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LGT Navigator: Zurückhaltender Wochenstart an den Börsen

LGT Navigator: Unsicherheiten über den weiteren, durch die Delta-Variante verschärften Verlauf der Corona-Pandemie,

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ein steigender Inflationsdruck und damit einhergehend eine absehbare Straffung der Geldpolitik sowie das hohe Bewertungsniveau an den Börsen sorgte bereits zum Ende der letzten Woche für Zurückhaltung unter den Anlegern. Diese vorsichtigere Attitude der Anleger scheint nun auch den Wochenauftakt zu bestimmen.

An der Wall Street beendeten die Indizes die Woche am Freitag mit Abschlägen. Der Dow Jones Industrial gab um -0.78% auf 34’607.72 Punkte nach und verbuchte damit in der durch einen Feiertag verkürzten Handelswoche einen Verlust von gut zwei Prozent. Der S&P 500 verlor am Freitag ebenfalls -0.77% und ging bei 4’458.58 Zählern aus dem Handel. An der Technologiebörse Nasdaq fielen die Indizes im gleichen Ausmass, nachdem sie Mitte letzter Woche noch Rekordhochs erreicht hatten. Mit Spannung wird die für morgen Dienstag angesetzte Produktpräsentation von Apple erwartet. Hierbei dürfte das neue iPhone 13 sowie eine Neuauflage der Apple Watch vorgestellt werden.

In Asien begann die Woche an den Aktienmärkten ebenfalls grösstenteils mit Verlusten. Auch hier drückten vor allem die Konjunktursorgen vor dem Hintergrund der Delta-Variante die Stimmung der Investoren. Für Aufmerksamkeit sorge ein Artikel der Financial Times, wonach Peking beabsichtige, Alipay, die populäre Zahlungs-App der Ant Group von Jack Ma, zu zerschlagen.

Teuerungsdruck auf Erzeugerebene in den USA nimmt weiter zu

In den USA sind die Preise auf Herstellerebene weiter kräftig angestiegen. Auf Jahressicht ergab sich im August eine Preissteigerung um +8.3% – der stärkste Anstieg seit 2010 – verglichen mit +7.8% im Juli. Analysten hatten in etwa mit dieser Entwicklung gerechnet. In der Kernrate, d.h. vor allem ohne Energiepreise, erhöhten sich die US-Erzeugerpreise um +6.3% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Zu spüren bekommen die Produzenten insbesondere die globalen Lieferprobleme und in der Folge die Materialknappheiten. Die Teuerung bei den Erzeugerpreisen schlägt sich meist mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise durch. Im Juli belief sich die offizielle Jahresinflationsrate der US-Konsumentenpreise auf +5.4%. Die grosse Frage ist, ob dieser massive Inflationsdruck lediglich vorübergehend ist oder sich längerfristig festsetzt.

Auch in Deutschland nimmt der Inflationsdruck weiter zu

Die Entwicklung der deutschen Verbraucherpreise verschärfte sich im August weiter. Getrieben von steigenden Energiepreisen und dem Effekt der temporären Mehrwertsteuersenkung kletterte die Inflationsrate von +3.8% im Juli auf nun +3.9% – das höchste Niveau seit 1993. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch +2.3% betragen.

Zentralbank Russlands macht nächsten Zinsschritt

Die russische Notenbank straffte ihren Leitzins zum fünften Mal in Folge – diesmal um einen Viertel Prozentpunkt auf 6.75%, um damit des steigenden Inflationsdrucks Herr zu werden. Ökonomen hatte hingegen einen noch stärkeren Zinsschritt um 50 Basispunkte vorausgesagt. Im August erreichte die Jahresinflationsrate +6.7% und lag damit weit über dem von der Zentralbank angepeilten Ziel von +4%. Vor diesem Hintergrund stellte Notenbankchefin Elvira Nabiullina auch noch weitere Zinserhöhungen in Aussicht.

Wirtschaftskalender 13. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
13:00 OPEC Monatsbericht  

 

Unternehmenskalender 13. September

Land Unternehmen Periode
USA Oracle Q1

 

Quelle: BondWorld.ch