation

LGT Navigator: Die Aussicht auf die baldige Umsetzung des billionenschweren US-Konjunkturprogramms sowie Fortschritte bei den Covid-19-Impfkampagnen

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sorgen zwar für Optimismus hinsichtlich einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft von der Coronakrise, erhöhen aber auch das Risiko einer aufkeimenden Inflation und in der Folge steigender Zinsen. Vor dem Hintergrund des Renditeanstiegs am Anleihemarkt steht dabei vor allem der hoch bewertete Technologiesektor unter Druck und Anleger scheinen verstärkt in Standardwerte zu flüchten.

An der New Yorker Börse sorgte eine verstärkte Sektorenrotation dafür, dass der Dow Jones Industrial zu Wochenbeginn ein neues Rekordhoch bei 32’148 Punkten erreichte und schlussendlich mit einem Tagesgewinn von +0.97% bei 31’802.44 Zählern aus dem Rennen ging. Der breiter gefasste S&P 500 und vor allem die Technologiebörse Nasdaq mussten hingegen teils deutliche Verluste hinnehmen. So schloss der S&P 500 -0.54% tiefer bei 3’821.35 Punkten und der Nasdaq 100 verlor gar fast drei Prozent auf 12’299.08 Punkte (-2.92%). Börsenstars wie Apple, Alphabet oder Tesla verloren gestern zwischen vier und fast sechs Prozent. Gleichzeitig kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 1.6%. In Asien konnten sich die Indizes nach anfänglichen Verlusten wieder fangen, gestützt vor allem durch Aktienkäufe von chinesischen Staatsfonds.

Japans Wirtschaft setzt Erholung fort, aber mit weniger Dynamik

Die japanische Wirtschaft hat ihren Erholungstrend im Schlussquartal 2020 fortgesetzt, allerdings in einem geringeren Tempo als erwartet. Revidierten Daten zufolge wies die weltweit drittgrösste Volkswirtschaft im Q4 eine auf das Jahr hochgerechnete Wachstumsrate von +11.7% (ohne Annualisierung +2.8%) aus. In einer ersten Schätzung wurde noch von +12.7% ausgegangen, nachdem das japanische Bruttoinlandsprodukt im Q3 erstmals nach drei Quartalen wieder ein kräftiges Wachstum von annualisiert +22.9% gezeigt hatte. Im Gesamtjahr 2020 weist Japan vor dem Hintergrund der Pandemie und seiner exportorientierten Wirtschaftsstruktur einen Einbruch des BIPs um -4.8% aus – der erste jährliche Rückgang seit 2009.

Investoren laut Sentix-Umfrage zuversichtlicher

Die Stimmung der Anleger hat sich im März den neusten Umfrageergebnissen der deutschen Finanzmarktanalysefirma Sentix weiter aufgehellt. Der Konjunkturindikator kletterte um 5.2 auf plus 5.0 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit gut einem Jahr. Hintergrund ist laut Sentix die Hoffnung, dass die Pandemie auf globaler Ebene ihren Höhepunkt durchschritten habe und sich die konjunkturelle Erholung fortsetze. Zudem werde der wirtschaftliche Erholungsprozess weiterhin durch die Geld- und Fiskalpolitik unterstützt.

Rückschlag für Deutschlands Industrie

Die deutsche Industrie verzeichnete im Januar einen kräftigen Rückgang der Gesamtproduktion um -2.5% gegenüber dem Vormonat. Analysten waren von einem deutlich geringeren Minus von -0.4% ausgegangen. Allerdings stieg die Industrieproduktion im Dezember revidierten Angaben des Statistische Bundesamtes zufolge um +1.9%. Die vorherige Schätzung war noch von einer Stagnation auf Monatssicht ausgegangen. Auf Jahresbasis ging die Produktion in Deutschland im Januar um -3.9% zurück, das Niveau von vor der Coronakrise im Februar 2020 wurde um -4.2% unterschritten.

Wirtschaftskalender 9. März

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Exporte (Januar, M/M) +0.1%
08:00 DE Importe (Januar, M/M) -0.1%
10:00 IT Industrieproduktion (Januar, J/J) -2.0%
11:00 EZ BIP Q4 (Q/Q) -0.6%

 

Unternehmenskalender 9. März

Land Unternehmen Periode
CH Baloise Q4
CH Rieter Q4
DE Deutsche Post Q4
DE Continental Q4

 

Quelle: BondWorld.ch