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LGT Navigator: Zwischen Hoffen und Bangen

LGT Navigator: Investoren finden sich derzeit zwischen der Hoffnung auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung und Bangen vor einer zweiten Corona-Welle …

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Dies angesichts eines deutlichen Anstiegs der Neuinfektionen in einigen US-Bundesstaaten, der kritischen Lage in Brasilien und dem neuerlichen Ausbruch in Chinas Hauptstadt. Im Blick der Anleger bleibt sicherlich auch die geopolitische Lage, insbesondere die jüngsten Spannungen zwischen China und Indien sowie Nord- und Südkorea. Im Mittelpunkt stehen heute auch die Zinsentscheide der SNB und der Bank of England.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wie auch Norwegens Zentralbank sowie die Bank of England werden heute um 09:30 Uhr, respektive um 10:00 und 13:00 Uhr ihre geldpolitischen Entscheide kommunizieren. Mit einer unmittelbaren Anpassung der Geldpolitik wird zwar nicht gerechnet, vielmehr steht die Beurteilung des Konjunkturausblicks vor dem Hintergrund der Pandemie und der wirtschaftlichen Lockerungen im Vordergrund. Unterdessen betonte US-Notenbankchef Jerome Powell gestern vor dem Kongress in Washington nochmals, dass die Fed bereit sei, die Wirtschaft weiter zu stützen und die Folgen der Corona-Krise einzudämmen sowie eine baldige Konjunkturerholung zu ermöglichen. Die Fed werde die gesamte Bandbreite ihrer Instrumente zur Stützung der Wirtschaft nutzen, so Powell.

Unterdessen sorgen Nachrichten für Beunruhigung, wonach in mehreren amerikanischen Staaten die Covid-19-Neuinfektionen offiziellen Daten zufolge einen Höchststand erreichten. Innerhalb eines Tages verzeichnete beispielsweise Florida am Dienstag 2 783 Neuinfektionen. In Texas waren es 2 622 und in Arizona 2 392. In den USA sind mittlerweile 2.13 Mio. Personen positiv auf Covid-19 getestet worden, und fast 117 000 Menschen sind in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit gestorben.

An der New Yorker Börse schloss der Dow Jones Industrial nach drei gewinnträchtigen Handelstagen in Folge mit einem Minus von -0.65% bei 26 119.61 Punkten. Der S&P 500 verlor -0.36% bei 3 113.49 Zählern. In Asien setzte sich die verstärkte Risikoaversion fort. Der Nikkei 225 in Tokio notiert mit 22 358.79 Punkten -0.43% tiefer und in Hongkong verliert der Hang Seng-Index -0.37%.

Neuste US-Konjunkturdaten lassen hoffen

Neuste Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt zeigten, dass sich die Bautätigkeit nur langsam vom Corona-Schock erholt. Immerhin deuteten die Zahlen aber an, dass das Schlimmste überstanden sein könnte. Die Zahl der Baugenehmigungen in den USA ist im Mai gegenüber dem Vormonat wieder um +14.4% gestiegen (Konsens +10.8%), nach dem im Vormonat beobachteten «Lockdown»-bedingten Einbruch um -21.4%. Für die künftige Bauaktivität gelten die Baugenehmigungen als zuverlässiger Vorlaufindikator. Weniger stark als erhofft fiel hingegen die Bautätigkeit aus. So nahmen die Neubaubeginne in den USA im letzten Monat um +4.3% zu, jedoch verfehlte diese Zunahme bei weitem die Erwartungen der Experten, die nach dem Einbruch im April um -26.4% von einem Anstieg um rund +22% ausgegangen waren.

Praktisch keine Inflation im Euroraum

Die Inflationsrate in der Eurozone ist in der Folge des «Lockdowns» in der Corona-Krise und dem Ölpreisverfall auf nahe Null gesunken. Gemäss Angaben der Europäischen Statistikbehörde Eurostat fiel die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise im Mai auf +0.1% und erreichte damit den tiefsten Stand seit 2016. Im Vormonat hatte die Teuerung noch +0.3% und im März +0.7% betragen. Ohne Berücksichtigung der vielfach volatilen Energie- und Lebensmittelpreise, belief sich die Inflationsrate in den Euroländern im letzten Monat auf +1.4%. Derzeit prognostiziert die EU-Kommission im Jahresschnitt eine Inflationsrate von +0.5%, verglichen mit +1.2% im 2019.

Facebook will «Wahlhilfe» verbessern

Das Online-Netzwerk Facebook will bei der bevorstehenden US-Präsidentenwahl im November seinen Nutzern beim Wahlprozedere helfen. Dabei sollen bei allen amerikanischen Usern prominent ein Bereich mit offiziellen Informationen zum Ablauf und zu Regelungen der Wahl angezeigt werden. Zudem sollen Nutzer die Option haben, Wahlwerbung und als Anzeigen verbreitete politische Botschaften aus ihren Newsfeeds zu blocken.

Wirtschaftskalender 18. Juni
MEZLandIndikatorLetzte Periode
09:30CHSNB geldpolitische Lagebeurteilung-0.75%
13:00GBBank of England Zinsentscheid+0.1%
14:30USAPhilly Fed-Industrieindex Juni-39.2
16:00USAFrühindikator Mai-4.4%
Unternehmenskalender 19. Juni
LandUnternehmenPeriode
USAOracleQ4

 

Quelle: BondWorld.ch