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LGT Navigator: Zaghaft wachsende Zuversicht

LGT Navigator: Eine zunehmende Zuversicht und Hoffnung, dass die Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern der Welt ihren Höhepunkt schon bald erreichen wird oder bereits erreicht hat, sorgt an den Aktienmärkten für einen fortgesetzten Erholungskurs…………….

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Trotzdem bleibt die Situation vor allem in den USA weiterhin angespannt und von einer zu frühen Entwarnung wird auch in Europa gewarnt. An der Wall Street vermochten die Indizes anfängliche Gewinne nicht zu halten und Asiens Börsen geben heute kein einheitliches Bild ab.

Wachsende Zuversicht

Hintergrund für die jüngste Erholung war die zunehmende Zuversicht der Anleger, dass die Coronavirus-Pandemie bald schon ihren Höhepunkt erreicht haben wird und einige Länder bereits die wirtschaftlichen Einschränkungen zu lockern bereit sind. China meldete gestern beispielsweise erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie keine neuen Todesopfer mehr und mehrere europäische Länder wie Österreich oder Dänemark haben erste Lockerungen der wegen der Corona-Krise ergriffenen Massnahmen angekündigt. In Deutschland warnt das Robert-Koch-Institut aber vor einer zu frühen Entwarnung. Von einer Entspannung könne, trotz einer ermutigenden jüngsten Entwicklung, im Augenblick noch nicht ausgegangen werden.

An der New Yorker Börse schloss der Dow Jones Industrial gestern -0.12% im Minus, nachdem der Leitindex während des Tages noch mit Gewinnen von gut +4% an die Erholungsrally von anfangs Woche angeknüpft hatte. Negativ ins Gewicht gefallen sind die wieder fallenden Ölpreise. In Asien zeigte sich kein einheitliches Bild. An der Tokioter Börse notiert der Nikkei 225-Index +1.76% höher, während in Hong Kong der Hang Seng-Index rund -1% verliert. Für Europas Aktienmärkte deuten die Futures auf einen kaum veränderten Börsenstart hin.

Umstrittene «Corona-Bonds» spalten Eurogruppe

Das Treffen der Finanzminister der Euroländer, die sogenannte Eurogruppe, ging gestern vorerst ergebnislos zu Ende. Heute ringen die Euro-Finanzminister aber weiter um ein gemeinsames Rettungspaket für die am härtesten getroffenen Euroländer Italien und Spanien. Erste Informationen sollen an einer Pressekonferenz um 10:00 Uhr (MEZ) folgen. Streitpunkt sind vor allem die umstrittenen sogenannten «Corona-Bonds». Seit Beginn der Krise fordern mehrere EU-Länder, allen voran die von der Pandemie besonders hart getroffenen Mitglieder Italien und Spanien, nachdrücklich die Schaffung von «Corona-Bonds», also gemeinsamer Euro-Anleihen. Rückendeckung erhielten diese Forderungen gestern von unerwarteter Stelle. So kritisierten führende deutsche Ökonomen offen die ablehnende Haltung der Bundesregierung gegen gemeinsame Anleihen der Eurostaaten zur Bewältigung der Krise. Kein Land dürfe sich zwischen finanzpolitischer Solidität und dem Retten von Menschenleben entscheiden müssen, sondern tun, was gegen die Krise nötig sei, forderte beispielsweise Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ergänzte: Die deutsche Wirtschaft sei integraler Teil einer europäischen Wirtschaft, die nur so stark sein könne wie ihr schwächstes Glied. Dies sei nicht nur ein Akt der Solidarität, sondern liege auch im Eigeninteresse Deutschlands. Die Gefahr besteht zudem, dass eine harte Haltung der EU gegenüber Italien in dieser Krisensituation den italienischen Rechtspopulisten in die Hände spielt. Weiteren Zuspruch erhielten «Corona-Bonds» auch von der OECD. Generalsekretär Angel Gurria meinte, dass die Aufteilung von Finanzrisiken der nächste notwendige Schritt der europäischen Integration sei. Zudem wäre dies nach Ansicht des OECD-Vorsitzenden ein Signal an den Rest der Welt, dass Europa stark ist.

EZB erleichtert Kreditvergabe für Banken

Die Europäische Zentralbank (EZB) will Geschäftsbanken in der Corona-Krise unterstützen, Kredite an die Realwirtschaft zu vergeben. Dafür will die Notenbank in Frankfurt vorübergehend die Bedingungen, unter denen Kreditforderungen als Sicherheiten eingereicht werden können, erleichtern. Zudem werde die EZB nun auch griechische Staatsanleihen als Sicherheiten bei Refinanzierungsgeschäften akzeptieren. Die Massnahmen sollen jedoch nur für die Dauer der Pandemie gelten.

Wirtschaftskalender 8. April
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:30FRGeschäftsklimaindex95.75
Unternehmenskalender 14. April
LandUnternehmenPeriode
USJPMorgan ChaseQ1
USJohnson & JohnsonQ1

Quelle: BondWorld.ch