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LGT Navigator: Zentralbankentscheide im Blick

LGT Navigator: An den Aktienmärkten konnten in den letzten Handelstagen trotz guter Konjunkturdaten,

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einem aktionswilligen und betont harmonischen G7-Treffen sowie Fortschritten in der Bewältigung der Corona-Pandemie keine neuen Akzente gesetzt werden. Bremsend dürften nach wie vor die latenten Inflationsängste der Anleger wirken, die mit den jüngsten Verbraucherpreisdaten aus den USA neue Nahrung erhielten. Im Zentrum stehen in dieser Woche die geldpolitischen Entscheide des Fed, der SNB und der Bank of Japan.

Am Freitag fehlten an der Wall Street erneut die Ideen und die Aktienindizes tendierten mehr oder weniger seitwärts. Der Dow Jones Industrial beendete die Woche bei 34’479.60 Punkten (+0.04%) und verbuchte auf Wochensicht ein Minus von -0.8%. Der S&P 500 legte vor dem Wochenende um +0.19% auf 4’247.44 Zähler zu, nachdem am Vortag kurzzeitig ein neues Rekordhoch verbucht wurde. An der Technologiebörse Nasdaq blieben die Indizes am Freitag uninspiriert. In der Wochenbilanz ergab sich für den Auswahlindex Nasdaq 100 aber immerhin ein Plus von +1.6%. In Asien tendierten die meisten Aktienindizes zum Wochenauftakt freundlich, wobei die Handelsvolumina angesichts von Feiertagen in Australien, China und Hongkong relativ dünn waren.

Am Bondmarkt stiegen die Renditen von Staatsanleihen im Vorfeld des Zinsentscheids der Federal Reserve am Mittwoch. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe kletterte wieder auf 1.46%, nachdem diese am vergangenen Donnerstag ein Dreimonatstief erreicht hatten und in der letzten Woche den kräftigsten Wochenrückgang seit Dezember verbucht hatten. Neben dem geldpolitischen Richtungsentscheid der US-Notenbank stehen diese Woche auch die Zinsentscheide der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Donnerstag sowie der Bank of Japan am Freitag auf der Agenda.

G7 im Einklang – Biden vor schwierigem Treffen mit Putin

US-Präsident Joe Biden und die anderen G7-Staatschefs zeigten sich am dreitägigen G7-Gipfel im englischen Cornwall demonstrativ optimistisch und zufrieden mit den Gesprächen. Laut Biden sei das Treffen «ausserordentlich kollaborativ und produktiv» gewesen. Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie versprachen die G7 ärmeren und Schwellenländern mindestens eine Milliarde Impfstoffdosen. Am Mittwoch wird nun mit Spannung das Gipfeltreffen zwischen Biden und Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Genf erwartet. Der Kremlchef betonte im Vorfeld, es gehe darum, die persönlichen Kontakte und Beziehungen zur US-Regierung wiederherzustellen und einen direkten Dialog aufzubauen. Der amerikanische Präsident seinerseits will «eine stabile und berechenbare Beziehung» mit Putin aufbauen.

Amerikanische Konsumenten zeigen sich zuversichtlicher

Den neusten Umfrageergebnissen der Universität Michigan zufolge hat sich das Verbrauchervertrauen in den USA im Juni deutlich aufgehellt. Das Stimmungsbarometer kletterte dabei von 82.9 auf 86.4 Punkte, stärker als von Analysten im Schnitt mit 84.2 Zählern erwartet. Dank den Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat sich insbesondere der Ausblick der befragten Privathaushalte verbessert.

Bundesbank sieht deutsche Wirtschaft am Beginn eines starken Aufschwungs

Die deutsche Wirtschaft sei dabei, die Coronakrise zu überwinden und die Wirtschaftsleistung könnte bereits im Sommer wieder das Vorkrisenniveau erreichen, zeigte sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann überzeugt. Die Notenbank prognostiziert nun für das laufende Jahr ein BIP-Wachstum von +3.7%. Das ist deutlich mehr als noch Ende des letzten Jahres mit +3.0% vorausgesagt. Positiv beitragen werden vor allem der private Konsum und die Exporte. Auch für 2022 geht die Bundesbank von einem kräftigeren Wachstum aus: Sie prognostiziert nun ein fulminantes Plus von +5.2% (vorherige Prognose +4.5%).

Russlands Zentralbank erhöht Leitzinsen erneut

Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Inflationsdrucks hat die russische Notenbank am Freitag ihren Schlüsselzins zum dritten Mal in Folge angehoben. Mit einem Zinsschritt von 50 Basispunkten beträgt der Leitzins nun 5.5%. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten – die Teuerungsrate liegt aktuell bei mehr als +6% – signalisierte die Zentralbank weitere Zinsstraffung.

Wirtschaftskalender 14. Juni

MEZ Land Indikator Letzte Periode
11:00 EZ Industrieproduktion (April, J/J) +10.9%

 

Unternehmenskalender 15. Juni

Land Unternehmen Periode
SWE H&M  Q2 Umsatz
USA Oracle Q4

 

Quelle: BondWorld.ch